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DFB-Frauen ernten Shitstorm für Kampagne: Kritik auch von Lena Goeßling

Kritik auch von Goeßling  

DFB-Frauen ernten Shitstorm für Kampagne

09.08.2019, 15:50 Uhr | t-online.de, sid

DFB-Frauen ernten Shitstorm für Kampagne: Kritik auch von Lena Goeßling. Die DFB-Frauen bei ihrem WM-Aus Ende Juni. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Die DFB-Frauen bei ihrem WM-Aus Ende Juni. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Mit einer kleinen Foto-Kampagne wollten die DFB-Frauen auf die neue Bundesliga-Saison hinweisen. Doch die Aktion ging schief und sorgte für viel Kritik, auch von einer Ex-Nationalspielerin.

Nach einer völlig missglückten Online-PR-Kampagne hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) um Entschuldigung gebeten. In Anlehnung an eine Vermisstenanzeige war in den sozialen Netzwerken ein Teamfoto in Schwarz-Weiß-Optik und dem Hinweis "Seit dem 29. Juni nicht mehr gesehen. Bitte teilen" veröffentlicht worden, um Aufmerksamkeit für die Frauen-Bundesliga zu generieren.

An dem Datum waren die Olympiasiegerinnen bei der WM in Frankreich im Viertelfinale ausgeschieden. Am selben Tag war aber auch die Schweizer Nationalspielerin Florijana Ismaili nach einem Badeunfall für vermisst erklärt worden, drei Tage später wurde ihre Leiche im Comer See geborgen. Ismailis früheren Teamkolleginnen stieß die Kampagne besonders übel auf, mittlerweile hat der DFB den Post gelöscht.

"Nicht über den Tellerrand hinaus gedacht"

Kritik an der Aktion gab es auch von einer Ex-Nationalspielerin. Lena Goeßling, die nach der WM zurücktrat, postete einen Screenshot von der Kampagne und kommentierte nur: "Sehr fragwürdig die Kampagne #respekt." 

Lena Goeßling in ihrer Instagram-Story.Lena Goeßling in ihrer Instagram-Story.

Der DFB bat für die Aktion um Entschuldigung: "Unsere Awareness-Kampagne für die Frauen-Bundesliga bezieht sich selbstverständlich nur auf unser letztes WM-Spiel am 29.6. gegen Schweden. Wir wollten damit auf keinen Fall Gefühle verletzen, unsensibel oder respektlos erscheinen", schrieb der DFB angesichts der aufkommenden Kritik: "Sollte dies so angekommen sein, tut es uns leid."
   

   
Auch Spielerinnen wie Kapitänin Alexandra Popp baten um Verzeihung. "Ich möchte mich persönlich vom ganzen Herzen bei allen Angehörigen und Familien für diese Vermisst-Aktion entschuldigen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Ganze sportlich gesehen habe und nicht über den Tellerrand hinaus gedacht habe", teilte die 28-Jährige bei Instagram und Twitter mit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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