Sie sind hier: Home > Sport > Fußball >

Schiedsrichter-Steuer-Affäre: Amerell gab den Tipp

...

Amerell gab Steuerbehörden den Tipp

28.10.2011, 08:55 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Schiedsrichter-Steuer-Affäre: Amerell gab den Tipp. Manfred Amerell schwärzte Schiedsrichter bei den Steuerbehörden an. (Quelle: dpa)

Manfred Amerell schwärzte Schiedsrichter bei den Steuerbehörden an. (Quelle: dpa)

Der ehemalige Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell hat zugegeben, dass seine Aussagen die Ermittlungen der Behörden gegen zahlreiche Schiedsrichter wegen möglicher Steuerhinterziehung ausgelöst haben. "Ja, ich habe die Vorfälle den Steuerbehörden gemeldet", sagte er der Zeitung "Express".

Nach seinen Angaben "wäre es dazu nicht gekommen, hätte Michael Kempter nicht diese Lügengeschichten über mich erzählt", erklärte Amerell. Nun müsse er sich allerdings wehren. Nach Informationen des "Express" könnte sich das Ausmaß des Steuer-Ermittlungen noch ausweiten. Fahnder seien bei den Durchsuchungen auf "unglaubliche" Dinge gestoßen.

Amerell: "Kein Rachefeldzug"

Amerell erklärte, sein Handeln habe "überhaupt nichts mit einem Rachefeldzug zu tun". Seiner Meinung nach "muss dieses Versteckspiel aufhören. Ich will, dass die Wahrheit herauskommt, nicht mehr und nicht weniger." Amerell bestätigte, dass neben Kempter auch Felix Brych, Günter Perl, Peter Sippel und Robert Kempter, der Bruder von Michael Kempter, Besuch von den Steuerbehörden erhalten hätten. Zudem seien die Linienrichter Matthias Jöllenbeck und Arno Blos betroffen.

Im Zusammenhang mit der Durchsuchung von Michael Kempters Haus in Sauldorf hat dessen Anwalt Christoph Schickhardt bei der Staatsanwaltschaft München Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Amerell war dort am vergangenen Montag vor Ort, als Kempter wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung Besuch von Beamten bekam. Laut Schickhardt hätten Kempters Mutter und Bruder gegen sechs Uhr morgens beim Verlassen des Hauses in der Dunkelheit bemerkt, dass Amerell zusammen mit einem Fotografen in einem PKW in Sichtweite saß.

Schickhardt: "Das hat Mobbingcharakter"

Amerell bestreitet seine Anwesenheit nicht, bezeichnete dies aber als "Privatsache". Da dieser von dem Besuch der Beamten eigentlich nichts gewusst haben dürfte, hat Schickhardt Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Amtspflichtsverletzung und Verletzung von Dienstgeheimnissen gestellt. "Ein solches Zusammenspiel gefährdet die Ermittlungen und den Schutz der Familie Kempter", sagte der Anwalt.

Schickhardt spricht von einer "Bedrohungslage" für Kempter. "Herr Amerell bringt meinen Mandanten persönlich in Bedrängnis, das hat Mobbingcharakter. Er beweist mit diesem Vorgehen, dass er das justizförmliche Verfahren verlassen will, weil er da in der Sackgasse ist", sagte Schickhardt. Amerell entgegnete: "Mit der Geschichte und dieses grotesken Verdächtigungen verliert Herr Schickhardt seine Professionalität. Er reagiert wie ein angeschlagener Boxer."

Amerell will Strafanzeige gegen DFB und Zwanziger stellen

Unterdessen ließ Amerell über seinen Anwalt Jürgen Langer mitteilen, dass er Strafanzeige gegen das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und den Präsidenten Theo Zwanziger stellen werde. Der DFB habe Schickhardt für seine Einsätze für Herrn Kempter bezahlt, so sein Vorwurf. "Das ist völliger Unsinn", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker dazu. "Der DFB zahlt natürlich nicht die Arbeit von Herrn Schickhardt für Herrn Kempter."

Kempter hatte Amerell sexuelle Übergriffe vorgeworfen, was dieser stets bestritten hat. Der Fall hatte bundesweit für große Schlagzeilen gesorgt. Amerell hatte im Mai einen Prozess vor dem Landgericht Hechingen verloren, wo ihm kein Schadensersatz von Kempter zugesprochen worden war. Die Berufungsverhandlung ist für den 7. Dezember vor dem Oberlandesgericht Stuttgart angesetzt.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben unsere Community grundlegend erneuert und viele Veränderungen vorgenommen. Es gibt neue Funktionen und auch die Redaktion wird verstärkt in den Kommentarbereichen mit Ihnen in Kontakt treten. Mehr zu unserer neuen Community erfahren Sie in unseren FAQ.

Leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen.
Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018