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"Als Schweinsteiger eine Banane aß, wurde mir schwindelig"

Von t-online
Aktualisiert am 22.07.2016Lesedauer: 3 Min.
Nationalspieler Bastian Schweinsteiger mag Bananen offenbar. Ernährungsexperten raten während eines Spiels eher davon ab.
Nationalspieler Bastian Schweinsteiger mag Bananen offenbar. Ernährungsexperten raten während eines Spiels eher davon ab. (Quelle: imago / Action Pictures)
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Kuchen und Eis für Fußballprofis: Stuttgart-Coach Jos Luhukay will die Ernährungsvorschriften für seine Spieler laxer gestalten. Vielleicht hat die Entscheidung des Zweitliga-Trainers auch Einfluss auf die Stars in der Bundesliga. Dürfen Lahm, Schürrle und Co. wirklich essen, was sie möchten? Wie sieht der Speiseplan unserer Kicker aus?

Seit fast 30 Jahren spielt der Autor dieser Zeilen leidenschaftlich Fußball. Über die Niederungen der Kreisliga hinaus haben es seine Vereine nie geschafft. Er hat es immer auf mangelndes Talent zurückgeführt. Doch nun, im Spätherbst seiner glanzlosen Karriere, erfährt er, was vielleicht der wahre Grund gewesen sein könnte.

Seit er gegen den Ball tritt, gehörte eines obligatorisch wie Ball, Trikot und Schuhe zum allsonntäglichen Spiel: die Banane. Ob in der Jugend die liebmeinende Mami oder später die gute Seele des Klubs: Irgendwer verstreute immer kiloweise Bananen in der Kabine. Das brauche man vor der anstrengenden Partie. Und alle griffen brav zu.

Bloß keine Bananen

Für Mediziner Klaus Pöttgen, Mannschaftsarzt und Ernährungsberater beim Bundesligisten SV Darmstadt 98, ist die Südfrucht - zumindest kurz vor und während der Spiele - ein rotes Tuch.

Die EM 2016, Viertelfinale Deutschland gegen Italien. Das Spiel geht in die Verlängerung. "Als ich sah, wie Bastian Schweinsteiger eine Banane aß, wurde mir schwindelig", so Pöttgen. Zwei Stunden vor dem Spiel und erst recht in den Spielpausen sei feste Nahrung tabu. Ballaststoffe hätten während des Spiels im Magen "nichts zu suchen".

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Fußballer verbrennt 3500 Kalorien

Der neue Coach des VfB Stuttgart, Jos Luhukay, hat jüngst den Ernährungsberater des Vereins gefeuert. Die Spieler dürften sich jetzt ab und an mal wieder Kuchen und Eis gönnen. Aber wie genau sollen sich Profifußballer denn nun ernähren?

Zirka 2000 Kalorien verbraucht ein Mann ohne sonderliche körperliche Belastung täglich. Ein Fußballprofi braucht 3500 Kalorien. Das ist natürlich wesentlich mehr als beim Durchschnitt. Doch im Vergleich zu einem Radprofi ist selbst das wenig: Bei einer schweren Etappe der Tour de France verbrennt der nämlich bis zu 10.000 Kalorien.

Viel Eiweiß, wenig Fett

Bundesligist Darmstadt beschäftigt laut Teamarzt Pöttgen keinen eigenen Koch. Deswegen gebe er den Spielern viele Ernährungstipps - umsetzen müssten sie diese dann selbst. Dabei verwundert den Laien vielleicht, dass grundsätzlich keine Speisen ausgeschlossen sind. "Man darf den Spielern nicht zu viel verbieten. Das ist wichtig für das Wohlbefinden", so Pöttgen.

Man müsse als Fußballer darauf achten, genügend Eiweiß und Mineralstoffe zu sich zu nehmen - und wenig Fett. Die Anzahl der zugeführten Kalorien dürfe nicht zu hoch liegen - Kalorienmanagement oder Gewichtsmanagement nennt der Mediziner Pöttgen das. Die Lilien führten bei den Spielern Körperanalysen durch. Dabei sehe man genau, wo die "Problemzonen" der Profis lägen und könne darauf einwirken.

"Wenn jemand gerne Müsli zum Frühstück isst, ist das völlig okay. Aber ich schaue mir dann eben an, was er kauft und rate ihm dann zum Beispiel zu einem Produkt mit weniger Zucker. Mag jemand Salami, rate ich ihm, Pute zu essen", nennt Pöttgen Beispiele.

Essverhalten muss man trainieren

Klaus Gerlach, jahrelanger Mannschaftsarzt bei Bundesligist Mainz 05 und auch deren Berater in Ernährungsfragen, spricht sich ebenfalls gegen generelle Verbote aus. Wie Pöttgen setzt auch er auf Analysen und intensive individuelle Beratung. "Das Essverhalten muss man trainieren wie die Viererkette auch", so Gerlach.

In seiner Zeit bei den 05ern habe er beobachtet, was sich die Spieler beim Frühstück oder Abendessen so auf den Teller geladen haben - und bei Bedarf gesagt, was sie lieber sein lassen sollen.

Fastfood statt bei Muttern

"Wir hatten mal einen Spieler, der war immer topfit", erinnert sich Gerlach. Doch oft habe er ab der 70. Minute Krämpfe bekommen. "Es hat sich herausgestellt, dass er von Zuhause ausgezogen war. Daheim war er immer gesund bekocht worden. Dann fing er an, ständig Fastfood zu essen", benennt der Mediziner das Problem. Mit ein wenig Hilfe habe der Spieler das Problem dann schnell wieder in den Griff bekommen und konnte auch wieder 90 Minuten ohne Krämpfe durchspielen.

Fußballprofis dürfen also im Grunde wirklich essen, was sie wollen. Die Bilder, die man im Kopf hat, dass Sportler vor den Wettkämpfen Berge von Nudeln in sich reinschaufeln, gehören der Vergangenheit an. Auch ein Eis oder eine Pizza sind durchaus drin. Es kommt nur eben darauf an, dass alles ausgewogen bleibt. Mediziner Pöttgen kann im Übrigen für den Erfolg seiner Arbeit auf Statistiken verweisen: Die Lilien waren in der vergangenen Saison eine der fittesten Mannschaften, die obendrein kaum von Verletzungen geplagt wurde.

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  • David Digili
Von David Digili
Von Constantin Eckner
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