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Fußball: Dämpfer für WM-Gastgeber Russland

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Russen enttäuscht  

Dämpfer für WM-Gastgeber Russland

25.06.2018, 22:09 Uhr | dpa

Fußball: Dämpfer für WM-Gastgeber Russland. Uruguays Luis Suarez (verdeckt) jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer zum 1:0.

Uruguays Luis Suarez (verdeckt) jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer zum 1:0. Foto: Marius Becker. (Quelle: dpa)

Samara (dpa) - Nach dem heftigen Stimmungsdämpfer gegen Uruguay gab es für Russlands Trainer Stanislaw Tschertschessow dieses Mal erst nach Aufforderung Applaus von den russischen Journalisten.

Hatten ihn seine Landsleute im Anschluss an die beiden lockeren Auftaktsiege gegen die völlig überforderten Außenseiter Saudi-Arabien und Ägypten auf der Pressekonferenz noch automatisch gefeiert, so bekam der Coach des Gastgebers in Samara erstmals während dieser Heim-WM Enttäuschung zu spüren. Denn das auch in der Höhe völlig verdiente 0:3 (0:2) gegen Uruguay deckte auf, dass die Sbornaja wohl doch nicht so gut ist, wie es die Russen nach dem fulminanten Start und dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale gehofft hatten.

"Lasst uns ehrlich sein. Das Niveau unseres heutigen Gegners war deutlich besser als das der Gegner zuvor", sagte Tschertschessow nach der ersten Niederlage, durch die die Russen den angestrebten ersten Platz in der Vorrundengruppe A klar verpassten. Die anfangs noch frenetischen, dann aber frustrierten Anhänger verließen bereits weit vor dem Schlusspfiff die futuristische Arena in der Wolgastadt Samara. Als sich die dieses Mal chancenlose Mannschaft auf die Abschlussrunde durch das höchstens noch halb gefüllte Stadion machte, waren nur noch leisere "Russia, Russia"-Schlachtrufe zu hören. Die Euphorie war Ernüchterung gewichen.

Die Russen bekamen beim ersten Härtetest des Turniers deutlich die Grenzen aufgezeigt. Nicht ansatzweise konnten sie an die Leistungen in den beiden ersten Spielen anknüpfen. Während Uruguay mit drei Siegen und ohne Gegentor souverän als Erster ins Achtelfinale stürmte, wurden die Russen nur Zweiter. Im Achtelfinale geht es jetzt gegen Spanien. Uruguay trifft auf Europameister Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo.

Doch Tschertschessow versuchte der Gastgeber-Nation gleich wieder Mut zu machen. "So wie wir mit zehn Mann gespielt haben, das hat mir gefallen", sagte der Coach. Auch Witali Mutko gab sich als Aufbauhelfer. "Ich denke, wir müssen nicht verzweifeln. Die Mannschaft hat bis zum Ende gekämpft und Charakter gezeigt", sagte Russlands umstrittener Sportfunktionär. "Wir stehen im Achtelfinale, und das ist das Wichtigste, lassen Sie uns das nicht vergessen."

Vor 41.970 Zuschauern erzielte Luis Suárez (10. Minute) die frühe Führung der Südamerikaner, ein Eigentor von Denis Tscheryschew (28.) und der späte Treffer von Edinson Cavani (90.) brachten die Entscheidung. Ab der 37. Minute musste Russland in Unterzahl agieren, da Igor Smolnikow wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah.

Während die Russen den Nackenschlag erst einmal verdauen mussten, waren die Südamerikaner komplett zufrieden. "Wir haben unser Ziel erreicht, Erster der Gruppe zu werden", sagte Uruguays Superstar Suárez: "Wir können so langsam anfangen, wieder mal Geschichte zu schreiben. Ich hoffe, dass es für uns als Mannschaft so weitergeht." Noch nie zuvor gewann Uruguay bei einer WM drei Spiele in der Vorrunde.

Trainer-Oscar Tabárez war dennoch sofort bemüht, die Euphorie wieder zu kanalisieren. "Wir dürfen weiter träumen, aber wir wissen, dass es sehr, sehr schwer wird", sagte der erfahrene Coach. "Ich bin sehr zufrieden, mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, aber im Achtelfinale wird es schwerer." Das weiß auch Tschertschessow. Als er die Pressekonferenz verließ, dreht er sich noch einmal um zu den Journalisten und klatschte in die Hand. Er weiß, dass Russland nur gemeinsam eine Chance hat.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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