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Vorfall in Regionalliga: Nach Beileidsbekundung – Chemnitzer FC nimmt Stellung

Vorfall in Regionalliga  

Trauerbekundung für Rechtsradikalen? Chemnitzer FC nimmt Stellung

10.03.2019, 12:48 Uhr | dpa

Vorfall in Regionalliga: Nach Beileidsbekundung – Chemnitzer FC nimmt Stellung . Der Aufreger in Chemnitz: Teile des Publikums trauern um einen mutmaßlich Rechtsradikalen. (Quelle: imago images/HärtelPRESS)

Der Aufreger in Chemnitz: Teile des Publikums trauern um einen mutmaßlich Rechtsradikalen. (Quelle: HärtelPRESS/imago images)

Nach einer umstrittenen Beileidsbekundung vor dem Regionalligaspiel zwischen dem Chemnitzer FC und der VSG Altglienicke hat der Heimverein nun Stellung genommen. Auch ein Spieler wird bestraft. 

Der Chemnitzer FC hat eine umstrittene Beileidsbekundung für einen gestorbenen Fan, der als Mitbegründer einer rechtsextremen ehemaligen Organisation galt, als "keine offizielle Trauerbekundung" bezeichnet.

Der Fußball-Regionalligist teilte am Sonntag in einer Stellungnahme mit, er habe "nach dem Tod von Thomas Haller im Rahmen des Ablaufs des Stadionprogramms den CFC-Fans und Hinterbliebenen die Möglichkeit der gemeinsamen Trauer" eingeräumt.

Südkurve zündet Pyro-Show in Rot und Weiß

Einem Bericht des MDR zufolge wurde am Samstag auf der Video-Leinwand vor dem 4:4 des Drittliga-Absteigers gegen die VSG Altglienicke ein Porträt von Haller eingeblendet. Es habe eine Schweigeminute gegeben, ein schwarzes Kreuz und ein Transparent seien ausgerollt worden. Die schwarz gekleideten Fans in der Südkurve hätten zudem eine Pyro-Show in Rot und Weiß gezündet. In einer Rede seien die Verdienste Hallers für den Verein gewürdigt worden, schrieb der MDR.

Der Chemnitzer FC erklärte dazu, gemeinsame Trauer zu ermöglichen, stelle keine Würdigung des Lebensinhalts dar. "Es ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit, den Fans des CFC und Hinterbliebenen, die darum baten, die gemeinsame Trauer zu ermöglichen. Dies geschah in Übereinstimmung mit Abwägungen, die von den Sicherheitsbehörden getroffen worden waren", hieß es in der Stellungnahme.

CFC-Spieler Daniel Frahn bestraft

Haller soll Anfang der 1990er-Jahre die Organisation "HooNaRa" (Hooligans-Nazis-Rassisten) mitgegründet haben, die sich 2007 auflöste. Er leitete bis 2006 den Ordnungsdienst beim Chemnitzer FC.

CFC-Spieler Daniel Frahn hielt beim Torjubel ein schwarzes T-Shirt hoch, das dem MDR-Bericht zufolge die Aufschrift: "Support your local Hools" (Unterstütze deine lokalen Hools) trug. Der Verein reagierte am Sonntag auf seine Aktion und belegte den 31-Jährigen mit einer Geldstrafe.

Dies teilte der CFC laut vereinseigener Pressemitteilung Frahn am Sonntagmorgen in einem persönlichen Gespräch mit. Demnach habe Frahn "die Möglichkeit diese (Geldstrafe, Anm. d. Red.) Mittels einer Spende von Sport-Utensilien an eine wohltätige Organisation in Chemnitz abzuleisten." Darüber hinaus drohe Frahn eine Bestrafung von Seiten des Verbandes.

Auch Frahn nimmt offiziell Stellung

"Dass ein Spieler während eines Spiels Botschaften, egal welcher Art, verbreitet und diese nicht vorher mit den Verantwortlichen des CFC bespricht, ist für uns nicht hinnehmbar", verdeutliche CFC-Sportvorstand Thomas Sobotzik auf der Website.


Auch Frahn erklärte sich auf der Seite und sagte: "Es tut mir Leid, dass ich dem Verein mit meiner Art der Beileidsbekundung an die Hinterbliebenen Schaden zugefügt habe. Dafür habe ich mich heute Morgen bei den Verantwortlichen des CFC sowie meinen Mannschaftskameraden entschuldigt.“ Das ganze Statement lesen Sie hier.  

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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