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DFB-Präsident legt Amt nieder: So erklärt Reinhard Grindel seinen Rücktritt

DFB-Präsident legt Amt nieder  

"Fassungslos und traurig": So erklärt Grindel seinen Rücktritt

03.04.2019, 10:18 Uhr | t-online.de, dpa

 (Quelle: t-online.de)
Nach DFB-Rücktritt: Grindel legt auch Ämter bei UEFA und FIFA nieder

Schlechter Führungsstil, unbekannte Zusatzeinkünfte und eine Luxusuhr - die anhaltende Kritik zwang Reinhard Grindel zum Rücktritt als DFB-Präsident. Jetzt hat Grindel auch seine Ämter bei UEFA und FIFA niedergelegt. (Quelle: t-online.de)

Reinhard Grindel: Nach dem Rücktritt als DFB-Präsident hat er jetzt auch seine Ämter bei der UEFA und der FIFA niedergelegt. (Quelle: t-online.de)


DFB-Präsident Reinhard Grindel stand seit Monaten in der Schusslinie. Nach der Veröffentlichung von brisanten Informationen über private Zusatzeinkünfte ist die Zeit des umstrittenen Grindel nun abgelaufen.

Reinhard Grindel tritt von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurück. Das bestätigte der DFB am Dienstag. Ligapräsident Reinhard Rauball und Vizepräsident Rainer Koch übernehmen vorerst die Geschäfte. Dies gelte bis zum DFB-Bundestag im September, wie der DFB mitteilte.

Grindel: "Zutiefst überzeugt, dass ich nichts Unrechtes tue"

Der 57 Jahre alte Grindel, der bei der Eröffnung der Hall of Fame im Fußballmuseum in Dortmund am Montag noch geschwiegen hatte, zieht damit nach drei Jahren als DFB-Präsident die Konsequenzen aus den Anschuldigungen und der schweren Kritik gegen seine Person in den vergangenen Tagen.
 

"Am Ende frage ich mich: Warum ist das passiert? Ich kann es mir nur so erklären, dass ich zutiefst davon überzeugt war, dass ich nichts Unrechtes tue und im Stress des Amtes einfach zu wenig hinterfragt habe", sagte Grindel und ergänzte: "Dass ich wegen eines solchen Vorgangs öffentlich so dastehe, macht mich fassungslos und traurig, und ich bitte einfach um eine faire Beurteilung meiner am Ende leider nur dreijährigen Amtszeit."

Grindel behält Posten bei UEFA und FIFA

Nach den vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" erhobenen Vorwürfen, dass er Zusatzeinkünfte über 78.000 Euro als Aufsichtsratschef der DFB-Medien Verwaltungs-Gesellschaft in den Jahren 2016 und 2017 nicht publik gemacht habe, fand der einstige CDU-Berufspolitiker in den vergangenen Tagen kaum noch Rückhalt in der Verbandsspitze. Die DFB-Presseabteilung versicherte, dass Grindel bei seinem Amtsantritt korrekte Auskünfte über seine Einkünfte gemacht habe. Den gut dotierten Aufsichtsratsposten trat er drei Monate später an.

Seine Posten bei UEFA und FIFA behält Grindel hingegen auch nach seinem Rücktritt als DFB-Präsident. Der 57-Jährige werde die Ämter im Exekutivkomitee des europäischen Dachverbands und im Council des Weltverbands "in enger Abstimmung mit dem DFB" fortführen, teilte der DFB mit. 

Am Montagabend war die Kritik an Grindel bereits lauter geworden. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sagte: "Wenn man in solch einer Position ist und solche Dinge ans Licht kommen, sollte man zumindest Argumente haben, um sie so schnell wie möglich beiseite zu räumen. Beim DFB wird aber schon einmal gerne zu lange rumgeeiert."

Özil-Affäre als Tiefpunkt

Auch Andreas Rettig, Geschäftsführer beim Zweitligisten FC St. Pauli, ging verbal auf Distanz: "Einen Platz in der Hall of Fame würde Grindel heute sicher nicht bekommen. Das Erscheinungsbild des DFB ist schon seit längerer Zeit verbesserungswürdig."

Gemeint sein dürfte vor allem das Jahr 2018, als auf das erstmalige WM-Vorrundenaus der deutschen Nationalmannschaft in Russland die Affäre um Mesut Özil folgte. Der 30-Jährige musste nach einem Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan den WM-Sommer über harsche Kritik einstecken und fühlte sich vom DFB nicht ausreichend beschützt.


Danach trat Özil mit einem via Social Media verbreiteten Rundumschlag aus der DFB-Elf zurück und übte dabei auch harsche Kritik an Präsident Grindel. Dieser räumte später ein: "Ich hätte mich angesichts der rassistischen Angriffe an der einen oder anderen Stelle deutlicher positionieren und vor Mesut Özil stellen müssen. Da hätte ich klare Worte finden sollen."

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