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WM 2006: Schweizer Ermittler wollen Beckenbauer-Verfahren abtrennen

WM 2006  

Schweizer Ermittler wollen Beckenbauer-Verfahren abtrennen

19.07.2019, 16:02 Uhr | dpa

WM 2006: Schweizer Ermittler wollen Beckenbauer-Verfahren abtrennen. Die Bundesanwaltschaft der Schweiz will das Strafverfahren gegen Franz Beckenbauer im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2006 von den weiteren Verfahren abtrennen.

Die Bundesanwaltschaft der Schweiz will das Strafverfahren gegen Franz Beckenbauer im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2006 von den weiteren Verfahren abtrennen. Foto: Ina Fassbender. (Quelle: dpa)

Bern (dpa) - Die Bundesanwaltschaft der Schweiz (BA) will das Strafverfahren gegen Franz Beckenbauer im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-WM 2006 von den weiteren Verfahren abtrennen.

Die BA habe im Juli 2019 den beteiligten Parteien ihre Absicht mitgeteilt, das Verfahren gegen Beckenbauer separat weiterzuführen, teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie bestätigte damit in Teilen einen Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung". Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte der dpa, dass er der Abtrennung widersprechen werde. "Natürlich werden wir bei der Schweizer Bundesanwaltschaft diesem Abtrennungsersuchen massiv widersprechen", sagte Zwanziger. "Es geht nicht, dass ein Beschuldigter hier aus der Verantwortung gelassen wird."

Die BA hatte im November 2015 ein Strafverfahren gegen den früheren WM-Organisationschef Beckenbauer, die ehemaligen DFB-Präsidenten Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den Ex-DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt eröffnet. Dieses wird wegen des Verdachts des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung geführt. Im November 2016 waren die Ermittlungen auf Urs Linsi, von 2002 bis 2007 Generalsekretär des Fußball-Weltverbands FIFA, ausgeweitet worden.

Ausgangspunkt der Untersuchungen ist eine Zahlung des DFB von 6,7 Millionen Euro. Sie war als Mitfinanzierung einer Galaveranstaltung deklariert, die aber nie stattfand. Das Geld floss dem früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus vor der WM 2006 zu.

Wieso die BA Beckenbauers Verfahren nun abtrennen will, erklärte die Behörde nicht. Laut der "Neuen Zürcher Zeitung" dürfte eine drohende Verjährung eine Rolle spielen. Um diese zu vermeiden, muss laut "NZZ" bis Ende April 2020 ein erstinstanzliches Urteil vorliegen. Zuständig ist das Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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