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Coronavirus: Arzt und Ex-Fußball-Profi plädiert Großereignisse zu überdenken


Göhlert: "Viele Menschen auf einem Raum sind derzeit keine gute Kombination"


27.02.2020Lesedauer: 2 Min.
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Olympiastadion: Die Heimstätte von Hertha BSC.Vergrößern des Bildes
Olympiastadion: Die Heimstätte von Hertha BSC. (Quelle: Jörg Schüler/imago-images-bilder)

Fälle des Coronavirus in Deutschland nehmen zu. Gesundheitsminister Spahn sagte, er erwarte eine noch stärkere Verbreitung im Land. Jetzt plädiert auch ein Arzt und früherer Fußball-Profi dafür, Großveranstaltungen zu überdenken – und gegebenenfalls abzusagen.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt stetig. Bundesinnen- und Sportminister Horst Seehofer (CSU) sagte zuletzt, dass es bei Sportveranstaltungen darum gehe, ob sich dort "besonders viele Menschen aus Krisengebieten, aus belasteten Ländern tummeln". Er fügte an: "Das muss man anders beurteilen, als wenn der FC Ingolstadt gegen Unterhaching spielt." Dennoch rät ein früherer Fußball-Profi und heutiger Arzt dazu, Großveranstaltungen zu überdenken.

Göhlert: "Gedanken machen, ob Bundesligaspiele stattfinden sollten"

Tim Göhlert stieg mit dem 1. FC Heidenheim in die 2. Bundesliga auf. Inzwischen arbeitet er als Arzt in einer Praxis für Arbeitsmedizin in Heidenheim. Er sagt im Gespräch mit t-online.de: "Wenn sich der Coronavirus weiter ausbreitet, was er definitiv tun wird, dann muss man sich Gedanken machen, ob Großereignisse im Sinne von Bundesliga- und Zweitligaspielen überhaupt noch unter Zuschauerzuspruch stattfinden sollten. Oder ob man sie ohne Zuschauer durchführt, so wie es in Italien zuletzt stattgefunden hat."

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus in Norditalien hatte die Serie A zuletzt Spiele abgesagt. Göhlert begründet seine Überlegungen so: "Viele Menschen auf einem engen Raum sind derzeit keine gute Kombination." Göhlert, der sein Medizinstudium in Ulm absolvierte, sagt: "Die Gefahr sich anzustecken ist in größeren Menschenmengen eher da, als wenn man weiter weg ist. In einem Stehblock stehen Menschen eng beieinander. Wenn einer niest, dann kann er fünf bis zehn Personen anstecken."

"Ob in Fußballstadien oder beim Karneval ist im Endeffekt egal"

Zuletzt hatte Italien bereits auf genau solche Ereignisse reagiert und den Karneval in Venedig abgesagt. "Es geht einfach darum zu verhindern, dass viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Ob das in Fußballstadien ist oder beim Karneval ist im Endeffekt egal. Aber das wird eine Sache sein, die in den nächsten Tagen in Deutschland ins Gespräch kommen wird", so der frühere Zweitliga-Spieler.

Die Uefa sieht bisher noch keine Gefahr für die kommende EM in Europa. Auf Nachfrage von t-online.de sagte die Fußball-Institution: "Die EM wird am 12. Juni in Rom starten. Die Uefa ist in Kontakt mit den wichtigsten internationalen und lokalen Behörden in Bezug auf das Coronavirus und die Entwicklung. Im Moment gibt es keinen Grund etwas im geplanten Zeitplan zu ändern."

Allerdings sagt Göhlert auch: "Das Gesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut sind zuständig. Sobald aus der Richtung eine Empfehlung kommt, dass es keine Massen- und Großveranstaltungen mehr geben soll, dann muss der DFB darauf reagieren und wird es auch tun."

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