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Drohen den Aussteiger-Klubs nun Millionen-Strafen?

Von t-online, dd

Aktualisiert am 21.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Projekt gescheitert: Juve-Präsident und Super-League-Mitinitiator Andrea Agnelli.
Projekt gescheitert: Juve-Präsident und Super-League-Mitinitiator Andrea Agnelli. (Quelle: imago-images-bilder)
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Gleich mehrere Spitzenklubs ziehen sich aus der Super League zurück und entschuldigen sich bei ihren Fans. Ein Bericht besagt nun: Es könnten auch hohe Strafen auf die Vereine zukommen.

Der FC Liverpool hat sich aus der geplanten Super League bereits wieder zurückgezogen, ebenso der FC Arsenal, Manchester United, Manchester City und der FC Chelsea, dazu Juventus Turin, Inter und der AC Mailand aus Italien und Atlético Madrid aus Spanien. Teilweise gab es eindringliche, reumütige, fast flehende Entschuldigungen bei den eigenen Fans – das negative Feedback, die Kritik und die möglichen Konsequenzen waren einfach zu deutlich, zu vehement, zu massiv.

Doch damit könnte die Angelegenheit für die beteiligten Klubs noch lange nicht vorbei sein. Die britische "Daily Mail" berichtet nun: Die Klubs haben durch ihre Einlagen von jeweils acht Millionen Pfund (über neun Millionen Euro, Anm. d. Red.) nicht nur bereits Geld verloren, es könnten auch noch Millionenstrafen drohen – wegen Verstößen gegen das Vertragswerk der Super League.

"Es ist nicht einfach, da wieder herauszukommen"

Demnach haben die Klubs mit den Verträgen auch Klauseln unterzeichnet, die sie für mindestens drei Jahre zur Teilnahme an der Super League verpflichten – und die frühzeitigen Ausstiege würden eben diese Klauseln verletzen. "Die an der Super League teilnehmenden Klubs haben sich selbst in eine Position manövriert, aus der es nicht einfach ist, wieder herauszukommen", zitiert die Zeitung den Münchner Rechtswissenschaftler Mark Orth. Und weiter: "Die Super League hat damit gerechnet, dass auf die Klubs Druck ausgeübt werden würde, auszutreten. Ich gehe davon aus, dass den Vereinen daher auch eine starke Verpflichtung aufgebürdet wurde, damit sie eben nicht austreten."

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Dazu komme: Durch die 3,5 Milliarden Euro der Bank JP Morgan, die unter den in letzter Instanz 15 Teilnehmern aufgeteilt werden sollten, gab es auch eine Garantie durch ein Finanzinstitut. Erst dadurch seien die letztendlichen Zusagen der – zu weiten Teilen hoch verschuldeten – Klubs zustande gekommen. JP Morgan werde nicht einfach akzeptieren, dass die getroffene Vereinbarung nun gebrochen wurde.

Gerade für tief in roten Zahlen steckende Vereine wie den FC Barcelona (über eine Milliarde Euro Schulden, Anm. d. Red.) oder Real Madrid könnten Strafzahlungen nun besonders empfindlich treffen. Generell seien die Klubs "in einer schwierigen Lage", wird Orth weiter zitiert. "Sie können nicht einfach sagen 'Wir möchten doch keine Super League' und dann zur Uefa zurück. Sie können da nicht einfach raus, sie werden dafür zahlen müssen."

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