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EM 2021: Das Protokoll vom Deutschland-Drama gegen Ungarn


Herzschlag-Finale in der Vorrunde  

Hoffnung, Frust, Erlösung – das 30-Minuten-Drama von München

Von Andreas Becker

24.06.2021, 00:48 Uhr
EM 2021: Das Protokoll vom Deutschland-Drama gegen Ungarn. Die pure Ekstase: Havertz, Goretzka, Rüdiger und Hummels (v.l.) jubeln über das Weiterkommen. (Quelle: Reuters/CHRISTOF STACHE)

Die pure Ekstase: Havertz, Goretzka, Rüdiger und Hummels (v.l.) jubeln über das Weiterkommen. (Quelle: CHRISTOF STACHE/Reuters)

Das Fußball-Fest am Samstag gegen Portugal hatte Hoffnungen geweckt. Nach dem deutschen Spiel gegen Ungarn ist jedoch klar: Sicher ist bei dieser EM gar nichts.

Das Spiel gegen Ungarn (2:2) wird sowohl Fans als auch die deutsche Nationalmannschaft noch einige Tage beschäftigen. 90 Minuten irre Gefühlsschwankungen, ein ständiges Auf und Ab. Raus, wieder drin. Ein Krimi-Autor wird sich diese Partie genau angucken, wenn er Stoff für ein neues Buch braucht.

Dabei hatte das Spiel so schlecht begonnen, wie man es sich eigentlich nicht vorstellen konnte. Nach nur elf Minuten liegt Deutschland schon hinten, weil der Mainzer Szalai ein Durcheinander in der Hintermannschaft ausnutzt und eiskalt verwandelt. Auch danach kommt vom deutschen Team erstmal nicht viel.

Erst ab der 60. Minute wird es dann komplett irre.

Beim Portugal gegen Frankreich steht es im anderen Gruppenspiel 2:2. Weil Ungarn noch führt, hat die Löw-Truppe keine Chance mehr auf ein Weiterkommen.

Die Fäuste geballt: Joshua Kimmich bejubelt den Sieg gegen Ungarn. (Quelle: imago images)Die Fäuste geballt: Joshua Kimmich bejubelt den Sieg gegen Ungarn. (Quelle: imago images)

Bis dahin. Dann geht der Wahnsinn los. Havertz trifft nach 66 Minuten zum Ausgleich. Deutschland ist zu diesem Zeitpunkt auf einmal als Gruppenzweiter doch weiter. Fans und Mannschaft jubeln – haben dafür aber nur eine Minute Zeit. Im direkten Gegenzug schüttelt Schäfer nach einem Traumpass von Szalai im Laufduell Sané ab und bringt Ungarn wieder in Führung. Deutschland ist zu dem Zeitpunkt raus – die Blamage scheint perfekt. Und die deutschen Fans können es nicht fassen.

Während des letzten Spieltags der "Todesgruppe" F musste Deutschland bis zum Abpfiff ums Weiterkommen bangen. (Quelle: t-online/Heike Aßmann )Während des letzten Spieltags der "Todesgruppe" F musste Deutschland bis zum Abpfiff ums Weiterkommen bangen. (Quelle: t-online/Heike Aßmann )

Die Zeit läuft runter. Wirklich was einfallen tut der deutschen Mannschaft nicht. Nur noch sechs Minuten sind in München zu spielen.

Die eingewechselten Werner und Musiala preschen auf der linken Seite nach vorne, der Ball landet nach einem geblockten Schuss beim eingewechselten Goretzka. Der Bayern-Star zieht ab, Schäfer fälscht leicht ab, Gulacsi kann nicht retten – 2:2. Der Ausgleich.

"Wir können froh sein": Mannschaftskapitän Manuel Neuer analysiert nach dem ernüchternden 2:2 gegen Ungarn die Leistung der Deutschen. (Quelle: MagentaTV)

Gezittert, gebangt – und nun gegen England

Mit der Nachspielzeit von vier Minuten geht das große Zittern los. Zehn Minuten insgesamt noch. Reicht das? Kurz vor Schlusspfiff hat Deutschland nochmal eine Konterchance, die aber verpufft. Abpfiff in München – 2:2. Die DFB-Elf ist weiter. Großes Aufatmen in der Allianz Arena.

Deutschland hat es doch noch geschafft, zittert sich ins Achtelfinale. Ein 30-Minuten-Irrsinn zum Gruppen-Finale. Nun kommt es zum nächsten Kracher gegen England.

Eine Prognose für dieses Spiel zu geben? Das traut sich wohl niemand. Denn, das hat dieser verrückte Fußballabend gezeigt: Sicher ist bei dieser EM gar nichts.

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