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Kampf gegen Rassismus: Antidiskriminierungsstelle begrüßt Knie-Proteste bei EM


Kampf gegen Rassismus  

Antidiskriminierungsstelle begrüßt Knie-Proteste bei EM

27.06.2021, 12:41 Uhr | dpa

Kampf gegen Rassismus: Antidiskriminierungsstelle begrüßt Knie-Proteste bei EM. Englische und schottische Spieler knien vor Spielbeginn auf dem Rasen.

Englische und schottische Spieler knien vor Spielbeginn auf dem Rasen. Foto: Mike Egerton/PA Wire/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bewertet den Knie-Protest gegen Rassismus bei der Fußball-EM positiv.

"Wenn Fußballer gegen Rassismus und Diskriminierung durch symbolische Gesten auf dem Spielfeld Stellung beziehen, dann ist das ausgesprochen couragiert und sehr begrüßenswert", sagte der kommissarische Leiter der Behörde, Bernhard Franke, dem Portal "watson.de". Vor mehreren EM-Partien waren die Spieler mit einem Knie auf den Rasen gegangen, um ein Zeichen zu setzen.

Geste keine Politisierung des Fußballs

"Sie treten damit für universelle Grundwerte und Menschenrechte ein und können damit auch eine große Breitenwirkung erzielen, weil ihnen eine hohe Vorbild- und Identifikationsfunktion bei vielen Fans zukommt", sagte Franke. Die Engländer, die am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in London gegen Deutschland spielen, hatten vor ihren bisherigen Partien immer gekniet.

Franke sieht in der Geste keine Politisierung des Fußballs. "Bei solchen Gesten auf dem Spielfeld geht es heute nicht darum, den Sport zu politisieren. Sie weisen vielmehr auf die Geltung von universellen Menschenrechten hin. Zum Beispiel, dass niemand rassistisch oder wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf", sagte er.

Der Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung sei aber noch längst nicht vorbei. "Noch immer hat sich kein aktiver Fußballprofi geoutet, noch immer gibt es rassistische Beleidigungen vom Spielfeldrand und manchmal auch auf dem Spielfeld selbst", sagte Franke. "Hier haben wir sicher noch Nachholbedarf, damit es nicht nur bei Gesten und Symbolen bleibt, sondern auch der Fußball tatsächlich freier von Diskriminierung wird."

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