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Die gro├če Unbekannte: Donata Hopfen neue DFL-Chefin

Von dpa
Aktualisiert am 29.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Donata Hopfen ist ab dem 1.
Donata Hopfen ist ab dem 1. Januar die neue Chefin der DFL. (Quelle: -/DFL/dpa./dpa)
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Frankfurt/Main (dpa) - Die m├Ąchtigste Frau im deutschen Profifu├čball ist f├╝r viele eine gro├če Unbekannte. Am Neujahrstag tritt Donata Hopfen offiziell das Amt der Gesch├Ąftsf├╝hrerin der Deutschen Fu├čball Liga an und entscheidet k├╝nftig ma├čgeblich ├╝ber die Zukunft der gesamten Branche.

Doch wer ist diese Frau, die mitten in der Corona-Pandemie gleich als Krisenmanagerin gefragt ist? Nach Ansicht ihres Vorg├Ąngers Christian Seifert, der die DFL fast 17 Jahre lang erfolgreich f├╝hrte, ist Hopfen "eine sehr gut vernetzte, in digitalen und strategischen Fragen extrem versierte und erfahrene Managerin". Den 36 Erst- und Zweitligisten hat Seifert bei seinem Abschied kurz vor Weihnachten daher den Wunsch angetragen, "dass sie den neuen Weg mitgehen, auch und gerade wenn er sich zum Anfang manchmal holprig anf├╝hlt".

Viele Herausforderungen warten

Hopfen ist gleich auf vielen Spielfeldern gefordert. Da ist Corona mit all den sportlichen und vor allem wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Clubs. Da ist die Dauerfehde mit dem Deutschen Fu├čball-Bund, mit dem ein neues Vertrauensverh├Ąltnis aufgebaut und ein neuer Grundlagenvertrag ├╝ber die Finanzstr├Âme ausgehandelt werden muss. Da sind die immer noch ungekl├Ąrten Ausnahmef├Ąlle von der 50+1-Regel, die das Bundeskartellamt kritisiert hat. Und nicht zuletzt die internationale Vermarktung der Bundesliga, die von 250 auf 180 Millionen Euro eingebrochen ist.

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Die ├╝bliche 100-Tage-Frist wird es f├╝r die neue DFL-Chefin daher kaum geben. Sie spr├╝ht dennoch vor Elan. "Ich freue mich, gemeinsam mit den Clubs sowie dem Team der DFL aktuelle und kommende Herausforderungen anzugehen", sagte die 44-J├Ąhrige im DFL-Magazin.

"Medienfrau des Jahres" 2014

Davor hat sie sich in ihrem bisherigen Berufsleben nie gescheut. Die "Medienfrau des Jahres" 2014 begann ihre Karriere bei der Unternehmensberatung Accenture, ehe sie 14 Jahre lang f├╝r den Axel-Springer-Verlag arbeitete - unter anderem als Vorsitzende der Verlagsgesch├Ąftsf├╝hrung der Bild-Gruppe. Zuletzt war sie als Managing Director und Partnerin bei der Beraterfirma BCG Digital Ventures t├Ątig.

Viel mehr ist ├╝ber Hopfen nicht bekannt - zumal sie die ├ľffentlichkeit vor ihrem Amtsantritt konsequent gemieden hat. Hinter den Kulissen hat die mit einem Dreijahresvertrag ausgestattete DFL-Chefin aber schon viele Gespr├Ąche gef├╝hrt. Auch mit dem k├╝nftigen Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke, der diesen Posten Mitte Februar von Peter Peters ├╝bernimmt. "Es war ein sehr positives Gespr├Ąch, ich habe gro├čes Vertrauen in sie und werde ihr den R├╝cken st├Ąrken", verk├╝ndete der Gesch├Ąftsf├╝hrer von Borussia Dortmund unl├Ąngst nach der DFL-Mitgliederversammlung.

Hopfens Motto: "Geht nicht, gibtÔÇÖs nicht!"

Hopfen springt also nicht ins kalte Wasser, wenn sie am kommenden Montag ihren Schreibtisch in der DFL-Zentrale im Frankfurter Westend einr├Ąumt. Zumal sie im Hintergrund schon seit einiger Zeit von Seifert eingearbeitet wird. "Die ├ťbergabe mit Donata Hopfen l├Ąuft sehr gut und sehr vertrauensvoll. Selbstverst├Ąndlich w├╝nsche ich ihr in dem Job nur das Allerbeste", sagte der 52-J├Ąhrige.

Ihre Ziele hat Hopfen im DFL-Magazin klar formuliert: "Der deutsche Profifu├čball besitzt eine gro├če Tradition und ist tief in der Gesellschaft verankert. Bundesliga und 2. Bundesliga genie├čen ebenso wie die DFL weltweit einen hervorragenden Ruf. Dies alles gilt es auch vor dem Hintergrund technologischer, gesellschaftlicher und medialer Ver├Ąnderungen im Umfeld des Fu├čballs zu bewahren - und gleichzeitig innovativ weiterzuentwickeln." Ihr Motto dabei lautet: "Geht nicht, gibtÔÇÖs nicht!"

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