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"Wie blöd sind wir eigentlich in Deutschland?"

Von t-online, BZU

Aktualisiert am 08.11.2018Lesedauer: 2 Min.
Hat sechs Länderspieleinsätze auf dem Konto: Bernd Leno.
Hat sechs Länderspieleinsätze auf dem Konto: Bernd Leno. (Quelle: DeFodi/imago-images-bilder)
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Im Sommer wechselte Bernd Leno aus der Bundesliga nach England. Seine Denkweise über den Fußball hat sich bereits nach kurzer Zeit auf der Insel stark verändert.

Für 25 Millionen Euro verpflichtete der FC Arsenal Bernd Leno von Bayer Leverkusen. Er sollte Stück für Stück Torwart Petr Cech ablösen und die langfristige Nummer eins der "Gunners" werden. Als sich Cech Ende September verletzte, rückte Leno in die Startelf – und nutzte seine Chance. Seitdem hat der deutsche Nationaltorwart keine Minute in der Premier League mehr verpasst.

"Es geht um Respekt, und der ist teilweise verloren gegangen"

Nicht nur auf, sondern auch abseits des Platzes konnte Bernd Leno in den vier Monaten in England viele Eindrücke sammeln. Besonders beim Thema Investoren hat er inzwischen eine klare Meinung, wie er im Interview mit dem "Kicker" zeigte. "Hier denke ich: Wie blöd sind wir eigentlich, dass wir die ganze Zeit nur von Werksklub, Kommerz, RB, Bayer oder Hopp in Hoffenheim reden? In England gibt es gefühlt in jedem Klub einen oder mehrere Investoren."

Er hat das Gefühl, die Mäzene der Klubs werden zu oft pauschalisiert und abgestempelt. "Jeder Mensch darf seine Meinung zu Entwicklungen haben. Das ist absolut richtig, und nicht alles ist gut. Aber es geht um Respekt, und der ist teilweise komplett verloren gegangen. Den tödlich verunglückten Klubboss von Leicester haben beispielsweise alle geliebt und falls nicht, dann respektiert."

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Seit Ende September hat Bernd Leno kein Spiel in der Premier League verpasst.
Seit Ende September hat Bernd Leno kein Spiel in der Premier League verpasst. (Quelle: Sportimage/imago-images-bilder)

"Einfach nur schade"

Leno zieht dazu noch eine Parallele in die Bundesliga: "In Deutschland meinen einige Vollidioten, die für mich keine Fans sind, in jedem Spiel gegen Hoffenheim Dietmar Hopp aufs Übelste beleidigen zu müssen. Einen Mann, der mit extrem viel Geld soziale Projekte und die Gesellschaft fördert. Das ist einfach nur schade."


Hopp wurde beim Spiel der TSG Hoffenheim gegen Borussia Dortmund von einzelnen Fans beleidigt und beschimpft. Der BVB wurde daraufhin mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro und einem Ausschluss der Fans für die nächsten drei Spiele in Sinsheim auf Bewährung bestraft.

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