Sie sind hier: Home > Sport > Fußball > Fußball international >

Premier League: Sheffield United erhielt Geld von Bin-Laden-Familie

Aufregung in England  

Traditionsklub erhielt Millionen von Bin-Laden-Familie

17.05.2019, 15:27 Uhr | t-online.de, lr

Premier League: Sheffield United erhielt Geld von Bin-Laden-Familie. Prinz Abdullah bin Mosaad bin Abdulaziz Al Saud: Das Mitglied des saudischen Königshauses besitzt 50 Prozent der Anteile am Traditionsklub Sheffield United. (Quelle: Getty Images/Chris Brunskill)

Prinz Abdullah bin Mosaad bin Abdulaziz Al Saud: Das Mitglied des saudischen Königshauses besitzt 50 Prozent der Anteile am Traditionsklub Sheffield United. (Quelle: Chris Brunskill/Getty Images)

Die Investoren streiten um die Macht beim Premier-League-Aufsteiger Sheffield United. Im Rahmen einer Gerichtsverhandlung werden nun brisante Details über die Geldquellen des Klubs enthüllt.

Sportlich hat Sheffield United gerade nach zwölf Jahren die Rückkehr in die Premier League geschafft. Doch hinter den Kulissen tobt ein erbitterter Streit zwischen den beiden Eigentümern des Traditionsklubs: Kevin McCabe und dem saudischen Prinzen Abdullah bin Mosaad bin Abdulaziz al Saud.

Ein Thema vor Gericht: eine Investition des saudischen Prinzen in Höhe von drei Millionen Pfund, umgerechnet etwa 3,4 Millionen Euro. Konkret ging es offenbar um die Frage, ob die Summe zurückgezahlt werden muss.

Co-Investor will nichts von Geldquelle gewusst haben

Ja, sagte Abdullahs Anwalt laut englischen Medien – schließlich sei das Geld nicht vom saudischen Prinzen, sondern von der Familie des früheren Terroristen und Al-Qaida-Anführers Osama bin Laden geliehen worden. Diese ist ursprünglich in der Baubranche reich geworden, mehrere Verwandte des inzwischen getöteten Terroristen führen heute einen Mischkonzern mit mehr als 200.000 Mitarbeitern.

Während vor Gericht über die Frage gestritten wird, ob und unter welchen Bedingungen die Summe zurückgezahlt werden muss, beschäftigt die englische Öffentlichkeit längst die moralische Dimension des Falls: Darf ein großer Fußball-Klub Geschäfte mit der Familie eines früheren Terroristen-Anführers machen?


Vor Gericht beteuerten die Anwälte von Co-Investor McCabe übrigens, die Herkunft der drei Millionen Pfund sei unklar gewesen – und die Summe sei als Finanzspritze ohne Pflicht auf Zurückzahlung erklärt worden. Von der Gegenseite vorgelegte E-Mails legen allerdings offenbar das Gegenteil nahe.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
iPhone Xs für 159,95 €* im Tarif MagentaMobil L
von der Telekom
Anzeige
Erstellen Sie jetzt 500 Visiten- karten schon ab 14,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal