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Paris Saint-Germain: Al-Khelaifi offenbar wegen Korruption angeklagt

Laut Medienbericht  

PSG-Boss droht Anklage wegen Korruption

23.05.2019, 13:01 Uhr | sid

Paris Saint-Germain: Al-Khelaifi offenbar wegen Korruption angeklagt. PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi war früher Tennisspieler und ist, neben seiner Tätigkeit bei PSG, auch Präsident des katarischen Tennisverbandes. (Quelle: imago images)

PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi war früher Tennisspieler und ist, neben seiner Tätigkeit bei PSG, auch Präsident des katarischen Tennisverbandes. (Quelle: imago images)

Paris Saint-Germain könnte Ärger ins Haus stehen. Präsident Nasser Al-Khelaifi steht offenbar im Fokus von Korruptionsermittlungen. Dabei geht es allerdings nicht um seine Tätigkeit im Fußball.

Dem katarischen Präsidenten des französischen Fußballmeisters Paris Saint-Germain, Nasser Al-Khelaifi, droht nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP eine Anklage wegen "aktiver Korruption". Dabei geht es um die Vergabe der Leichtathletik-WM 2019 nach Doha, AFP beruft sich auf eine Justizquelle.

Zwei Zahlungen über insgesamt 3,1 Millionen Euro

Al-Khelaifi sei über das sogenannte "mis en examen" per Post informiert worden. Der französische Justizvorgang hat keine eindeutige deutsche Entsprechung und führt nicht automatisch zu einem Gerichtsprozess. Allerdings drückt der offizielle Vorgang aus, dass die Staatsanwaltschaft glaubt, starke Beweise für ein Fehlverhalten zu haben.

Im Kern geht es offenbar um zwei Zahlungen in einer Gesamthöhe von 3,5 Millionen Dollar (umgerechnet rund 3,1 Millionen Euro) aus dem Jahr 2011, die an eine Sportvermarktungsfirma von Papa Massata Diack, Sohn von Lamine Diack, gegangen sein sollen. Damals bewarb sich Doha um die Leichtathletik-WM 2017, die letztlich an London vergeben wurde. 2014 erhielt die Hauptstadt Katars aber den Zuschlag für die WM 2019 (27. September bis 6. Oktober).



Al-Khelaifi war im Rahmen der Ermittlungen bereits befragt worden, da ihm zusammen mit seinem Bruder das Unternehmen Oryx Qatar Sports Investments gehört. Die Firma soll die Überweisung an die Agentur Diacks getätigt haben.

Erst am Dienstag hatte AFP berichtet, dass auch gegen den ehemaligen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack, und Yousef Al-Obaidly, Geschäftsführer des katarischen Medienkonzerns beIN, im Rahmen der Korruptionsermittlungen Anklage erhoben wurde. Al-Obaidly hat die Vorwürfe zurückgewiesen, Diack steht derzeit in Frankreich unter Hausarrest.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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