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Diego Maradona (†60): Die zehn größten Skandale der Fußball-Ikone

Erinnerungen an die Fußball-Ikone  

Das waren die zehn größten Skandale Maradonas

Von Kim Steinke

26.11.2020, 18:31 Uhr
Diego Maradona (†60): Die zehn größten Skandale der Fußball-Ikone. Diego Maradona (hier bei der WM 1994): Zeit seines Lebens beschäftigte der Fußballer die Klatschspalten der Zeitungen. (Quelle: imago images/Werek)

Diego Maradona (hier bei der WM 1994): Zeit seines Lebens beschäftigte der Fußballer die Klatschspalten der Zeitungen. (Quelle: Werek/imago images)

Diego Maradona ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Das argentinische Nationalidol gehört zu den besten Fußballspielern aller Zeiten. Doch genau so wie seine sportliche Extraklasse gehörten auch Skandale zu ihm.

Das Fußball-Genie Diego Maradona erlag am Mittwoch im Alter von nur 60 Jahren einem Herzstillstand. Der Fußball war eine regelrechte Droge für den argentinischen Spieler, doch die Kontrolle, die er auf dem Platz behielt, verlor er außerhalb. Maradona ist nicht nur für seine Erfolge bekannt, sondern fiel auch durch Rauschgiftkonsum und Tätlichkeiten auf.

Zu Maradonas zehn größten Momenten in seiner Fußballkarriere gehört auch die Kehrseite, die zahlreichen Skandale. t-online blickt auf den rasanten Absturz Diego Maradonas nach seinem Karriereende zurück.

Die zehn skandalösesten Vorfälle: Diego Maradonas bewegter Abstieg

1991: Kokain im Urin 

Die Kokainsucht des großen Helden war für die neapolitanischen Tifosi längst kein Geheimnis mehr. Ihr Klub, der SSC Neapel, gewann bis auf den italienischen Pokal nie etwas und da Maradona für die langersehnten Erfolge sorgte, kümmerten die Eskapaden außerhalb des Platzes niemanden. So wird Diego Maradona 1991 des Kokainmissbrauchs überführt, nachdem Rückstände in seinem Urin erfasst worden waren. Im Anschluss erhält er eine 15-monatige Sperre.

1994: WM-Teilnahme in Gefahr

1994 offenbart der Spielmacher seine Aggressivität und bringt damit seine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in den USA in Gefahr. Vor seinem Haus in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires schießt Maradona auf dort kampierende Journalisten. Er verletzt fünf Menschen.

1994: Selbes Spiel, selbe Droge   

Diego Maradonas vierte WM-Teilnahme endet vorzeitig und abrupt. (Quelle: imago images/Werek)Diego Maradonas vierte WM-Teilnahme endet vorzeitig und abrupt. (Quelle: Werek/imago images)

Maradona bestreitet 1994 in den USA seine vierte WM. Doch das Turnier endet vorzeitig nach nur zwei Vorrundenspielen. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Gruppengegner Nigeria wird der damals 33-Jährige zu einem Dopingtest gebeten und nach positivem Ergebnis von der Fifa vom Turnier ausgeschlossen.

2000-2005: Wenn der Körper nicht mehr mitspielt

In Kuba (hier 2003) präsentierte Maradona stolz seine Tätowierung mit dem Konterfei des damaligen kubanischen Staatschefs Fidel Castro. (Quelle: imago images/Soccer Weekly)In Kuba (hier 2003) präsentierte Maradona stolz seine Tätowierung mit dem Konterfei des damaligen kubanischen Staatschefs Fidel Castro. (Quelle: Soccer Weekly/imago images)

Nachdem Maradona im Jahr 2000 nach einer Überdosis Kokain einen Herzinfarkt erleidet, hält er sich vier Jahre für eine Entziehungskur auf Kuba auf. Der mittlerweile übergewichtige Argentinier sagte jedoch 2005, ein Jahr nach seinem Abschied aus Kuba: "Ich war, bin und werde immer drogenabhängig sein."

2005: Aggressiver Maradona wird festgenommen

Maradona verpasst am Flughafen in Rio De Janeiro seinen Flug und wütet. Er zerstört Teile einer VIP-Lounge, beleidigt das Personal der Fluggesellschaft und wird nach einer Rangelei festgenommen.

2005: Horrende Forderungen für ein Benefizspiel

Maradona wird zum Abschieds-Benefizspiel von Julio Cesar eingeladen, so wie unter anderem auch David Beckham. Nur, dass der einstige "Goldjunge" nicht für den guten Zweck auflaufen will. Maradona verlangt stattdessen eine Gage in Höhe von 200.000 US-Dollar – und wird direkt wieder ausgeladen.

2010: Maradona und die Journalisten – eine niemals endende Hassliebe

Maradonas Verhältnis zur Presse ist seit jeher problematisch. Nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika lässt "Diegito" Dampf ab und pöbelt vulgär in Richtung Journalisten: "Denjenigen, die nicht an mich geglaubt haben, sage ich: Ihr könnt mir einen blasen."

2010: Orakel-Krake Paul stirbt – Maradona freut's

Nach der bitteren 0:4-Niederlage gegen Deutschland ist das Kapitel Nationalmanschaft für Trainer Maradona beendet. (Quelle: imago images/Aflosport)Nach der bitteren 0:4-Niederlage gegen Deutschland ist das Kapitel Nationalmanschaft für Trainer Maradona beendet. (Quelle: Aflosport/imago images)

Nach einer Verkleinerung seines Magens macht Maradona einen wesentlich fitteren Eindruck – und kehrt ins Fußballgeschäft zurück: er wird Nationaltrainer Argentiniens. Bei der WM 2010 fliegt Maradona mit der "Albiceleste" nach einem 0:4 gegen Deutschland aus dem Turnier. Der Argentinier wird daraufhin gefeuert und gibt die Schuld dem verstorbenen Orakel-Kraken Paul: "Ich bin froh, dass du von uns gegangen bist. Es war deine Schuld, dass wir die WM verloren haben."

2014: Vorwurf der Steuerhinterziehung

Bei einer Pressekonferenz legen Maradona und seine Anwälte 2014 Dokumente vor, die den Vorwurf der Steuerhinterziehung die Grundlage entziehen sollen. (Quelle: imago images/Insidefoto)Bei einer Pressekonferenz legen Maradona und seine Anwälte 2014 Dokumente vor, die den Vorwurf der Steuerhinterziehung die Grundlage entziehen sollen. (Quelle: Insidefoto/imago images)

Maradona wird 2014 Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der italienische Fiskus fordert 39 Millionen Euro. Der einstige Superstar verteidigt sich: "Der ursprünglich strittige Betrag ist ganz von der SSC Neapel im Rahmen einer Steueramnestie 2003 gezahlt worden." Trotz der Verteidigung werden Maradona bei Besuchen in Italien teure Uhren und Schmuck abgenommen.

2018: Mittelfinger bei der WM in Russland

Bei der WM 2018 lässt sich Diego Maradona zu vulgären Szenen hinreißen. (Quelle: imago images/Itar-Tass)Bei der WM 2018 lässt sich Diego Maradona zu vulgären Szenen hinreißen. (Quelle: Itar-Tass/imago images)

Das Gruppenspiel gegen Nigeria entscheidet Argentinien nach dem entscheidenden Treffer von Marcos Rojo mit 2:1 für sich. Maradona, im Stadion zugegen, hält es in seiner Freude nicht auf dem Platz. Er lehnt sich über die Balustrade seiner VIP-Loge und zeigt der gegnerischen Mannschaft beide Mittelfinger.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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