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Afrika-Cup wird ĂŒberschattet von Corona und Konflikten

Von dpa
Aktualisiert am 06.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Fordert mehr Respekt fĂŒr den Afrika-Cup: Gernot Rohr.
Fordert mehr Respekt fĂŒr den Afrika-Cup: Gernot Rohr. (Quelle: Omar Zoheiry/dpa./dpa)
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YaoundĂ© (dpa) - Inmitten der Omikron-Welle und begleitet von Sorgen um bewaffnete Konflikte in Kamerun ringt der Afrika-Cup um seinen Stellenwert im Weltfußball.

Die Euphorie fĂŒr das Kontentalturnier vom 9. Januar bis 6. Februar mit Weltstars wie Liverpools Mohamed Salah (Ägypten) und Manchester-City-Angreifer Riyad Mahrez (Algerien) wird von den europĂ€ischen Spitzenclubs nicht geteilt. "Der Afrika-Cup verdient mehr Respekt. Vom sportlichen Wert und von der PopularitĂ€t in Afrika her ist das Turnier fĂŒr mich ein Höhepunkt im internationalen Fußball", sagte der langjĂ€hrige nigerianische Nationaltrainer Gernot Rohr der Deutschen Presse-Agentur.

Afrika-Cup vergleichbar mit EM

Das Problem ist bei jeder Ausgabe der mit der Europameisterschaft vergleichbaren Afrika-Endrunde dasselbe: Speziell die britschen Clubs stellen wĂ€hrend der Saison viele Spieler ab, weil sie es mĂŒssen. "Gibt es ein anderes Turnier, das so wenig respektiert wird wie der Afrika-Cup?", fragte der englische Ex-Nationalspieler Ian Wright - und sprach von einer "rassistisch gefĂ€rbten" Diskussion.

In diesem Jahr sind die Sorgen wegen der Corona-Lage im zudem innenpolitisch instabilen Gastgeberland Kamerun noch grĂ¶ĂŸer - nach Ansicht vieler Spieler und Experten aber das falsche Signal.

Der Ex-Frankfurter SĂ©bastien Haller, StĂŒrmer der ElfenbeinkĂŒste und beim niederlĂ€ndischen Fußballclub Ajax Amsterdam, kritisierte in einem Interview "den Mangel an Respekt fĂŒr Afrika", wenn Spieler gefragt werden, ob sie nicht lieber im Land ihres Vereins bleiben wollen. "Jeder europĂ€ische Verein, der einen afrikanischen Spieler verpflichtet, weiß um diese Problematik", sagte der nigerianische Sportjournalist Osasu Obayiuwana der ARD-"Sportschau".

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Es sei "schlicht respektlos, wenn stĂ€ndig und immer wieder ĂŒber die Daseinsberechtigung des Afrika-Cups diskutiert wird. Die Vereine bewegen sich auf einem weltweit akzeptierten Markt. Und wenn sie einen Spieler verpflichten, mĂŒssen sie dessen Herkunft und Kultur respektieren", sagte Obayiuwana. Rohr Ă€ußerte: "Der Zeitpunkt des Afrika-Cups mitten in der Saison ist sicher ein Faktor, man sollte aber akzeptieren, dass es internationale Wettbewerbe gibt, die nicht unbedingt im Juni ausgetragen werden."

Der FC Liverpool muss neben Salah auch auf Sadio ManĂ© (Senegal) verzichten. Beide Spieler zĂ€hlen mit ihren Nationen zu den Favoriten. Ägypten gilt mit sieben Titeln im Cup als erfolgreichstes afrikanisches Team. Senegal musste sich vor drei Jahren Titelverteidiger Algerien im Finale (0:1) geschlagen geben.

Corona-Sorgen in Kamerun

Eigentlich wird das Event alle zwei Jahre ausgetragen - 2021 wurde es wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben. Kamerun, das vor dem Ersten Weltkrieg eine deutsche Kolonie war und spĂ€ter von Frankreich und Großbritannien untereinander aufgeteilt wurde, kĂ€mpft weiterhin gegen die Pandemie - und der hochansteckenden Omikron-Variante. Das zentralafrikanische Land hat laut der Gesundheitsorganisation Africa CDC seit Pandemiebeginn knapp 109.000 Infektionen registriert, von denen rund 1850 tödlich endeten.

In dem fußballbegeisterten Land mit seinen rund 28,5 Millionen Einwohnern dĂŒrfte die Dunkelziffer nach SchĂ€tzungen von Experten jedoch höher liegen. Zudem sind laut ARD-"Sportschau" in Kamerun nicht einmal drei Prozent der Bevölkerung geimpft.

Bereits vor dem Turnierauftakt hat das senegalesische Nationalteam seine Anreise verschoben. Die Spieler Pape Sarr, Nampalys Mendy und Mame Thiam wurden genauso wie sechs Personen aus dem Betreuerstab positiv getestet. Stadien sollen zu 80 Prozent bei Kamerun-Spielen und zu 60 Prozent bei allen anderen Partien ausgelastet werden - Zutritt nur fĂŒr Geimpfte mit negativem Test.

Auch Sicherheitslage unklar

Neben den Debatten ĂŒber Spielerabstellungen und Corona wird das Turnier weiter von der unklaren Sicherheitslage belastet. Kameruns Norden wird seit Jahren von Unruhen und Angriffen auf die Zivilbevölkerung erschĂŒttert. Ende 2016 hatten die zwei grĂ¶ĂŸten englischsprachigen Regionen bekanntgegeben, dass sie sich abspalten und ein neues Land namens Ambazonia grĂŒnden wollen. Englischsprachige Einwohner Kameruns beklagen seit langem, dass sie wie BĂŒrger zweiter Klasse behandelt wĂŒrden und in dem hauptsĂ€chlich französischsprachigen Kamerun weniger staatliche Mittel erhielten.

Immer wieder kommt es zu Protest, gegen den die SicherheitskrĂ€fte teils mit Gewalt vorgehen. Zudem verĂŒben Separatisten immer wieder Angriffe. Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass mindestens 30.000 Menschen vor gewaltsamen Auseinandersetzungen im Norden des Landes in den benachbarten Tschad geflĂŒchtet sind. Die Sicherheit in den Austragungsorten wurde daher verstĂ€rkt. In den sozialen Medien machten bereits höhnische Bilder die Runde, die das Maskottchen Mola in schusssicherer Weste sowie in Begleitung schwer bewaffneter Soldaten beim Flanieren durch die Straßen zeigte.

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