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DFB | Theo Zwanziger vor neuem Prozess um die "Sommermärchen-Affäre"


Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger
"Vor dieser Wahrheit habe ich keine Angst"

Von sid
29.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Theo Zwanziger: Der 78-Jährige war von 2004 bis 2012 Präsident des DFB.Vergrößern des BildesTheo Zwanziger: Der 78-Jährige war von 2004 bis 2012 Präsident des DFB. (Quelle: brennweiteffm/imago-images-bilder)
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Der Prozess um die "Sommermärchen-Affäre" geht in die nächste Runde. Dabei steht auch Theo Zwanziger im Fokus. Doch der ist von der Verhandlung ganz entspannt.

Am Montag steht der Beginn der Wiederaufnahme des Prozesses rund um die "Sommermärchen-Affäre" an. Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger zählt zu den Angeklagten. Der 78-Jährige beteuert weiter seine Unschuld. "Seit über acht Jahren werden meine Kollegen und ich mit Spekulationen und zum Teil völlig falschen Verdächtigungen überzogen", sagte der 78-Jährige dem Sport-Informations-Dienst. Die Hauptverhandlung sei "die große Chance, dass endlich die Wahrheit auf den Tisch kommt. Und vor dieser Wahrheit habe ich keine Angst."

Am Montag beginnt das Verfahren gegen Zwanziger sowie den ehemaligen DFB-Chef Wolfgang Niersbach und den langjährigen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt vor dem Landgericht Frankfurt/Main. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio "Hinterziehung bzw. Beihilfe zur Hinterziehung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer für das Jahr 2006 vor". Niersbachs Anwälte teilten am Mittwoch mit, dass sie mit einem Freispruch rechnen.

Das Verfahren wird fortgesetzt, nachdem das Oberlandesgericht Frankfurt im Mai den Einstellungsbeschluss des Landgerichts vom 27. Oktober 2022 aufgehoben hatte. Das Landgericht hatte das Verfahren mit Blick auf das "Doppelbestrafungsverbot" eingestellt. Gegen Niersbach, Zwanziger und Schmidt war zuvor ein Strafverfahren in der Schweiz aufgrund der Verjährung eingestellt worden.

Die Ermittlungen zu den Geldflüssen rund um die WM 2006 in Deutschland ziehen sich bereits mehrere Jahre hin. Konkret geht es um 6,7 Millionen Euro, die 2005 vom deutschen WM-Organisationskomitee über die Fifa mutmaßlich an den früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus überwiesen wurden. Exakt diese Summe war drei Jahre zuvor offenkundig in Form von Vorleistungen von Chef des Organisationskomitees Franz Beckenbauer und Louis-Dreyfus an den früheren Fifa-Funktionär Mohamed bin Hammam nach Katar geflossen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
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