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WM 2022 in Katar: 16 Tage Fußball – warum es mir langsam reicht


Es reicht!

  • Noah Platschko
Von Noah Platschko

Aktualisiert am 07.12.2022Lesedauer: 3 Min.
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Cristiano Ronaldo: Der Superstar spielte beim 6:1 gegen die Schweiz keine Rolle. (Quelle: IMAGO/Peter Dovgan)
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An 16 Tagen hintereinander war unser Autor bei einem WM-Spiel. Am Mittwoch ist Ruhetag – ein dringend notwendiger.

Guten Morgen aus Doha,

die Partie zwischen Spanien und Marokko markierte für mich einen Abschluss. Nicht etwa, dass ich nach dem Ausscheiden der Spanier nun die Heimreise antreten müsste. Aber es ist das Ende einer Serie. Seit dem 21. November habe ich jeden Tag ein Spiel dieser Weltmeisterschaft besucht. Von Senegal – Niederlande über Deutschland – Costa Rica hin zum Ausscheiden der Spanier am Dienstagabend.

Die Pause, die nun auf mich zukommt, ist keine gewollte. Der heutige Mittwoch markiert den ersten fußballfreien Tag seit dem Eröffnungsspiel. Doch Körper und Kopf signalisierten bereits seit Tagen: Es reicht! Und das aus mehreren Gründen.

Bei den letzten Weltmeisterschaften in Russland (2018) und Brasilien (2014) gab es zwischen der Gruppenphase und der ersten K.o.-Runde, dem Achtelfinale, einen freien Tag. Der wurde in Katar gestrichen. Der Grund: Das Turnier soll rechtzeitig vor der Weihnachtszeit vorüber sein. Dadurch haben weder Journalisten noch Sportler in den ersten gut zwei Wochen auch nur einen Tag frei. Auch für die Spieler wäre ein Ruhetag elementar. Denn selbst wenn sie nicht auf dem Rasen der Arenen stehen, müssen sie sich täglich mit möglichen Gegnern im weiteren Turnierverlauf auseinandersetzen. Das sorgt für Müdigkeit – nicht nur in den Beinen, sondern auch im Kopf. Zudem kann ein freier Tag auch den weltweiten Zuschauern vor den Bildschirmen nicht schaden, um wieder so richtig Hunger auf Fußball und die entscheidende Turnierphase zu bekommen.

Ein Aspekt, der ebenfalls schwer wiegt, ist die Eintönigkeit der Ereignisse. Wer 16 Tage lang jeden Tag ein Fußballspiel im Stadion verfolgt, der wird zum Opfer der Macht der Gewohnheit. Die immer gleiche von der Fifa eingespielte Popmusik (wer in naher Zukunft "A Sky Full of Stars" von Coldplay anmacht, bekommt eine Ansage von mir), der vor Spielbeginn aufs Feld gefahrene brennende WM-Pokal (damit haben sie irgendwann aufgehört), die Austauschbarkeit der Stadien.

16 Spiele an 16 Tagen am Stück: unser Autor ist Fußball-müde.
16 Spiele an 16 Tagen am Stück: Unser Autor ist fußballmüde. (Quelle: Noah Platschko /privat)

Vor allem Letzteres ist ein Aspekt, der Fußballromantikern ein Dorn im Auge ist. Die Neubauten wirken beliebig austauschbar. Nur wenige Spielorte, darunter das Lusail-, das Khalifa- oder auch das 974-Stadion, vermitteln das Gefühl, an einem einzigartigen Ort zu sein. Der Großteil der Arenen hätte genauso gut in Frankreich, Spanien oder Saudi-Arabien stehen können. Von den vielen Zuschauern im Thawb mal abgesehen, deutet nichts darauf hin, dass diese WM im arabischen Raum stattfindet.

Klar, mich hat niemand gezwungen, jedes dieser Spiele anzugucken. Und Sportjournalist zu sein, ist mein Traumberuf. Müßig, darüber zu diskutieren, ob mich auch in einem anderen Land die Müdigkeit befangen hätte. Dass ich bislang noch kaum auf die fußballerischen Aspekte eingegangen bin, spricht für sich. Denn bis auf das frühe deutsche Aus (ausgerechnet!) sowie das sensationelle Weiterkommen der Marokkaner gegen Spanien hat das Turnier nur wenige Überraschungen zu bieten. Mir fehlt das Besondere.

WM-Anekdote

In einem dramatischen Elfmeterschießen hat sich Marokko gegen Spanien durchgesetzt – und damit Geschichte geschrieben. Noch nie zuvor standen die Nordafrikaner im Viertelfinale einer WM. Das live im Stadion zu erleben, war für mich dann doch ein absolutes Highlight. Und auch vor den Toren des Education-City-Stadions kannte die Freude keine Grenzen mehr. Wenn Sie an dieser Freude teilhaben wollen, klicken Sie einfach hier oder auf den Tweet unter diesem Text.

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Heutige WM-Spiele

Spielfrei

Weitere Hinweise

Wie nun schon mehrfach erwähnt, gönnt sich die WM eine Verschnaufpause. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, sollten Sie das Turnier nicht ohnehin boykottieren, mal einen Blick auf den Fußball der Frauen zu richten. Um 21 Uhr deutscher Zeit empfängt der FC Bayern in der Champions League den Vorjahresfinalisten aus Barcelona. Streamingsender DAZN zeigt die Partie kostenfrei auf seinem YouTube-Channel. Viel Spaß!

Die WM in Katar hat begonnen. t-online ist vor Ort und berichtet über das brisanteste Turnier der Fußballgeschichte. Mit dem WM-Push verpassen Sie keine News mehr. Hier können Sie ihn abonnieren.

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Hintergrund zum Beitrag

Am WM-Ausrichterland Katar wird viel Kritik geübt, manche Beobachter fordern einen Boykott. t-online berichtet ausführlich, aber kritisch über die Weltmeisterschaft – weil Millionen Fußballfans sich über die Spiele freuen und weil die Missstände in Katar und bei der Fifa beleuchtet werden sollten.

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