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WM 2014: Wer schläft mit wem im Campo Bahia des DFB?


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Die große Frage: Wer schläft mit wem?

t-online, tht

Aktualisiert am 10.06.2014Lesedauer: 3 Min.
Das deutsche WM-Lager in Campo Bahia
Das deutsche WM-Lager in Campo Bahia (Quelle: dpa-bilder)
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Aus Santo André (Brasilien) berichtet Thomas Tamberg

Oliver Bierhoff wollte auf der ersten Pressekonferenz im deutschen WM-Quartier in Campo Bahia partout nicht preisgeben, welche Spieler zusammen in einem Häuschen wohnen. Der DFB habe noch nie darüber informiert, wer bei Turnieren wie und mit wem wohnt, also würde man dies auch dieses Mal nicht tun, teilte der Manager der Nationalmannschaft mit. Es sei doch eine schöne Aufgabe für die Journalisten, das herauszufinden.


Foto-Show: Das ist Joachim Löws endgültiger WM-Kader

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern, 28 Jahre)
Tor: Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund, 33 Jahre)
+21

Die Belegung der Wohneinheiten ist also noch nicht durchgesickert, dafür aber einige wichtige Regeln, wie sich die Spieler während der WM zu verhalten haben.

Erstmals in der DFB-Geschichte wohnen die Spieler bei einem großen Turnier nicht gemeinsam in einem Hotel, sondern in kleinen Wohngemeinschaften zusammen. Zu diesem Zweck hat Bundestrainer Joachim Löw seine alten Haudegen in die Pflicht genommen. Kapitän Lahm, Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger sowie Per Mertesacker und Miroslav Klose wurden beauftragt, entsprechende Sechser-Wohngruppen zusammenzustellen.

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Endlich einmal Teamgeist schaffen

Was sich die Verantwortlichen beim DFB von dieser Maßnahme erhoffen ist klar: mehr Teamgeist. "Die Spieler müssen mehr selbst entscheiden, es findet viel mehr Kommunikation statt", stellte Bierhoff bereits nach einem Tag fest.

Auch Hansi Flick gewinnt dieser Maßnahme Positives ab. "Wir reden sehr viel miteinander, auf und neben dem Platz. Das Team coacht sich selbst. So etwas braucht man bei einer WM", sagte der Co-Trainer. Flick sieht darin im Gegensatz zu früheren Turnieren "einen großen Unterschied". Insbesondere die EM 2012 spukt den Verantwortlichen wohl noch im Hinterkopf herum, als sich Bayern- und Dortmund-Spieler nicht wirklich grün waren.

Verhaltenscodex auf Camp

Damit das harmonische Zusammenleben nicht gestört wird, hat Löw zusätzlich einige wichtige Verhaltensregeln für die Zeit in Brasilien aufgestellt. Wie die "Welt" berichtet, sind Kolumnen egal in welchem Medium strengstens untersagt. Die Kleiderordnung schreibt der DFB vor, eigene Hemden oder Hosen sind verboten.

Die wenigen Spieler, die rauchen - so wie der Bundestrainer auch - dürfen dies im Camp nur zu gewissen Zeiten und an festgelegten Orten tun. Alkohol gibt es zwar in den Apartments der Nationalspieler, doch in der Minibar findet sich nur eine kleine Menge Bier und Wein. Starker Stoff ist nicht dabei.

Twitter und Facebook ist ein bisschen erlaubt

Eine große Bedeutung spielt der Umgang mit der Öffentlichkeit. Nach wie vor ist man beim DFB auf der Suche nach dem Maulwurf. So war während der EM in Polen und der Ukraine die Aufstellung stets vor Anpfiff in der "Bild"-Zeitung zu lesen. Auch dieses Mal droht dieses Szenario. Daher musste jeder Spieler sein Privathandy abgeben und bekam ein DFB-Telefon überreicht. Man wird spätestens beim ersten Spiel gegen Portugal sehen, ob dies etwas genutzt hat.

Twitter und Facebook dürfen die Stars zwar nutzen, aber auch hier gilt: Posten von Aufstellung oder Taktik ist verboten. So möchte der DFB den Frieden im Campo Bahia sicherstellen.

Die Jagd nach den WG-Namen

Und vielleicht geben die Spieler mit in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Fotos dann doch Hinweise, wer mit wem zusammenwohnt.

Bierhoff verriet nur soviel: Sein Haus teilt er sich mit Löw, Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke. Und freut sich darüber, dass auch die Kommunikation direkter ist. Und sollte es kleine Probleme geben, können sie schnell aus der Welt geschafft werden. "Wenn Hansi die Musik zu laut hat, klopfe ich einfach an die Tür". Ob ihn das in fünf Wochen auch noch so begeistert? Wahrscheinlich schon, schließlich würde es bedeuten, dass Deutschland ziemlich weit in diesem Turnier gekommen wäre. "Gedanklich", so Bierhoff, "habe ich mich auf fünfeinhalb Wochen eingestellt."

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