t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomeSportFußballZweikampf der Woche

FC Bayern München: Die neue Stärke des Rekordmeisters


Die neue Stärke des FC Bayern


Aktualisiert am 08.08.2022Lesedauer: 1 Min.
Interview
Was ist ein Pro & Kontra?

Die subjektive Sicht zweier Autoren auf ein Thema. Niemand muss diese Meinungen übernehmen, aber sie können zum Nachdenken anregen.

Player wird geladen
Start geglückt: Sadio Mané feiert nach dem 6:1 bei Eintracht Frankfurt mit den Bayern-Fans. (Quelle: t-online)

Der FC Bayern wird wohl keinen Mittelstürmer mehr holen. Ist das die richtige Entscheidung?

Zwei Spiele, zwei Siege, elf Tore – der FC Bayern München ist schon zum Saisonstart auf Flughöhe und versetzt die Konkurrenz in Angst und Schrecken. Und das wohlgemerkt ohne Weltfußballer und Mittelstürmer Robert Lewandowski, den der Verein zum FC Barcelona verkauft hat.

Viele Offensivstars, keiner davon ist klassischer Mittelstürmer

Die Verantwortlichen bei Bayern sind sich offenbar einig: Sie werden keinen weiteren Mittelstürmer verpflichten, um Lewandowski eins zu eins zu ersetzen. Stattdessen setzen sie auf neue Flexibilität mit diversen Allroundern – mit den Nationalspielern Serge Gnabry, Thomas Müller, Leroy Sané, Jamal Musiala sowie Kingsley Coman und den Neuzugängen Mathys Tel und insbesondere Sadio Mané, der vom FC Liverpool kam. All diese Stars sind Offensivspieler, keiner davon ist ein klassischer Mittelstürmer.

Der "Zweikampf der Woche" – ab heute auch im Free-TV bei Sport 1 als Teil des neuen Fußball-Talks "Rudi Brückner – Der Talk am Montag". Beginn der Sendung: 21 Uhr.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei Sat.1: "Wir sind gut besetzt. Auch, wenn der Transfermarkt noch bis Ende August auf ist." Er hat offenbar auch die Ergänzungsspieler Joshua Zirkzee und Eric Maxim Choupo-Moting noch auf der Rechnung, auch wenn die beiden sportlich im Vergleich zur Konkurrenz doch stark abfallen. Für die Bundesliga wird das reichen, da sind sich Experten und Fußballfans einig. Aber ist das auch genug für die Champions League?

Die entscheidende Frage: Ist es richtig, dass der FC Bayern keine echte Nummer neun mehr verpflichtet?

Pro
Florian WichertStellvertretender Chefredakteur

Ja, Bayern würde sich der größten Stärke berauben

Natürlich fehlen dem FC Bayern die 50 Lewandowski-Tore aus der vergangenen Saison. Zumal der Klub von Gerd Müller über Giovane Elber bis Lewandowski fast immer starke Mittelstürmer hatte. Auch jetzt hatte er die Chance, mit Cristiano Ronaldo einen Stürmer für 30 bis 40 Tore zu holen.

Aber: Bayern wird wohl keine Nummer neun mehr holen und das ist auch gut so. Die 11 Tore in den ersten beiden Saisonspielen haben gezeigt: Der FC Bayern ist vorne unfassbar schnell, wahnsinnig kreativ und vor allem extrem flexibel. Mehr sogar, als er es mit Lewandowski war.

Gnabry, Coman, Sané, Müller, Tel und Mané – alle können ganz vorne spielen und alle sind torgefährlich. Gerade Mané ist genau wie Lewandowski ein Mann für die entscheidenden Tore. Achtung, überraschender Fakt: In den vergangenen fünf Jahren hat Mané in der K.-o.-Phase der Champions League 15 Tore geschossen, Lewandowski nur 13. Und im Notfall sitzen ja auch noch Zirkzee und Choupo-Moting auf der Bank.

Ganz entscheidend für die neue Offensivpower: Jamal Musiala hat offenbar den nächsten riesigen Schritt Richtung Weltklasse gemacht. Die neue Stärke des FC Bayern ist, dass er nicht ausrechenbar ist – und die würde man sich mit einer klaren Nummer neun nehmen. Zumal es außer Ronaldo kein entsprechendes Kaliber auf dem Markt gibt.

Für Dortmund schon, für die Ansprüche des FC Bayern nicht.

Kontra
Robert HiersemannBereichsleiter Entwicklung

Nein, denn gerade für die großen Spiele braucht Bayern einen echten Mittelstürmer

Der FC Bayern ist für die Bundesliga gerüstet. Sadio Mané, Thomas Müller, Serge Gnabry, Leroy Sané und Jamal Musiala werden die gegnerischen Abwehrreihen durcheinanderwirbeln, massig Tore schießen und am Ende – mal wieder – deutscher Meister sein.

Aber was passiert, wenn es in der Champions League an die wirklich großen Partien geht? Viertelfinale gegen Real Madrid, Halbfinale gegen Manchester City. Das sind andere Kaliber als Leverkusen oder Frankfurt. Erst in diesen Spielen treffen die Bayern auf Abwehrreihen von Weltklasseformat. Und dann werden sie schnell zu spüren bekommen, dass man ohne echten Mittelstürmer schnell auf Granit beißt.

Und wenn selbst Feingeist Pep Guardiola sich einen Stoßstürmer wie Haaland ins Team holt, muss da doch was dran sein.

Robert Lewandowski war einer, der gerade in den engen Spielen die wichtigen Tore geschossen hat. Er erzielte Treffer aus unmöglichen Winkeln, so wie es kaum ein anderer Angreifer auf diesem Planeten kann. Tore, die auf Weltniveau den Unterschied ausmachen. So einen brauchst du.

Solch einen Stürmer haben die Bayern nun nicht mehr. Tel und Choupo-Moting können das nicht leisten. Es klafft ein gewaltiges Loch im Kader. Und deshalb sollte Salihamidzic noch einmal genau darüber nachdenken, ob er nicht doch noch einen Mittelstürmer von internationalem Format verpflichtet. Den Gewinn der Königsklasse kann er ansonsten nämlich schon jetzt abhaken.

Wer hat recht?

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Teilen Sie Ihre Meinung mit
Welche Meinung zum Thema haben Sie? Schreiben Sie eine E-Mail an Lesermeinung@stroeer.de

Transparenzhinweis
  • Im „Zweikampf der Woche“ kommentieren wir wöchentlich ein aktuelles Fußballthema. Sehen Sie den Schlagabtausch auch im Video — am Montag ab 19.30 Uhr im Rahmen der „Sport 1 News“ bei Sport 1 oder ab Montagnachmittag hier oben im Artikel.
Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website