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FC Bayern: Welche Stars holt sich der Verein in der Transferphase?


Bayern braucht diese neuen Stars

  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann, Florian Wichert

Aktualisiert am 26.12.2022Lesedauer: 1 Min.
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Verletzte, Enttäuschte und drohende Abgänge: Bei Bayern brodelt es. Müssen die Verantwortlichen auf die Entwicklungen der Winterpause reagieren?

Der FC Bayern ist unter Hochdruck auf der Suche nach einem neuen Torwart für die Rückrunde, nachdem sich Kapitän Manuel Neuer im Urlaub einen Unterschenkelbruch zugezogen hat – so viel steht fest. Der deutsche Rekordmeister hat allerdings noch eine Reihe weiterer Probleme und offener Fragen.

Braucht er noch einen neuen Verteidiger, weil auch der französische Nationalspieler Lucas Hernández für den Rest der Saison ausfällt? Muss er sich schon auf einen Abschied von Rechtsverteidiger Benjamin Pavard vorbereiten, der mit einem zeitnahen Wechsel liebäugelt? Wann kommt Stürmer Sadio Mané nach seiner Verletzung zurück? Müssen die Verantwortlichen ohnehin Reize setzen, nachdem diverse Stars eine WM-Enttäuschung erlitten haben und kaum auf der Höhe sein können?

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Sportvorstand Hasan Salihamidzic sagte zuletzt im Interview mit "Sport Bild": "Ich bin bekanntlich kein Freund von der Winter-Transferperiode. Aber es ist während der WM-Pause einiges passiert, also schließe ich nichts aus. Wir versuchen, das Beste für unsere Mannschaft zu machen. Wir werden alle Optionen prüfen. Vor allem auf der Torwartposition, aber nicht nur dort." Das führt zu der Frage:

Muss der FC Bayern im Winter auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Pro
Florian Wichert
Florian Wichert

Ja, Bayern braucht dringend neue Stars

Die WM und die Bundesliga-Pause haben einen großen Verlierer hervorgebracht: den FC Bayern. Sieben DFB-Stars schleppen die Bürde der Vorrunden-Blamage mit sich herum, Kapitän Neuer und Abwehrstar Hernández verpassen den Rest der Saison, Kingsley Coman hat im Finale einen entscheidenden Elfmeter versemmelt, Mané ist immer noch verletzt.

Was für ein Dilemma, in dem sich die Bosse jetzt befinden.

Sie müssen dringend handeln, um der angeschlagenen Mannschaft auf die Beine zu helfen.

Unbedingt notwendig: ein neuer Torwart, der langfristig die Nummer eins werden kann. Die Kandidaten heißen Bono (Sevilla), Gregor Kobel (Dortmund) und Kevin Trapp (Frankfurt). Dazu muss ein Innenverteidiger kommen. Auf Pavard kann Bayern nicht mehr zählen, mit Upamecano und de Ligt bleiben nur zwei gestandene Spieler. Leipzigs Josko Gvardiol wäre die perfekte Lösung, hat allerdings einen Marktwert von 75 Mio. Euro.

Auch im Angriff herrscht dringender Handlungsbedarf. Kandidaten: Brasilien-Star Raphinha, der beim FC Barcelona noch keinen Stammplatz hat. Und: Argentiniens WM-Held Julian Alvarez, der bei Manchester City nur die Nummer zwei im Sturmzentrum hinter Erling Haaland ist. Sollten die nicht zum Verkauf stehen, klappt vielleicht zunächst ein Leihgeschäft. Ansonsten eben eine günstigere Alternative.

Aber: Drei Stars müssen schon her, wenn der deutsche Serienmeister auch international Erfolg haben will. Die Bayern müssen jetzt einfach kreativ werden.

Kontra
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Nein, worüber reden wir hier überhaupt?

Der FC Bayern thront in der Bundesliga über allen anderen Vereinen an der Tabellenspitze, zog ohne Punktverlust trotz schwerer Gegner wie Mailand und Barcelona durch die Champions-League-Gruppenphase und steht im DFB-Pokal-Achtelfinale. Worüber reden wir hier überhaupt? Der deutsche Rekordmeister ist national wieder einmal das Maß aller Dinge und auch international ist sehr viel möglich. Das wurde mit dem aktuellen Kader erreicht. Die Mannschaft ist sehr gut besetzt. Transfers im Winter sind total unnötig.

Man braucht trotz der Neuer-Verletzung nicht mal einen neuen Torwart. Denn für Situationen wie die aktuelle hat der Klub einst Sven Ulreich verpflichtet. Einen Profi, der in vielen anderen Mannschaften Stammtorhüter wäre und mehrfach bewiesen hat, dass er Neuer gut ersetzen kann. Einen besseren als ihn wird Bayern nicht finden.

Zudem sind die Transfermöglichkeiten im Winter doch arg begrenzt. Einen adäquaten Ersatz für Benjamin Pavard oder einen tollen Offensivspieler, der den FC Bayern wirklich voranbringt, wird Hasan Salihamidzic kaum verpflichten, denn kein Verein auf dieser Welt gibt freiwillig seine Topspieler mitten in der Saison ab. Jeder mögliche Neuzugang wäre höchstens Mittelmaß, und nach diesem Qualitätslevel sucht ein Weltverein wie der aus München eben nicht.

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Hintergrund zum Beitrag

Im "Zweikampf der Woche" kommentieren Florian Wichert und Robert Hiersemann wöchentlich ein aktuelles Fußballthema.

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