Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeSportFußballZweikampf der Woche

Jerome Boateng mit Problemen - Rückkehr in die Bundesliga


Er sollte es akzeptieren

  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann, Florian Wichert

Aktualisiert am 10.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Jérôme Boateng: Steht aktuell bei Olympique Lyon unter Vertrag. Aber wie lange noch?
Jérôme Boateng: Steht aktuell bei Olympique Lyon unter Vertrag. Aber wie lange noch?
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild für einen TextSchlagerstar nach Ehe-Aus im LiebesurlaubSymbolbild für einen TextNach 118 Jahren: Kultlokal muss schließenSymbolbild für einen TextEx-Nationalspieler ist tot
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Weltmeister Boateng soll in Frankreich vor dem Aus stehen. Bayern hat aufgrund des Mazraoui-Ausfalls ein akutes Problem in der Verteidigung. Eine Win-win-Situation?

In weniger als zwei Wochen tritt der FC Bayern in Leipzig an und eröffnet damit den 16. Bundesliga-Spieltag. Es ist die Rückkehr zum Ligaalltag nach mehr als zwei Monaten Pause aufgrund der Winter-WM in Katar. Und gerade für den Rekordmeister sind die Nachwehen des Turniers besonders heftig. Neben Kapitän Manuel Neuer (Schien- und Wadenbeinbruch), Sadio Mané (Sehnenriss), Lucas Hernandez (Kreuzbandriss) und dem grippegeplagten Marcel Sabitzer fällt nun auch noch Noussair Mazraoui auf unbestimmte Zeit aus. Der Marokkaner spielte für sein Heimatland eine grandiose WM, schaffte den Sprung bis ins Halbfinale. Nun aber verkündete Bayern, dass der Rechtsverteidiger aufgrund einer Herzbeutelentzündung nicht mit ins Trainingslager fliegen konnte.

"Ein Riesenausfall, weil er ein sehr wichtiger Spieler ist", erklärte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. "Wir werden aufarbeiten, wie das passieren konnte. Er bekommt die Zeit, die er braucht, um es vollständig auszukurieren. Mit so einem Thema muss man sehr vorsichtig umgehen." Benjamin Pavard wird die Lücke auf der rechten Seite wohl zunächst stopfen, allerdings ist der Franzose nicht in Topform. Bei der WM flog er nach dem ersten Spiel aus der Startformation. Außerdem hegt er trotz laufenden Vertrags bis 2024 laut "Kicker" Abschiedsgedanken, soll in Kontakt mit dem FC Barcelona stehen. Ist das der Mann, auf den Trainer Julian Nagelsmann hinten rechts noch setzen sollte? Immerhin stehen bereits im Februar die extrem wichtigen Champions-League-Achtelfinal-Partien gegen Paris Saint-Germain an.

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Oder aber legt der FC Bayern in der Wintertransferphase noch mal nach? Viele Kandidaten sind nicht auf dem Markt. Einer der wenigen ist Jérôme Boateng. Der 34-Jährige soll beim französischen Erstligisten Olympique Lyon vor dem Aus stehen. Olympique-Sportddiorektor Juninho sagte am Montag gegenüber dem französischen TV-Sender RMC Sport zur Verpflichtung von Boateng: "Wenn ihr mich fragt, ob wir einen Fehler gemacht haben, ja, wir haben alle zusammen einen Fehler gemacht." Nach einem Bericht von "Footmercato" will der Traditionsverein den Verteidiger, der sowohl zentral als auch auf der rechten Seite spielen kann, noch in der Winterpause abgeben. Was zur Frage führt:

Sollte der FC Bayern Jérôme Boateng zurückholen?

Pro
Florian Wichert
Florian Wichert

Ja, Bayern befindet sich in einer Notsituation

Er ist wegen Körperverletzung verurteilt, weil er die Mutter seiner Zwillinge mehrfach geschlagen hat. Damit hat er sich in jeglicher Hinsicht für ein Engagement im deutschen Fußball und darüber hinaus disqualifiziert.

Trotzdem ergibt eine sofortige Rückholaktion aus Sicht des FC Bayern Sinn. Für den sind der sportliche Erfolg und die Solidarität innerhalb der Bayern-Familie wichtiger als die Unbescholtenheit seiner Mitarbeiter. Seine Rückkehr wäre überraschend, aber gut.

Zur Bayern-Familie gehört Boateng nach zehn gemeinsamen Jahren. Und der Erfolg ist aktuell massiv gefährdet. Bayern befindet sich in einer Notsituation. Hernández und Mazraoui fallen aus, Pavard will weg, Sarr und Stanišić sind zu schlecht.

Es bleiben nur zwei Innen- und kein Rechtsverteidiger. Viel zu wenig.

Boateng hat die Erfahrung, das Stellungsspiel und die Physis, um Bayern in der Rückserie zu helfen. Boateng kostet keine Ablöse und würde für ein stark leistungsbezogenes Gehalt kommen. Ein anderer Spieler auf dem Niveau wäre viel teurer.

Dazu kennt Boateng den Verein in- und auswendig. Er hat das Bayern-Gen und den Ehrgeiz, den Bossen zu beweisen, dass sie ihn zu Unrecht haben ziehen lassen. Zu verlieren hat Bayern dabei nichts. Im schlimmsten Fall sitzt er als erfahrener Backup auf der Bank. Im besten Fall macht er jedes Spiel und Bayern zum Kandidaten für den Champions-League-Titel.

Kontra
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Nein, die große Zeit von Boateng ist längst vorbei

Man könnte hier jetzt ausführlich über die privaten Verfehlungen von Jérôme Boateng schreiben, um klarzumachen, dass er keiner mehr für Bayern ist. Aber das ist gar nicht nötig. Bleiben wir sportlich. Boateng hat in dieser Saison nur vier Partien für Lyon absolviert, ansonsten war er entweder verletzt oder fehlte aus anderen Gründen. Die große Zeit von Boateng ist längst vorbei. So ein Spieler hilft Bayern München nicht weiter. Und hätten die Verantwortlichen des Rekordmeisters in ihm eine Stütze für die nächsten Jahre gesehen, hätten sie ihn im Jahr 2021 doch gar nicht erst gehen lassen, sondern seinen auslaufenden Vertrag verlängert. Boateng jedenfalls wollte damals in München bleiben.

Für Trainer Julian Nagelsmann ist es aktuell viel wichtiger, Benjamin Pavard nach der für ihn enttäuschenden WM wieder in die Spur zu bekommen. Denn der Franzose ist in Topform eine echte Hilfe. Nicht umsonst hat er vor WM-Start ja auch 13 der 16 Ligaspiele für Bayern absolviert. Und außerdem dürfen sich alle Bayern-Fans auf die Rückkehr von Noussair Mazraoui freuen. Er hat bei der WM bewiesen, wie gut er sein kann. Er wird zwar einige Zeit fehlen, aber auch nicht ewig. Bayern ist für die Rückrunde auch ohne weiteren Rechtsverteidiger gut gerüstet.

Boateng hingegen sollte langsam akzeptieren, dass seine Fußballkarriere endet. Einen Topverein wird er nicht mehr finden, und alles andere sollte er sich nicht mehr antun.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Hintergrund zum Beitrag

Im "Zweikampf der Woche" kommentieren Florian Wichert und Robert Hiersemann wöchentlich ein aktuelles Fußballthema.

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Nie mehr Bayern
  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann, Florian Wichert
FC BarcelonaFC Bayern MünchenFrankreichJulian NagelsmannManuel NeuerOlympique LyonParis SGWM 2022
Fußball - Deutschland


t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website