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DHB-Team begeistert - Fernseh-Phänomen Handball: Warum die WM Rekorde bricht

DHB-Team begeistert  

Fernseh-Phänomen Handball: Warum die WM Rekorde bricht

22.01.2019, 13:54 Uhr | dpa

DHB-Team begeistert - Fernseh-Phänomen Handball: Warum die WM Rekorde bricht. Nicht nur die Fans in der Halle sind vom DHB-Team begeistert.

Nicht nur die Fans in der Halle sind vom DHB-Team begeistert. Foto: Federico Gambarini. (Quelle: dpa)

Köln (dpa) - Die neue Handball-Begeisterung der deutschen Fernsehzuschauer lässt sich in Zahlen ausdrücken.

Vor einer Rekord-Kulisse hat die deutsche Mannschaft am Montag den Einzug in das Halbfinale der WM geschafft und dabei im Fernsehen erstmals die Zehn-Millionen-Marke geknackt. Die Live-Übertragungen des 22:21-Sieges der DHB-Auswahl gegen Kroatien sahen 10,02 Millionen Menschen im ZDF und sorgten für einen Marktanteil von 30,4 Prozent. So viele Zuschauer gab es noch nie vor der K.o.-Runde einer WM.

Die neue Handball-Begeisterung lässt sich auch in Worten ausdrücken. "Mit so einem Erfolg haben wir nicht gerechnet", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur. "Dass Handball in Deutschland populär ist, wussten wir natürlich, aber so viele Zuschauer hätten wir nicht erwartet." Auch ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky findet "das Interesse beeindruckend".

Selbst die Fernseh-Fachleute sind verblüfft. "Es ist überraschend, dass die Zahlen schon so früh so eine Höhe erreicht haben", gab der ZDF-Sportchef zu. Und auch Balkausky sagte: "Dieser große Erfolg hat sogar uns überrascht und zeigt, dass die Rückkehr der Handball-WM in die öffentlich-rechtlichen Programme ein richtiger und wichtiger Schritt war." Bei den beiden vorherigen Weltmeisterschaften gab es nur Übertragungen im Bezahl-Fernsehen (2015) und im Internet (2017).

Als es zuletzt eine Handball-WM im frei zu empfangenden Fernsehen zu sehen gab, waren die Quoten bescheidener. 2013 schauten bei den Vorrundenspielen im Schnitt 4,02 Millionen zu. Und auch bei der Heim-WM 2007 waren es in der Vorrunde (4,57 Millionen) deutlich weniger TV-Zuschauer als jetzt. Selbst in der Hauptrunde kam keine Übertragung auf mehr als sieben Millionen. Die große Euphorie setzte erst später ein und führte beim Finale zu 16,16 Millionen TV-Zuschauern.

Noch ein Zahl zum Vergleich: Der Wert des Kroatien-Spiels am Montag lag weit über dem fernsehwirksamsten Hauptrunden-Spiel der WM 2007. Damals hatten 6,49 Millionen Menschen die Übertragung der Hauptrunden-Partie Deutschland gegen Frankreich gesehen. Erst im Halbfinale wurde die Zehn-Millionen-Marke geknackt.

Warum ist Handball so erfolgreich? "Die Menschen finden unsere Handballer cool, weil sie eine hohe Bodenhaftung haben und nahbar sind. Das sind Idole zum Anfassen", sagte Fuhrmann und hatte einen kleinen Seitenhieb für den Fußball parat: "Andere Mannschafts-Sportarten können sich davon eine Scheibe abschneiden."

Die Handball-Sendungen sind sogar erfolgreicher als die Fußball-Bundesliga mit dem Bayern-Spiel gegen Hoffenheim am Freitag live im ZDF. Nur mit WM-Übertragungen wie zuletzt 2018 ist Fußball deutlich beliebter als Handball.

"Die Dramatik des Spiels ist einfach zu verfolgen", benannte der ZDF-Sportchef einen der Erfolgsfaktoren des Handballs im Fernsehen. "Es gibt viel Action und Athletik, und teilweise Akrobatik wie bei Andreas Wolff, wenn der die Beine bis auf Kopfhöhe schleudert." Und vor allem, sagte Fuhrmann: "Es ist irre spannend."

Begeistert von den Rekord-Quoten sind nicht nur die Fernsehsender, sondern auch die Handballer. "Wir sind jetzt dort, wo wir hin wollten", kommentierte DHB-Vizepräsident Bob Hanning: "Wir hatten zehn Millionen Zuschauer im Schnitt und 13 Millionen in der Spitze." Auch Hanning hatte einen Verweis zum Fußball parat: "Das brauchen wir, um den Abstand zur Lieblingssportart zu verkürzen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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