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Handball-EM 2020: Das ist Lettlands gefährlichster Spieler


Vor Lettland-Spiel  

Dieser Spieler will Deutschland aus dem Turnier werfen

Von Cian Hartung

13.01.2020, 17:39 Uhr
Handball-EM 2020: Das ist Lettlands gefährlichster Spieler. Selbst von drei spanischen Gegenspielern nicht zu stoppen: Lettlands Starspieler Dainis Kristopans (weißes Trikot) im Spiel gegen Spanien. (Quelle: imago images/Bildbyran)

Selbst von drei spanischen Gegenspielern nicht zu stoppen: Lettlands Starspieler Dainis Kristopans (weißes Trikot) im Spiel gegen Spanien. (Quelle: Bildbyran/imago images)

Im Entscheidungsspiel muss das DHB-Team auf Lettlands Starspieler Kristopans aufpassen. Der 2,15-Meter-Riese ist bislang Topscorer der EM – und weiß nur zu gut, wie er Spiele allein entscheiden kann.

Die letzte Partie der EM-Vorrunde ist für das deutsche Team ein Endspiel um den Einzug in die Hauptrunde. Denn nach der 26:33-Niederlage gegen Spanien braucht die Auswahl von Bundestrainer Prokop gegen Lettland unbedingt einen Sieg – sonst droht bereits das Aus in der Vorrunde.

Selbst von drei spanischen Gegenspielern nicht zu stoppen: Lettlands Starspieler Dainis Kristopans (weißes Trikot) im Spiel gegen Spanien. (Quelle: imago images/Bildbyran)Selbst von drei spanischen Gegenspielern nicht zu stoppen: Lettlands Starspieler Dainis Kristopans (weißes Trikot) im Spiel gegen Spanien. (Quelle: Bildbyran/imago images)

In dem Entscheidungsspiel könnte für die Deutschen vor allem ein Spieler brandgefährlich werden, nämlich Lettlands Topstar Dainis Kristopans – die 2,15 Meter große Tormaschine aus dem Baltikum. 

Der 135 Kilo schwere Rückraumspieler ist dank seiner Körpergröße und Durchschlagskraft schwer zu stoppen. "Kristopans zählt auf seiner Position zu den besten der Welt", zeigte sich DHB-Torhüter Andreas Wolff vor dem Aufeinandertreffen am Montag (18:15 Uhr im Liveticker auf t-online.de) bereits ehrfürchtig.

Volksheld, Pokalsieger und "Monster"

Der Linkshänder warf die lettische Nationalmannschaft im Juni 2019 im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Slowenien mit 13 Treffern fast im Alleingang zur Europameisterschaft. Im selben Jahr gewann er mit seinem Verein Vardar Skopje aus Mazedonien die Handball-Champions-League. Dabei hatte er mit 94 Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg seines Teams. Nach dem Pokaltriumph postete der Hüne auf Instagram ein Bild, auf dem er mit Siegertrophäe über der Schulter, Medaille um den Hals und freiem Oberkörper im Flugzeug sitzt und mit dem Kopf beinahe an die Kabinendecke stößt.

Seit dem Titelerfolg gilt Kristopans als Volksheld in Lettland. Zur kommenden Saison wechselt der Topscorer zu Uwe Gensheimers Ex-Verein, dem Scheich-Klub Paris St. Germain, und wird zu einem der bestbezahlten Handballer der Welt aufsteigen.

Bei der aktuellen Europameisterschaft gehört der 29-Jährige mit 14 Treffern zu den Topscorern des Turniers. Gegen Spanien fügte ihm Abwehrspieler Moros eine blutige Nase zu, doch Kristopans juckte das wenig und netzte trotzdem sieben Mal ein.

Passend dazu gab die norwegische Tageszeitung "Dagbladet" ihm am nächsten Tag den Spitznamen "Das Monster". Auch die Niederländer konnten den Riesen im nächsten Gruppenspiel nicht stoppen und seine sieben Treffer verhindern.

"Anders ist er nicht zu stoppen"

Meist lauert Kristopans im rechten Rückraum nahe der Seitenlinie, nimmt ein paar Schritte Anlauf und steigt zum knallharten Abschluss hoch. Doch der Mann mit der Nummer zehn kann auch mehrere Abwehrspieler des Gegners auf sich ziehen und so Freiraum für seine Mitspieler schaffen, die dann wiederum den Abschluss suchen.

Doch wie kann das DHB-Team Kristopans stoppen? "Wir dürfen nicht stehen bleiben und versuchen ihn zu blocken. Dafür ist er zu groß und hat einen zu harten Wums im Arm", sagte DHB-Abwehrspezialist Paul Drux dem Handball-Podcast "Kreis Ab".  "Wir müssen versuchen, ihn aus dem Spiel zu halten, aggressiv gegen ihn zu verteidigen und versuchen, ein Foul hinzukriegen. Anders ist er nicht zu stoppen", so der linke Rückraumspieler der Füchse Berlin.

Lettland will Deutschlands Spielverderber werden

Kristopans aus der Partie zu nehmen, könnte einer der Schlüssel der Partie werden. Denn abseits ihres Weltklassespielers haben die Letten nur einen durchschnittlichen Kader: Kaum ein Spieler verdient sein Geld bei einem europäischen Topteam – Torhüter Edgars Kuksa spielt gar beim deutschen Drittligisten OHV Aurich.

Zwar hat die deutsche Mannschaft mehr spielerische Qualität und die Letten sind bereits aus dem Turnier ausgeschieden. Dennoch muss das DHB-Team hochkonzentriert spielen, denn Lettland hat nichts zu verlieren – und wird alles daran setzen, als Spielverderber für die Deutschen in die Geschichte dieser Europameisterschaft einzugehen.

Verwendete Quellen:

 

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