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Relegation: "Bitterer Abend" für Nürnberg - Frankfurt feiert

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Unrühmlicher Rekord für FCN  

"Bitterer Abend" für FCN - Frankfurt feiert

24.05.2016, 07:00 Uhr | dpa, t-online.de, sid

Relegation: "Bitterer Abend" für Nürnberg - Frankfurt feiert. Die Nürnberger Spieler lassen die Köpfe hängen. (Quelle: dpa)

Die Nürnberger Spieler lassen die Köpfe hängen. (Quelle: dpa)

Unrühmlicher Rekord für den 1. FC Nürnberg: Der Club schaffte es als erste Mannschaft in der Relegation zur Bundesliga nicht, in zwei Spielen auch nur einen Schuss aufs gegnerische Tor zu bringen.

Gegen Eintracht Frankfurt setzte es für die Franken eine verdiente 0:1 (0:0)-Heimpleite. Im Hinspiel hatten sich beide Mannschaften 1:1 getrennt.

"Spieler konnten sich nicht durchsetzen"

Dementsprechend war die Stimmungslage bei den Gastgebern. "Die Spieler haben alles probiert, aber sie konnten sich einfach nicht durchsetzen. Punkt. Schluss. 180 Minuten haben wir es nicht geschafft, uns gegen die Abwehr und gegen die Gegenspieler durchzusetzen und für Torgefahr zu sorgen", bilanzierte Nürnbergs Trainer René Weiler.

Vier Tage nach dem Remis in Frankfurt waren die Qualitätsunterschiede zwischen beiden Teams unübersehbar. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles unternommen, was in ihrer Macht und ihrem Körper steckte", sagte Weiler weiter. "Wir haben am oberen Limit gespielt, wir haben viel rausgeholt in dieser Spielzeit."

"Ein richtig bitterer Abend"

Beim FCN herrschte nach dem verpassten Aufstieg Enttäuschung pur. "Es ist ein richtig bitterer Abend", sagte Stürmer Guido Burgstaller, während Sportvorstand Andreas Bornemann resümierte: "Es ist schade für die Mannschaft, weil sie eine tolle Saison gespielt hat, am Ende aber nicht so belohnt wurde, wie sie es verdient gehabt hätte."

Auch die Fans machten ihrem Unmut Luft und pfiffen angesichts der defensiven Spielweise des Clubs, die am Ende nicht aufging. "Ich war schon am Donnerstag in Frankfurt. Das war schon null Leistung. Das war für den Arsch, das war nur Glück. Und das heute war Null-Komma-Null. Ich kann nicht auf Null zu Null spielen. Da ist doch klar, dass ich von Frankfurt eine drauf krieg. Mit der Leistung wären wir in der Ersten Liga eh abgestiegen", polterte ein Anhänger.

Bei der Eintracht herrschte indes Erleichterung und Freude. Mann des Tages war Haris Seferovic, der in der 66. Minute die Hessen ins Glück schoss. "Ich freue mich für die Mannschaft, die Fans und die Stadt. Der Druck war schon sehr, sehr groß", sagte der Schweizer erleichtert.

Marco Russ erfolgreich operiert

Es war auch ein Erfolg für den an einem Tumor erkrankten Verteidiger Marco Russ, der im Rückspiel Gelb-gesperrt fehlte und bereits operiert wurde. "Er hat gesagt, dass er wohlauf ist", berichtete Trainer Niko Kovac, der die Hessen vor dem fünften Abstieg der Vereinsgeschichte bewahrte.

Der SGE-Coach, der Anfang März für den entlassenen Armin Veh übernommen hatte, freute sich über das Happy End für seine Mannschaft. "Ich bin überglücklich. Über zwei Spiele waren wir besser, haben aber nicht die Riesen-Chancen herausgespielt", sagte Kovac.

Die Frankfurter verdienten sich die Rettung mit der besseren fußballerischen Leistung und bescherten ihrem scheidenden Vorstandschef Heribert Bruchhagen zum Abschied ein Happy End.

Bobic folgt auf Bruchhagen

Auch der 67-Jährige war erleichtert und stolz. "Es wäre fatal gewesen und ungerecht, wenn wir nach diesen beiden Spielen abgestiegen wären", sagte Bruchhagen der nach fast 13 Jahren an der Vereinsspitze sein Amt niederlegt.

Sein Nachfolger wird wohl Fredi Bobic heißen. Diesen erwarte "eine schwere Aufgabe", so Bruchhagen. "Die Zeiten sind schwieriger geworden für die Eintracht, aber sie ist ein stabiles Gebilde. Mein Wunsch ist, dass sich weiter Euphorie zeigt bei der Eintracht mit einem Schuss Bescheidenheit und dass sie weiter gute Geschichten schreibt."

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