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Rummenigge: Fußballer als mögliche Vorbilder beim Impfen

Von dpa, aj

Aktualisiert am 10.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Karl-Heinz Rummenigge: Der Boss des FC Bayern schlägt vor, Fußballspieler zuerst impfen zu lassen.
Karl-Heinz Rummenigge: Der Boss des FC Bayern schlägt vor, Fußballspieler zuerst impfen zu lassen. (Quelle: imago images/Sascha Walther)
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Karl-Heinz Rummenigge hat vorgeschlagen, Bundesliga-Profis bei der Corona-Impfung zu bevorzugen. In den sozialen Netzwerken löst der Bayern-Boss damit eine Debatte aus.

Fußballprofis könnten nach Ansicht von Karl-Heinz Rummenigge Vorbilder bei der Impfung gegen das Coronavirus sein. "Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeister FC Bayern bei "Sport1". "Denn ich weiß als ehemaliger Fußballer, was der Körper für einen Sportler bedeutet: Alles! Wir wollen uns überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten."


FC Bayern: Was diese ehemaligen Stars heute machen

t-online.de hat sich 20 ehemalige Spieler des deutschen Rekordmeisters herausgesucht und aufgeschrieben, was sie heute machen. Tobias Rau beispielsweise, 2003 bis 2005 im Verein, unterrichtet heute in der Nähe von Bielefeld an einer Gesamtschule Biologie und Sport.
Thomas Helmer (1992–1999): Jahrelang eine Bank in der Defensive des FC Bayern. Zuletzt moderierte der Europameister von 1996 die Sport1-Kultsendung "Doppelpass", im Sommer 2021 gab er sie jedoch an Florian König ab. Helmer ist dennoch weiterhin für Sport1 als Moderator im Einsatz, moderiert unter anderem den "Doppelpass on Tour", den Sport1-Fantalk oder auch die Spiele des DFB-Pokals.
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Es würden bei der Impf-Debatte zwei Dinge auffallen. "Aktuell haben wir offensichtlich noch zu wenig Impfstoff, und ein Teil der Bevölkerung betrachtet das Impfen aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen noch kritisch", sagte Rummenigge (65). "Hier kann der Fußball aber etwas ganz Wichtiges leisten und mit gutem Vorbild vorangehen."

Spitzensportler sind in der aktuellen Impfverordnung mit Einteilung in verschiedene Gruppen nicht priorisiert. Vorrang haben zunächst Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen sowie alle Menschen über 80. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen Erwachsenen in Deutschland, die geimpft werden wollen, ein Angebot machen zu wollen.

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Idee sorgt für Wirbel in den sozialen Netzwerken

In den sozialen Netzwerken löste der Bayern-Boss mit seinen Äußerungen bei vielen Menschen Empörung aus. "Unglaubliche Frechheit! Pflegepersonal geht am Stock. Selbst im eigenen Sport gehen Amateure gerade durch die größte Krisen und Rummenigge und Co? Kriegen den Hals nicht voll genug, um eine sinnlose Club-WM, später EM zu spielen und Stars das 100ste Tattoo stechen zu lassen", schrieb ein Nutzer auf Twitter. "Herr Rummenigge führt die Tradition der Überhöhung des Fußballs fort und zeigt wieder einmal eindrucksvoll die Abgehobenheit seiner Zunft," schrieb ein anderer.

Andere befürworteten die Idee, Spieler als Vorbilder zu nutzen. "Die Vorbildfunktion von Promis darf man nicht unterschätzen. Wenn in Kürze die Lieferengpässe wegfallen, wird das wieder sehr wichtig und die Impfbereitschaft erhöhen. Ist halt leider so", schrieb ein Leser auf Twitter. Andere wiesen auch darauf hin, dass es der Fußball-Boss betont habe, es gehe nicht darum, sich vorzudrängeln.

Für den Bundesliga-Fußball hofft Rummenigge auf entscheidende Vorteile durch die Corona-Impfung. "Je mehr geimpft wird, desto mehr Zuschauer könnten eines Tages ohne jegliche Angst ins Stadion zurückkehren", sagte er. "Wir beim FC Bayern sind daran interessiert, nicht nur aus finanziellen, sondern aus Gründen der Fußballkultur, Atmosphäre und Emotionen in die Stadien zurückzubringen." Er glaube, "dass es spätestens ab Mitte des Jahres die realistische Chance gibt, wieder mit Zuschauern zu spielen".

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