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Schmerzen nur im Bett: Konkurrenz verzweifelt an Pogacar

Von dpa
Aktualisiert am 12.07.2021Lesedauer: 3 Min.
FĂ€hrt seinen Konkurrenten weiter voraus: Tadej Pogacar.
FĂ€hrt seinen Konkurrenten weiter voraus: Tadej Pogacar. (Quelle: David Stockman/BELGA/dpa./dpa)
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Andorra la Vella (dpa) - Am zweiten Ruhetag der Tour de France hatte Dominator Tadej Pogacar den Wunsch nach ungewöhnlichen Schmerzen.

"Ich hoffe, ich kann so lange schlafen, dass es mir weh tut, weil ich so lange im Bett gelegen habe", sagte der TrĂ€ger des Gelben Trikots. Wenn ihn schon die Konkurrenz nicht ans Limit bringt, dann doch wenigstens die Matratze im FĂŒrstentum Andorra.

Vor den entscheidenden PyrenĂ€en-Etappen hat Pogacar mehr als fĂŒnf Minuten Vorsprung vor dem nĂ€chsten Konkurrenten. Und es ist nicht so, als wĂŒrden sie es nicht versuchen. Der Kolumbianer Rigoberto Uran, der DĂ€ne Jonas Vingegaard und Richard Carapaz aus Ecuador - sie alle machten vor dem Ruhetag im Hochgebirge Druck auf Pogacar, allen radelte er leichtfĂŒĂŸig hinter. "Ich fĂŒhle mich gut, das ist Pech fĂŒr die anderen", sagte Pogacar unbeeindruckt.

Hitze als "grĂ¶ĂŸte Angst"

Den Konkurrenten des Slowenen bleiben noch die BergankĂŒnfte am Col du Portet am Mittwoch, in Luz Ardiden am Donnerstag sowie das Einzelzeitfahren nahe Bordeaux am Samstag. Realistisch betrachtet dĂŒrfte es aber nur noch um Platz zwei gehen. "Meine grĂ¶ĂŸte Angst vor der Tour war, wie ich mit der Hitze umgehen kann", sagte Pogacar nach dem ĂŒber 30 Grad heißen PyrenĂ€en-Auftakt. "Das lief sehr gut. Jetzt habe ich keine Angst mehr."

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Womöglich etwas genervt wird der 22-JĂ€hrige auf die wiederkehrenden Dopingfragen reagieren. Bisher schaltete Pogacar in freundlichem Ton in den Verteidigungsmodus. "Ich werde sehr viel kontrolliert. Ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Ich könnte meine Wattdaten offenlegen, aber die könnten meine Konkurrenten gegen mich verwenden", sagte der Titelverteidiger. Der Chefmediziner seines UAE-Teams, Jeroen Swart, sprang ihm im GesprĂ€ch mit "Cyclingnews" zur Seite: "Man versucht, ein Negativ zu beweisen und das ist nicht möglich. Was soll Tadej anderes sagen?"

Konzentration auf das Wesentliche

Und somit konzentriert sich der Über-Fahrer der aktuellen Tour lieber wieder auf die Etappen. "Wir werden sehen, wie weit meine Reise in Gelb noch gehen wird", sagte Pogacar. Er ließ keinen Zweifel aufkommen, was er meinte: Bis auf die Pariser Champs-ÉlysĂ©es am kommenden Sonntag.

Auf dem Weg dahin wird der junge Vingegaard, ein Teamkollege des nach einem Sturz ausgeschiedenen Tony Martin, auf jeden Fall seine Attacken setzen. Am Mont Ventoux gelang es dem DĂ€nen als bisher einzigem Fahrer, Pogacar zu distanzieren. Mit Ansagen hĂ€lt sich der 24-JĂ€hrige zurĂŒck. "Wir schauen einfach von Tag zu Tag", murmelte er in die Mikrofone.

VerstĂ€ndlich, schließlich ist Vingegaard erst durch das Aus seines KapitĂ€ns Primoz Roglic in die Rolle des AnfĂŒhrers gerutscht. "Jonas ist immer noch super stark. Er kann gut Zeitfahren und an den BergankĂŒnften werden wir mehr Risiken eingehen", versprach sein Teamkollege Sepp Kuss nach seinem Etappensieg in Andorra. Vom Papier her dĂŒrfte Vingegaard am Sonntag eine Stufe unter Pogacar stehen.

Dort rangiert derzeit noch Uran. Der Routinier hat etwas ĂŒberraschend wieder zu der Form zurĂŒckgefunden, die ihm schon 2017 den zweiten Platz bei der Tour ermöglicht hatte. Zwar zeigte der 34-JĂ€hrige SchwĂ€chen bei den explosiven Antritten seiner Konkurrenten am Berg, fand jedoch immer wieder den Anschluss. Nun hofft Uran, dass die KrĂ€fte bis Paris reichen. Auch, wenn es nur noch um Platz zwei geht.

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