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Dritter Weltcup-Sieg f├╝r Biathlet Doll: "Yesss"

Von dpa
Aktualisiert am 22.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Der DSV-Biathlet Benedikt Doll gewinnt den Massenstart beim Weltcup in Antholz.
Der DSV-Biathlet Benedikt Doll gewinnt den Massenstart beim Weltcup in Antholz. (Quelle: Matthias Schrader/AP/dpa./dpa)
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Antholz (dpa) - Erst sch├╝ttelte Benedikt Doll ungl├Ąubig den Kopf, sp├Ąter bei der Siegerehrung war der Schwarzw├Ąlder nach seinem Biathlon-Coup in Antholz hin und weg. "Yesss", schrie der 31-J├Ąhrige und nahm seine Langlaufski in der S├╝dtirol Arena liebevoll in den Arm.

Keinen anderen als den gro├čen Norweger Johannes Thingnes B├ hatte Doll im letzten M├Ąnner-Einzelrennen vor Olympia besiegt, den zw├Âlfmaligen Weltmeister beim Massenstart nicht nur in der Loipe, sondern auch am Schie├čstand so richtig abgekocht. "Der heutige Tag war auf jeden Fall ein absolutes Highlight. Er macht mich sehr stolz", sagte Doll.

In der M├Ąnner-Staffel am Sonntag wird der stolze Sieger genau wie Corona-R├╝ckkehrer Johannes K├╝hn geschont: F├╝r Deutschland laufen dann Roman Rees, Philipp Horn, David Zobel und Lucas Fratzscher. Die ohne drei Olympia-Starterinnen angetretenen Biathletinnen kamen am Samstag auf Platz acht. In der Besetzung Anna Weidel, Franziska Hildebrand, Janina Hettich und Hanna Kebinger war das Quartett nach insgesamt 13 Nachladern 1:08,2 Minuten langsamer als die siegreichen Norwegerinnen. Die Weltmeisterinnen gewannen vor Russland und Frankreich.

Doll: "Ich bin unfassbar gl├╝cklich"

Zuvor lag Doll nach nur einem Schie├čfehler ├╝ber die 15 Kilometer 31,3 Sekunden vor dem Norweger B├Â, der dreimal in die Strafrunde musste und am Ende bei der Jagd auf Doll aufgab. F├╝r Doll war es der insgesamt dritte Weltcup-Sieg. Dritter wurde der Norweger Sturla Holm Laegreid (3 Fehler). In der vergangenen Woche war Doll bereits Sprint-Zweiter beim Heimweltcup in Ruhpolding geworden.

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"Ich bin unfassbar gl├╝cklich", sagte Doll nach seinem ersten Sieg seit ├╝ber zwei Jahren in der ARD. Sp├Ąter freute er sich ├╝ber seine Vorstellung am Schie├čstand. Er habe die Nerven bewahrt, sagte er. Er sei bei sich geblieben und habe sich nicht ablenken lassen. "Und ich habe hintenraus mit einer Null Johannes sozusagen herausgefordert."

Punkte f├╝r das Selbstvertrauen gesammelt

Zum letzten Schie├čen war der gro├če Favorit aus Norwegen als Erster gekommen, doch er musste in die Strafrunde. Diese Chance nutzte Doll, ging nach seinem fehlerfreien Schie├čen als Erster mit sieben Sekunden Vorsprung in die Loipe. "Er hat es noch einmal probiert, aber ich habe gewusst, ich habe heute unfassbar gute Ski, l├Ąuferisch geht es bei mir auch richtig gut", sagte Doll. Der Sprint-Weltmeister von 2017 meinte: "Es ist richtig sch├Ân, dass es mit dem Sieg aufging und nicht nur mit einem Podestplatz." Doll hatte zuletzt am 19. Dezember 2019 den Sprint von Le Grand-Bornand gewonnen.

Jetzt kann Doll die letzte Phase vor den Olympischen Winterspielen in gut zwei Wochen in Peking gelassener angehen. "Mit dem Sieg habe ich Punkte f├╝r mein Selbstvertrauen gesammelt. Ich wei├č jetzt, dass alles passt und kann deshalb entspannter in die n├Ąchsten Tage gehen", sagte Doll.

K├╝hn beim Comeback auf Rang 19

Johannes K├╝hn kam bei seinem Comeback nach seiner Corona-Zwangspause auf Platz 19. Der 30-J├Ąhrige hatte nach sechs Strafrunden 3:21,4 Minuten R├╝ckstand auf seinen Mannschaftskollegen ganz oben auf dem Podest. Roman Rees, der ebenfalls sechs Fehler verbuchte, beendete das 15-Kilometer-Rennen auf Rang 21 mit 3:33 Minuten R├╝ckstand.

"Mir ging es nie wirklich schlecht, aber ich habe doch zwei Tage ein bisschen Husten gehabt", berichtete K├╝hn ├╝ber seine Corona-Erfahrungen. Seit Mittwoch letzter Woche sei alles wieder gut. "Das Rennen ist eigentlich dazu da, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Und dann die n├Ąchsten zwei Wochen bestm├Âglich zu nutzen", sagte K├╝hn, der im Dezember in Hochfilzen den Sprint gewonnen hatte.

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