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Olympische Spiele 2021: Athleten sollen umstrittenen Corona-Passus unterschreiben


Olympische Spiele 2021
Athleten sollen umstrittenen Corona-Passus unterschreiben

Von t-online, sid
31.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Olympiastadion in Tokio: Im Juli sollen hier die Olympischen Spiele eröffnet werden.Vergrößern des BildesOlympiastadion in Tokio: Im Juli sollen hier die Olympischen Spiele eröffnet werden. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
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Das Internationale Olympische Komitee plant für die Spiele im Sommer in Tokio besondere Teilnahmebedingungen. Es geht um mögliche Folgen einer Corona-Erkrankung.

Vor ihrer Teilnahme an den Olympischen Spielen (23. Juli bis 8. August) sollen die Mitglieder aller in Tokio vertretenen Delegationen per Unterschrift auf sämtliche Schadenersatzforderungen im Fall einer Infektion mit Covid-19 verzichten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) nahm in seine unterschriftspflichtigen Teilnahmebedingungen, die Investigativreporter Hajo Seppelt am Sonntag auf seinem Twitterkanal postete, einen neuen Passus auf, in dem es unter anderem um die möglicherweise fatalen Folgen einer Corona-Erkrankung geht.

"Ich erkläre mich damit einverstanden, dass ich an den Spielen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung teilnehme", heißt es darin, "einschließlich schwerer körperlicher Verletzungen oder sogar des Todes (...) durch potenzielle gesundheitliche Gefahren wie der Übertragung von Covid-19 und anderen Infektionskrankheiten oder extremer Hitzebedingungen bei den Spielen (einschließlich der Reise zu/von den Spielen und deren Vorbereitungen), und dass ich alle angemessenen Maßnahmen ergreifen werde, um mich vor den Risiken im Zusammenhang mit meiner Teilnahme zu schützen."

Positionspapier des Vereins Athleten Deutschland

Der Verein Athleten Deutschland hatte Sportlerinnen und Sportler bereits im März davon abgeraten, "Erklärungen zu unterschreiben, mit denen sie die Veranstalter*innen von jeglicher Haftung im Krankheits- oder Todesfall befreien". Risiken könnten zwar nicht vollständig ausgeschlossen werden, "die Teilnahme an den Spielen und den Qualifikationswettbewerben sollte jedoch nicht vollständig auf eigenes Risiko der Athlet*innen geschehen", heißt es in einem Positionspapier.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erklärte, erstmals eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung und eine Unfallversicherung für seine Teammitglieder abzuschließen." Im Mittelpunkt der Planungen für Tokio stünden das Wohl und die Gesundheit der Athleten, das sei in einer weltweiten Schaltkonferenz des IOC mit den 206 NOKs erneut sehr deutlich geworden, hieß es in einer Stellungnahme.

Für die Athleten Deutschland stehen das IOC, das Internationale Paralympische Komitee (IPC), die NOKs und die Veranstalter in der "Pflicht, die Gesundheit der Öffentlichkeit, der Athlet*innen und der Betreuerstäbe zu schützen".

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
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