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Olympia aus der Nacht: Hockey-Herren verlieren, Schwimm-Gold für USA


Olympia 2021  

Schwimm-Gold sorgt für emotionalen Ausbruch

26.07.2021, 10:45 Uhr | t-online, np, dpa

Olympia aus der Nacht: Hockey-Herren verlieren, Schwimm-Gold für USA . Ariarne Titmus: Die Australierin ist zu Olympia-Gold über 400 Meter Freistil geschwommen. (Quelle: Reuters/Aleksandra Szmigiel)

Ariarne Titmus: Die Australierin ist zu Olympia-Gold über 400 Meter Freistil geschwommen. (Quelle: Aleksandra Szmigiel/Reuters)

Am dritten großen Wettkampftag geht es in Tokio heute wieder um Medaillen. Auch deutsche Athletinnen und Athleten kämpfen um die vorderen Plätze. In der Nacht gab es allerdings wenig zu jubeln. Der Überblick. 

Bei Olympia spielten die deutschen Athleten in den ersten Entscheidungen des dritten Finaltages noch keine Rolle. Jubeln durften jedoch die Handballer. Und auch Fechter Peter Joppich sorgte für ein Ausrufezeichen, während das Hockey-Team der Herren eine Niederlage einstecken musste. 

t-online mit dem Überblick über die Ereignisse der Nacht.

Hockey: Die deutschen Herren haben im zweiten Gruppenspiel die erste Niederlage kassiert. Im Duell mit Weltmeister Belgien unterlag das Team von Bundestrainer Kais al Saadi mit 1:3 (0:2), besitzt aber weiter sehr gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale. Martin Häner erzielte im Schlussabschnitt den einzigen deutschen Treffer. Zum Auftakt hatte die DHB-Auswahl mit 7:1 gegen Kanada einen Pflichtsieg eingefahren.

Die deutschen Hockey-Herren mussten sich in ihrem zweiten Gruppenspiel Belgien geschlagen geben.  (Quelle: Reuters/Bernadett Szabo)Die deutschen Hockey-Herren mussten sich in ihrem zweiten Gruppenspiel Belgien geschlagen geben. (Quelle: Bernadett Szabo/Reuters)

Schwimmen: Die Australierin Ariarne Titmus hat überraschend die hohe Favoritin Katie Ledecky geschlagen und ist zu Olympia-Gold über 400 Meter Freistil geschwommen.Die 20-Jährige setzte sich am Montag in 3:56,69 Minuten durch und lag 0,67 Sekunden vor Ledecky. Titmus' Erfolg sorgte bei ihrem Trainer für einen emotionalen Ausbruch.

Bei ihrer Finalpremiere kam Isabel Gose auf einen achtbaren sechsten Platz. Über 100 Meter Brust schieden Anna Elendt und Marek Ulrich in ihren Halbfinal-Läufen aus.

Handball: Die deutschen Männer haben ihren ersten Vorrundensieg gelandet. Die DHB-Auswahl gewann gegen Argentinien mit 33:25 (14:13) und verfügt in der Gruppe A nun über 2:2 Punkte. Beste Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason waren Rechtsaußen Timo Kastening und Marcel Schiller mit jeweils sieben Toren. Nächster deutscher Gegner ist am Mittwoch Frankreich. Der Rekord-Weltmeister kam beim 34:29 gegen Brasilien zum zweiten Erfolg im zweiten Turnierspiel.

Marcel Schiller jubelt: das DHB-Team besiegte Argentinien.  (Quelle: Reuters/Susana Vera)Marcel Schiller jubelt: das DHB-Team besiegte Argentinien. (Quelle: Susana Vera/Reuters)

Tennis: Fünf Jahre nach dem Silbermedaillengewinn von Angelique Kerber hat keine deutsche Spielerin den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Nachrückerin Anna-Lena Friedsam schied am frühen Montagmittag in Tokio als letzte deutsche Teilnehmerin mit einem 1:6, 1:6 gegen die russische French-Open-Finalistin Anastasia Pawljutschenkowa aus. Die 27-Jährige aus Andernach hatte als Einzige aus dem deutschen Damen-Trio den Einzug in die zweite Runde geschafft.

Fechten: Peter Joppich hat im Florett für eine Überraschung gesorgt und das Achtelfinale erreicht. Der Routinier im Team des Deutschen Fechter-Bunds besiegte in der Runde der letzten 32 den an Position drei gesetzten Amerikaner Alexander Massialas mit 15:12. Benjamin Kleibrink hingegen schied gleich in seinem ersten Gefecht aus. Der Olympiasieger von 2008 unterlag dem Ägypter Alaaeldin Abouelkassem im Sechzehntelfinale mit 11:15. Der dritte deutsche Starter, André Sanita, bekommt es in diesem mit dem italienischen Ex-Weltmeister Alessio Foconi zu tun.

Überraschung: Fechter Joppich erreichte das Achtelfinale.  (Quelle: Reuters/Molly Darlington)Überraschung: Fechter Joppich erreichte das Achtelfinale. (Quelle: Molly Darlington/Reuters)

Corona: Drei weitere Athleten sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gaben die Organisatoren am Montag bekannt. Insgesamt gab es 16 weitere Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele. Damit stieg die Zahl der positiven Tests bei den Spielen seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf 148. Welche Athleten betroffen sind, teilten die Veranstalter nicht mit. Im deutschen Team hatte es am Eröffnungstag in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

Wetter: Der Taifun "Nepartak" nimmt Kurs auf Japan, doch die Auswirkungen auf die Olympischen Spiele könnten geringer sein als von manchen Teilnehmern befürchtet. Man müsse nicht allzu besorgt sein, sagte ein Sprecher des Organisationskomitees. Nach US-Standard handele es sich nicht einmal um einen Taifun, sondern nur um einen Tropensturm. "Nepartak" dürfte nach Angaben der japanischen Wetterbehörde am Dienstag voraussichtlich im Nordosten Japans auf Land treffen und sich bald darauf am Japan-Meer zu einer Tiefdruckzone abschwächen. Es wurde vor starken Regenfällen, Winden und hohem Wellengang gewarnt.

Beachvolleyball: Karla Borger und Julia Sude haben auch ihr zweites Match bei den Olympischen Spielen verloren und stehen vor dem abschließenden Gruppenspiel unter großem Druck. Gegen die Weltmeisterinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes aus Kanada unterlag das Team aus Stuttgart 0:2 (17:21, 14:21). Beim Auftakt gegen die Europameisterinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré aus der Schweiz gab es ein 1:2. Um das Aus im olympischen Turnier zu verhindern, müssen Borger/Sude ihr letztes Spiel in der schweren Gruppe A gegen die Niederländerinnen Katja Stam und Raisa Schoo am Donnerstag (8.00 Uhr MESZ) nun gewinnen.

Judo: Theresa Stoll ist überraschend schon in ihrem ersten Kampf gescheitert. Die 25-Jährige aus München unterlag im Achtelfinale der Georgierin Eteri Liparteliani und verpasste damit die mögliche Chance auf die erste Medaille für den Deutschen Judo-Bund. Bei den Männern schied Igor Wandtke in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm ebenfalls direkt in seinem Auftaktkampf aus.

Triathlon: Kristian Blummenfelt hat die britische Dominanz bei Sommerspielen durchbrochen und ist Olympiasieger im Triathlon. Der Norweger gewann im Odaiba Marine Park mit elf Sekunden Vorsprung vor dem Briten Alex Yee, dessen Landsmann Alistair Brownlee in London und Rio triumphiert hatte. Bronze sicherte sich der Neuseeländer Hayden Wilde. Die deutschen Starter Jonas Schomburg und Justus Nieschlag belegten die Plätze 38 und 40.

Badminton: Die dreimalige deutsche Meisterin Yvonne Li ist im Einzelwettbewerb ausgeschieden. Die 23-Jährige unterlag im zweiten Gruppenspiel der Russin Jewgenija Kossezkaja nach 39 Minuten mit 20:22, 15:21. Li hatte im ersten Gruppenspiel bereits gegen die japanische Goldaspirantin Nozomi Okuhara verloren.

Kanu: Slalomkanute Sideris Tasiadis hat sich im olympischen Finale in Tokio die Bronzemedaille erkämpft. Der 31 Jahre alte Polizeibeamte aus Augsburg musste sich am Montag in Japan nur dem neuen Olympiasieger Benjamin Savsek aus Slowenien und Lukas Rohan aus Tschechien geschlagen geben. Auf dem anspruchsvollen Kurs im Kasai Canoe Slalom Centre gewann Canadierspezialist Tasiadis seine zweite Medaille bei Sommerspielen. In London hatte er sich 2012 bereits Silber gesichert. Zur ersehnten Goldmedaille fehlten dem Weltranglistenersten 5,45 Sekunden.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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