Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Federers Zittersieg - Keine "Sunday-Night-Party" f├╝r G├Ârges

Von dpa
Aktualisiert am 24.01.2020Lesedauer: 3 Min.
Roger Federer hat sich ins Achtelfinale der Australian Open gek├Ąmpft.
Roger Federer hat sich ins Achtelfinale der Australian Open gek├Ąmpft. (Quelle: Lee Jin-Man/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Melbourne (dpa) - Nach einem irren Tennis-Spektakel holte sich Roger Federer ein K├╝sschen von seiner Frau ab. Erleichtert umarmte der Schweizer beim Gang aus der Rod-Laver-Arena seine Mirka.

Mit einem Zittersieg in einem wilden F├╝nf-Satz-Krimi wendete der 38-J├Ąhrige ein Drittrunden-Aus bei den Australian Open noch ab und setzte damit den Schlusspunkt unter einen aufregenden Tennis-Tag mit gro├čen Abschieden. Anders als Serena Williams, Caroline Wozniacki und Julia G├Ârges zog Federer am Freitag doch noch ins Achtelfinale ein.

Mit 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) rang Federer um kurz vor 1.00 Uhr Ortszeit den stark aufspielenden Australier John Millman nieder. "Das war schwierig. Ich wei├č nicht, was ich sagen soll. Zum Gl├╝ck war es ein Super-Tiebreak. Ansonsten h├Ątte ich verloren", sagte er nach seinem 100. Sieg bei den Australian Open.

Sechs Punkte in Serie und seine Nervenst├Ąrke retteten ihn am Ende, mit 4:8 hatte der sechsmalige Melbourne-Sieger im Tiebreak des f├╝nften Satzes zur├╝ckgelegen. "Es war Drama pur", sagte Boris Becker als TV-Experte bei Eurosport und meinte: "100 Siege, das ist unglaublich. Sagenhaft. Man spricht gerne vom gr├Â├čten Spieler aller Zeiten. Stand heute ist es Roger Federer."

In 4:03 Stunden Spielzeit entging Federer einem ├Ąhnlichen Schicksal wie bei den US Open 2018. Damals war er gegen den Australier im Achtelfinale ├╝berraschend ausgeschieden. Diesmal kam Federer nach einem Aufschlagverlust zum 1:2 im f├╝nften Satz direkt zur├╝ck. Fehler wechselten sich mit mitrei├čenden Ballwechseln ab, die Spannung stieg ins Unermessliche. Beim 5:4 und 6:5 fehlten dem Favoriten zwei Punkte zum Matchgewinn, dann endete der Tennis-Krimi doch erst im Tiebreak. Es sei ein "episches" Match gewesen, urteilte der gl├╝ckliche Sieger.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Spritpreise k├Ânnten wegen Tankrabatt steigen
Preistafel einer Tankstelle (Symbolbild): Tanken soll ab Juni eigentlich g├╝nstiger werden.


Der bemerkenswerte Auftritt der erst 15-j├Ąhrigen Coco Gauff wurde da fast zur Nebensache. Die j├╝ngste Teilnehmerin warf die Titelverteidigerin aus dem Turnier, k├Ąmpft am Sonntag bei dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne ums Viertelfinale und beweist einmal mehr, wie unberechenbar und offen das Damen-Tennis derzeit ist. "Ehrlich, was habe ich f├╝r ein Leben?", fragte sie nach ihrem 6:3, 6:4 gegen die japanische Vorjahressiegerin Naomi Osaka ungl├Ąubig. "Vor zwei Jahren habe ich hier in der ersten Runde bei den Junioren verloren, nun bin ich hier - das ist verr├╝ckt."

Eine glanzvolle Tennis-Zukunft scheint vor Gauff zu liegen. In Wimbledon hatte die junge US-Amerikanerin erstmals f├╝r Furore gesorgt, als sie ebenfalls bis ins Achtelfinale kam. Bei den US Open war Gauff dann gegen Osaka noch chancenlos geblieben. Nun stieg sie zur j├╝ngsten Tennisspielerin auf der WTA-Tour seit 1991 auf, die eine Top-F├╝nf-Gegnerin besiegte. Und ist bei ihren ersten drei Grand-Slam-Teilnahmen erfolgreicher als die Williams-Schwestern.

Vielleicht kann Gauff eines Tages gar das Erbe der gro├čen Serena Williams antreten. ├ähnlich unerwartet wie Gauffs Auftritt kam zum Ende der ersten Turnierwoche das Drittrunden-Aus der 38 Jahre alten Amerikanerin, die ihre Jagd nach dem 24. Grand-Slam-Titel weiter verschieben muss. Auch das tr├Ąnenreiche Karriereende der fr├╝heren d├Ąnischen Turniersiegerin Wozniacki sorgte f├╝r Schlagzeilen.

G├Ârges wollte ihre verpasste Chance auf den erstmaligen Achtelfinaleinzug in Melbourne seit f├╝nf Jahren nicht als R├╝ckschritt werten. Die 31-J├Ąhrige aus Bad Oldesloe wirkte nach ihrem 6:1, 6:7 (4:7), 2:6 gegen die US-Amerikanerin Alison Riske gefasst.

"Ich wei├č jetzt nicht, ob es schmerzhaft ist", sagte die Wimbledon-Halbfinalistin von 2018. "Mit den Jahren, die ich gespielt habe auf der Tour, kann ich das gut einsch├Ątzen und auch meine Leistung bewerten." Nach einem hervorragenden ersten Satz hatte sie sich im zweiten Satz in den Tiebreak gek├Ąmpft, knallte dort frustriert ihren Tennisschl├Ąger auf den blauen Hartplatz und zeigte einen von ihr ungewohnten Wutausbruch. Drei Matchb├Ąlle wehrte sie in grandioser Manier noch ab, dann aber musste sie Riske gratulieren.

"Ich bin, wie ich mich spielerisch entwickele, sehr zufrieden", bilanzierte die Nummer 39 der Welt. Doch G├Ârges verpasste damit ein reizvolles Achtelfinale gegen ihre Doppelpartnerin Ashleigh Barty, die Weltranglisten-Erste und gro├če Hoffnungstr├Ągerin der Australier. "Da wollen alle hin, eine sch├Âne Sunday-Night-Party. Das w├Ąre sehr sch├Ân", hatte die deutsche Damen-Chefin Barbara Rittner zuvor gesagt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Noah Platschko
Von Noah Platschko
Boris BeckerEurosportJulia G├ÂrgesMelbourneNaomi ┼îsakaRoger FedererSerena WilliamsUS Open
Fu├čball

Formel 1


t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website