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Boris Becker: Darum geht es im Prozess in London


Ex-Tennisstar in London vor Gericht
Darum geht es im Prozess von Boris Becker

Von dpa, MEM, flv

Aktualisiert am 21.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Prozess in Gang: Es drohen mehrere Jahre Haft für den ehemaligen Tennis-Profi. (Quelle: Reuters)
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Für Boris Becker wird es ernst: Der frühere deutsche Tennisstar steht ab Montag in London vor Gericht. Grund sind mehrere Vorwürfe. t-online sagt Ihnen, worum es geht und was Becker zu befürchten hat.

Er gewann sechs Grand-Slam-Turniere und ist bis heute jüngster Wimbledon-Sieger der Geschichte: Boris Becker. Doch der frühere Tennisstar steht ab Montag, 11 Uhr in London vor Gericht. Für den Prozess sind bis zu drei Wochen angesetzt. Der Vorwurf lautet Insolvenzverschleppung.

Der Wahl-Londoner ist verpflichtet, persönlich zu der Verhandlung zu erscheinen. t-online sagt Ihnen, worum es geht und welche Strafe Boris Becker zu befürchten hat.

Worum geht es in Beckers Prozess?

Der 54-Jährige muss sich in einem Strafprozess wegen verschiedener Vorwürfe im Zusammenhang mit seinem Insolvenzverfahren verantworten. Bei den mehr als 20 Anklagepunkten geht es unter anderem darum, dass Becker versucht haben soll, Geld und Wertgegenstände dem Zugriff des Insolvenzverwalters zu entziehen. Ihm wird etwa vorgeworfen, Geld an seine Ex-Frauen Barbara und Lilly überwiesen, Immobilienbesitz nicht angegeben und Pokale aus seiner Karriere nicht ausgehändigt zu haben. Ein großer Teil der Trophäen des früheren Tennis-Asses wurden jedoch bereits versteigert.

Was droht dem früheren Weltklasse-Spieler?

Der dreimalige Wimbledon-Sieger plädierte bei einer ersten Anhörung in allen Punkten auf nicht schuldig. Sollte das Gericht Becker jedoch für schuldig befinden, könnte ihm eine Haftstrafe drohen – theoretisch bis zu sieben Jahre.

Wie sieht der Ex-Tennisstar den Prozess?

Vor dem Prozess gab sich Becker zuversichtlich. "Ich bin ein positiv eingestellter Mensch, glaube grundsätzlich immer an das Gute und an die englische Gerichtsbarkeit", sagte er noch im Februar der "Bild am Sonntag". Er kündigte an, persönlich zu versuchen, "die Vorwürfe bei jedem der 24 Anklagepunkte widerlegen zu können."

Wie kam es zu der aktuellen Situation?

Becker war 2017 von einem Gericht in London für zahlungsunfähig erklärt worden. Obwohl eine Privatinsolvenz in England in der Regel innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen werden kann, dauert das Verfahren seitdem an. Verschiedene Auflagen gegen Becker wurden sogar auf eine Dauer von zwölf Jahren verlängert. Wie viel Geld der ehemalige Tennisstar noch zurückzahlen muss und wann das Insolvenzverfahren beendet sein wird, war zunächst unklar.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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