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Ski alpin, Abfahrt in Kitzbühel: Hahnenkamm-Rennen abgebrochen


Horrorsturz überschattet Rennen  

Legendäre Abfahrt auf der Streif abgebrochen

22.01.2021, 15:24 Uhr | sid, t-online

Hahnenkamm bei Kitzbühel: Helmkamera von Skydivern zeigt berüchtigte Streif

Nur Fliegen ist schöner. Das haben sich vielleicht die Mitglieder des Skydive Teams von Red Bull gedacht, als sie sich der weltberühmten Ski-Rennstrecke näherten. Im Vorfeld des 81. Hahnenkamm-Rennens haben sie nämlich die Streif, die berüchtigte Abfahrtsstrecke im österreichischen Kitzbühel, in Angriff genommen. (Quelle: Reuters) 

Spektakuläre Eindrücke: Die Helmkameras von Skydivern zeigen die berüchtigte Streif in Kitzbühel. (Quelle: Reuters)


Auch ohne Zuschauer hatte es die berüchtigte Abfahrt von Kitzbühel in sich: Nach gut drei Stunden und mehreren Zwangspausen wurde das Rennen wetterbedingt abgebrochen. Überschattet wurde es von Unfällen.

Andreas Sander hat in einem Chaosrennen auf der weltbekannten Streif die erste Podestplatzierung seiner Karriere verpasst, seine starke Form aber unterstrichen. Der 31-Jährige aus Ennepetal belegte bei der ersten von zwei Weltcup-Abfahrten in Kitzbühel beim Premierensieg von Beat Feuz den fünften Platz. Das mehrfach unterbrochene Rennen wurde nach 30 von 55 Startern endgültig abgebrochen, konnte damit aber gewertet werden.

DSV mit gutem Mannschaftsergebnis

Romed Baumann (Kiefersfelden), Dominik Schwaiger (Königssee) und Josef Ferstl (Hammer) rundeten auf den Rängen acht, zwölf und 13 das beste Mannschaftsergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) in "Kitz" ab. Drei deutsche Läufer unter den ersten Zwölf hatten sich zuvor nur einmal unter den ersten Zwölf platziert: 1990 in Schladming kamen Stefan Krauss, Markus Wasmeier und Hansjörg Tauscher auf die Plätze sechs, neun und zehn.

Horrorsturz auf der Streif: Urs Kryenbühl verlor kurz vor dem Ziel die Kontrolle über seine Skier. (Quelle: Reuters/REUTERS/Leonhard Foeger)Horrorsturz auf der Streif: Urs Kryenbühl verlor kurz vor dem Ziel die Kontrolle über seine Skier. (Quelle: REUTERS/Leonhard Foeger/Reuters)

Überschattet wurde das Geisterrennen von einem schweren Sturz des Schweizers Urs Kryenbühl, der beim extrem weiten Zielsprung bei einer Geschwindigkeit von rund 140 km/h die Kontrolle verlor und schwer auf die harte Piste krachte. Kryenbühl wurde nach längerer Behandlung im Zielraum mit dem Helikopter abtransportiert.

Am Abend gab der Schweizer Skiverband bekannt, dass bei Kryenbühl eine Gehirnerschütterung, ein Bruch des rechten Schlüsselbeins sowie ein Riss des Kreuz- und Innenbandes im rechten Knie diagnostiziert wurde.

Auch Ryan Cochran-Siegle war zuvor gestürzt. Der Amerikaner schien aber keine schwereren Blessuren erlitten zu haben.

Rennen vor dem Abbruch

Das Rennen stand zwischenzeitlich vor dem Abbruch, weil nach der Zieldurchfahrt des Österreichers Daniel Danklmaier (Startnummer 23) als zusätzliche Gefahr für die Läufer starker Wind aufkam. Nach einer 40-minütigen Unterbrechung fuhren noch die für eine Wertung des Rennens erforderlichen sieben weiteren Starter – unter anderem der starke Schwaiger (Startnummer 26).

Feuz triumphierte bei der 500. Abfahrt seit der Gründung des alpinen Ski-Weltcups im Jahre 1966 nach einer überzeugenden Fahrt in 1:53,77 Minuten vor Vorjahressieger Matthias Mayer aus Österreich (+0,16) und Dominik Paris aus Italien (+0,56). Der 33-Jährige hatte noch nie in Kitzbühel gewinnen können. Vier Mal war der Schweizer bisher Zweiter geworden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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