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Hamburg: Erstes Albino-Seebärenbaby – Sensation in Hagenbeck


Kleine Sensation im Zoo
Erstes Albino-Seebärenbaby in Hamburg geboren

Von dpa
Aktualisiert am 29.06.2020Lesedauer: 1 Min.
Ein weißes Südamerikanisches Seebärenbaby: Das Tier liegt im Gehegebereich des Eismeers im Tierpark Hagenbeck.Vergrößern des BildesEin weißes Südamerikanisches Seebärenbaby: Das Tier liegt im Gehegebereich des Eismeers im Tierpark Hagenbeck. (Quelle: Archivbild/Hagenbeck/dpa-bilder)
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Im Hamburger Tierpark Hagenbeck ist ein schneeweißes Seebärenbaby auf die Welt gekommen. In der freien Wildbahn hätte das Albino-Junge nur geringe Überlebenschancen.

Kleine Sensation im Hamburger Tierpark Hagenbeck. Vor wenigen Tagen ist dort ein schneeweißes Seebärenbaby auf die Welt gekommen. Das Tier sei eigenen Recherche zufolge das einzige in einem Zoo geborene Albino-Seebärenbaby weltweit, wie eine Tierpark-Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte.

Die Geburt des Seebärenmädchens sei Mitte Juni problemlos und sogar vor den Augen der Besucher abgelaufen. Dem noch namenlosen Baby gehe es sehr gut.

Gemeinsam mit seiner Mutter Lucy verbringt es die ersten Wochen in einem abgetrennten Gehegebereich des Eismeers. Durch eine Sichtscheibe kann das Albinoweibchen zeitweise beobachtet werden. Vater des auffälligen Jungtieres war Seebärenmännchen Gringo, der 2019 an Altersschwäche gestorben war. Die Tragzeit bei Seebären beträgt etwa ein Jahr.

Albinismus ist eine Genmutation, die sehr selten vorkommt. Sie geht mit weißer Haut und roten Augen einher. Es ist eine Störung bei der Bildung von Farbstoffen, die Haut, Haare, Federn und Augen färben.

In der freien Wildbahn hätte das Albino-Junge nur geringe Überlebenschancen, weil es wegen der auffälligen Fellfarbe schneller von Feinden gesehen wird. Und ohne Tarnung kann es selbst auch nicht so gut Beute machen. "Ein Problem, das dem Albinomädchen im Tierpark erspart bleibt", wie der Tierpark schreibt.

Seebären stehen auf roter Liste

Südamerikanische Seebären stehen den Angaben zufolge auf der roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion. Im Freiland, vor den Küsten von Uruguay, Peru, Chile und Argentinien, sollen noch etwa 400.000 von ihnen leben.

19 Tiergärten und Zoos halten dem Zoological Information Management System zufolge Seebären. Der Tierpark Hagenbeck beheimatet mit seinen nun sieben Tieren (einem Männchen und sechs Weibchen) Europas größte Gruppe.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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