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Queen Elisabeth II. (†96): Letztes Geleit – Sarg erreicht Edinburgh


Sarg der Queen erreicht Edinburgh

Von t-online, dpa, mm

Aktualisiert am 11.09.2022Lesedauer: 4 Min.
Queens Leichnam von Balmoral nach Edinburgh überführt
Im Sarg: Die letzte Reise der Queen führte durch Aberdeen und Dundee nach Edinburgh. (Quelle: Glomex)
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Am Vormittag hat die Queen ihr geliebtes Anwesen Schloss Balmoral ein letztes Mal verlassen. Tausende empfangen den Trauerzug in der schottischen Hauptstadt.

Nach über sechsstündiger Fahrt hat der Leichnam von Queen Elizabeth II. den Holyrood-Palast in Edinburgh erreicht. Prinzessin Anne hatte den Sarg auf der Reise begleitet, zudem waren die Queen-Söhne Prinz Andrew und Prinz Edward bei der Ankunft vor Ort. Auf der Royal Mile im Zentrum der schottischen Hauptstadt erwarteten zuvor Tausende die Ankunft des Trauerzugs, um Abschied von der verstorbenen Monarchin zu nehmen. Der Sarg hatte Schloss Balmoral am Morgen in einer Kolonne von sieben Fahrzeugen verlassen.

In den Großstädten Dundee und Aberdeen wurde die Kolonne auf ihrem Weg von zahlreichen Trauernden empfangen. Der Sarg war mit der königlichen Flagge "Royal Standard" bedeckt und mit einem Strauß aus weißem Phlox, weißen Dahlien und blassrosa Wicken geschmückt. Es war das erste Mal, dass der Sarg der verstorbenen Monarchin in der Öffentlichkeit zu sehen war. Prinzessin Anne begleitete ihre Mutter auf der Rückbank einer weinroten Bentley-Limousine, die hinter dem Leichenwagen fuhr.

Entlang der Strecke versammelten sich Menschenmassen und bekundeten ihre Trauer über den Tod von der Queen. So auch in dem Dorf Ballater nahe Schloss Balmoral, in das die königliche Familie immer wieder Ausflüge unternommen hatte. Hunderte säumten dort die Straßen, in vielen Schaufenstern hingen Fotos der Monarchin. In den Ortschaften, die die Kolonne am Vormittag durchfuhr, herrschte absolute Stille.

Sechs Wildhüter des Balmoral Estate hatten den Sarg der Königin am Vormittag aus dem Ballsaal des Schlosses durch einen kleinen Speisesaal zum Eingang getragen, wo er in einen schwarzen Mercedes-Leichenwagen verladen wurde. Von dort hat der Leichnam die Fahrt in die schottische Hauptstadt angetreten.

Feierliche Prozession mit König Charles III. am Montag

Schottlands Erste Ministerin Nicola Sturgeon schrieb auf Twitter, der Start der Prozession in Balmoral sei ein "trauriger und ergreifender Moment". "Heute, auf ihrer Reise nach Edinburgh, wird Schottland einer außergewöhnlichen Frau die Ehre erweisen", hieß es weiter. Auch der Vorsitzende der schottischen Labour-Partei, Anas Sarwar, zeigte sich bewegt. Der Anblick der vielen Menschen am Straßenrand sei "nicht nur ein perfektes Beispiel dafür, wie sehr die Queen Schottland liebte, sondern auch, wie sehr Schottland sie liebte", sagte Sarwar gegenüber "Sky News".

Die britische Königin war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral in den schottischen Highlands gestorben. Von dort aus wurde der Leichnam nun per Auto in die rund 120 Kilometer entfernt liegende schottische Hauptstadt gebracht – zunächst in den Holyrood-Palast, die offizielle Residenz der Queen in Schottland.

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Am Montag wird der Sarg dann in einer feierlichen Prozession unter Teilnahme des neuen Königs Charles III. und anderer Royals zur St.-Giles'-Kathedrale gebracht. Bis Dienstag wird der Sarg dort aufgebahrt sein. Auch die Öffentlichkeit bekommt dann die Gelegenheit, der Queen Respekt zu zollen und einen letzten Abschied zu nehmen.

Am Dienstag wird der Sarg nach London überführt. Tags darauf wird er in einer öffentlichen Prozession durch die Straßen der Londoner Innenstadt gefahren. Wie der Palast am Samstag mitteilte, soll der Sarg auf einem als Lafette bezeichneten, von Pferden gezogenen Fuhrwerk vom Buckingham-Palast ins Parlament gebracht werden.

Der Leichenzug soll die Prachtstraße "The Mall" hinabführen und über den Exerzierplatz Horse Guards Parade und die Straßen White Hall und Parliament Street zum als Palace of Westminster bezeichneten Parlament führen. Dort soll die Queen vier Tage lang aufgebahrt werden. Auch dort sollen die Menschen noch einmal die Gelegenheit haben, von der Queen Abschied zu nehmen. Viele Tausende werden erwartet.

Begräbnis am 19. September

Das Staatsbegräbnis findet schließlich am 19. September statt. Um 12 Uhr (MESZ) ist in der Westminster Abbey in London ein Gottesdienst geplant. Die Menschen in Großbritannien erhalten einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag. Charles III. hatte anlässlich seiner Proklamation diesen Feiertag genehmigt.

Ihre letzte Ruhestätte findet die Queen dann in der St.-George-Kapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor, wo auch ihr Ehemann Prinz Philip ruht, der am 9. April 2021 starb. Dort wurden auch ihre engsten Angehörigen, ihr Vater George VI., ihre "Queen Mum" genannte Mutter und ihre Schwester, Prinzessin Margaret, beigesetzt.

Zu dem Staatsbegräbnis werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet, darunter mehrere Königinnen und Könige europäischer Staaten.

Neuer Monarch Charles III.

Die Regentschaft des neuen Monarchen Charles III. begann am Samstag auch offiziell, obwohl er schon mit dem Tod seiner Mutter automatisch König geworden war. In einer feierlichen Zeremonie im St.-James's-Palace in London wurde der 73-Jährige als britischer König ausgerufen.

"Ich bin mir des großen Erbes und der Pflichten und schweren Verantwortung des Monarchen, die mir nun übertragen wurden, zutiefst bewusst", sagte Charles III. Die Regentschaft seiner Mutter sei unübertroffen gewesen in Länge, Hingabe und Ergebenheit. Er werde sich bemühen, "dem inspirierenden Vorbild, das mir gegeben wurde, zu folgen, indem ich die Verfassung hochhalte und Frieden, Harmonie und Wohlstand der Völker dieser Inseln, der Commonwealth-Gebiete und Territorien auf der ganzen Welt anstrebe".

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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