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Sandra Hüller für den Oscar nominiert: So wurde sie zum Filmstar


Sie war für einen Oscar nominiert
Wer ist die Deutsche, die die US-Kritiker begeistert?

Von t-online, meh

Aktualisiert am 11.03.2024Lesedauer: 3 Min.
Sandra Hüller: Die Schauspielerin kann auf einen Oscar hoffen.Vergrößern des BildesSandra Hüller: Die Schauspielerin kann auf einen Oscar hoffen. (Quelle: IMAGO / ABACAPRESS)
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Sandra Hüller räumte zuletzt etliche internationale Preise ab, jetzt kann sie auf einen Oscar hoffen. Doch wie hat es die Schauspielerin aus Suhl zu diesem Erfolg geschafft?

Über die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller redet seit einigen Wochen die ganze Filmwelt. Sie hat nicht nur den Europäischen Filmpreis gewonnen, sondern wurde auch vom Filmkritiker-Verband LAFCA (Los Angeles Film Critics Association) für ihre Rollen in "Anatomie eines Falls" und "The Zone of Interest" ausgezeichnet. Auch vom US-Verband NSFC (National Society of Film Critics) wurde Hüller zur besten Schauspielerin gewählt. Dann ein weiterer großer Erfolg: Für ihre Hauptrolle in dem Justizdrama "Anatomie eines Falls" wurde sie als "Beste Hauptdarstellerin" nominiert.

Bereits in der Kindheit entdeckte Sandra Hüller ihre Leidenschaft

Sandra Hüller wurde am 30. April 1978 im thüringischen Suhl geboren und wuchs in Oberhof und Friedrichroda auf. Bei Theaterkursen und Workshops entdeckte sie bereits während der Schulzeit ihre Leidenschaft fürs Schauspiel, die sie auch nach dem Abitur weiterverfolgte. So studierte sie von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach dem Abschluss stand sie in verschiedenen Theaterhäusern wie dem Schauspiel Leipzig oder den Münchner Kammerspielen auf der Bühne.

2006 gelang Sandra Hüller schließlich der Sprung vor die Filmkamera: In "Requiem" von Hans-Christian Schmid spielte sie eine an Epilepsie erkrankte Frau. Mit ihrer schauspielerischen Leistung erregte sie direkt Aufmerksamkeit und sahnte den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis und einen Silbernen Bären ab. Es folgten Rollen in "Anonyma – Eine Frau in Berlin" (2008) und "Brownian Movement" (2010).

Zahlreiche Projekte und Preise bestimmen Hüllers Karriere

Ein weiteres wichtiges Kapitel in der Karriere von Sandra Hüller war der Spielfilm "Toni Erdmann" im Jahr 2016, in dem sie an der Seite von Peter Simonischek vor der Kamera stand. Das komödiantische Familiendrama von Regisseurin Maren Ade wurde mit zahlreichen Auszeichnungen wie dem Deutschen Filmpreis bedacht – gekrönt mit einer Oscarnominierung, durch die Hüller zum ersten Mal Hollywood-Luft schnupperte.

Zwar wurde am Ende der iranische Film "The Salesman" prämiert, trotzdem mauserte sich das Projekt als wegweisender Erfolg für Hüller. So wurde sie für ihre Darbietung in "Toni Erdmann" als "Beste Darstellerin" beim Europäischen Filmpreis geehrt – sieben Jahre später ist ihr das nun erneut gelungen.

Neben weiteren Filmprojekten wie "Fack ju Göhte 3" (2017), "25 km/h" (2018) und "München – Im Angesicht des Krieges" erhielt Sandra Hüller in den darauffolgenden Jahren immer wieder bedeutende Auszeichnungen. So wurde sie 2017 wegen ihrer außergewöhnlichen Leistungen in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen, gehörte 2019 zur Wettbewerbsjury der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin und erhielt 2022 den mit 5.000 Euro dotierten Hannelore-Elsner-Preis.

In der Branche wird Sandra Hüller oft als "Die Spielwütige" betitelt. Denn egal, für welches Projekt sie vor der Kamera steht, die 45-Jährige füllt ihre Rollen stets mit maximaler Hingabe und enormer Intensität aus. Für viele gilt sie als die beste Schauspielerin ihrer Generation.

Sandra Hüller schützt ihr Privatleben

Während sie sich in ihrer Karriere kaum eine Pause gönnt, hält es Sandra Hüller privat etwas ruhiger: Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter lebt sie in Leipzig. Obwohl sie mittlerweile vorrangig fürs Kino vor der Kamera steht, liebt sie das Theater nach wie vor. Dabei mag sie besonders, dass sie dort das Publikum sehen, hören und spüren kann, so erzählte sie es einmal.

Außerdem ist es Hüller wichtig, Beruf und Privatleben zu trennen: "Natürlich geht kaum jemanden, mit dem ich nicht persönlich verbunden bin, an, was in meinem Leben passiert", erklärte sie kürzlich in einem NDR-Interview.

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