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Julian Assange privat: Er kann erstmals ein normales Familienleben führen


Er kehrt zurück zu seiner Familie
Julian Assange: Die Beziehung zu seiner Frau begann ungewöhnlich

Von t-online, dra

25.06.2024Lesedauer: 3 Min.
Julian Assange: Der Whistleblower saß fünf Jahre lang im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh.Vergrößern des BildesJulian Assange: Der Whistleblower saß fünf Jahre lang im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. (Quelle: Frank Augstein/AP/dpa/dpa-bilder)
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Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach Jahren der Gefangenschaft frei. Doch in welches Leben kehrt er zurück und wie steht es um seine Finanzen?

Mit der Gründung der Plattform Wikileaks wurde Julian Assange für einige zum Helden, für andere zum Staatsfeind. Er deckte US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan auf und geriet so ins Visier der US-Justiz. Der gebürtige Australier floh vor der Auslieferung an die USA in die ecuadorianische Botschaft in London, wo er politisches Asyl erhielt. Er saß anschließend für fünf Jahre im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Nach einem Deal mit der US-Justiz ist er nun wieder ein freier Mann und darf zu seiner Familie zurückkehren. Assange war aufgrund der Wikileaks-Enthüllungen wegen Spionage angeklagt worden. In den USA droht ihm deshalb eine Haftstrafe bis zum Lebensende.

Die Beziehung zu seiner Partnerin startete ungewöhnlich. Sie begann im Jahr 2015, während Assange sich in der ecuadorianischen Botschaft befand. Stella, eine Menschenrechtsanwältin bei der Londoner Kanzlei Doughty Street Chambers wurde Mitglied seines Anwaltsteams – und verliebte sich in ihn.

Hochzeit während Inhaftierung

Stella Assange wurde als Sara Gonzalez Devant im südafrikanischen Johannesburg geboren und besitzt die schwedische und spanische Staatsbürgerschaft. Wie das Magazin "Stern" berichtet, musste sie sich 2012 jedoch aus Sicherheitsgründen in Stella Moris umbenennen. Seit 2022 trägt sie nun den Nachnamen ihres Mannes.

Sie heirateten während seiner Inhaftierung in Belmarsh im kleinsten Kreis auf dem Gefängnisgelände. Designerin Vivienne Westwood entwarf das Hochzeitskleid, die Torte schnitt Stella Assange ohne ihren Gatten später vor dem Gefängnisgelände an und feierte mit Unterstützern ihres Mannes. "Er ist wie kein anderer Mensch, den ich kenne. Er ist intellektuell von so großer Tiefe, dass ich mich in den sieben Jahren in der Botschaft mit ihm nicht eine Sekunde gelangweilt habe", erklärte sie dem "Stern" in einem Interview.

Bereits vor ihrer Hochzeit wurde die beiden Eltern von zwei Jungen. Ihre Söhne Max und Gabriel wurden während der Zeit in der Botschaft geboren. Aus einer früheren Beziehung hat Assange zudem einen Sohn namens Daniel, der in Australien lebt.

Nun wird der Wikileaks-Gründer wohl bald zum ersten Mal mit seiner Frau und ihren gemeinsamen zwei Kindern als Familie zusammenleben können. "Nach mehr als fünf Jahren in einer 2 mal 3 Meter großen Zelle, in der er 23 Stunden am Tag isoliert war, wird er bald wieder mit seiner Frau Stella Assange und den gemeinsamen Kindern zusammenkommen, die ihren Vater bisher nur hinter Gittern kennen", heißt es in einem Tweet vom 25. Juni 2024 auf der Plattform X.

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"Es ist einfach unglaublich"

In einem Interview mit dem britischen Nachrichtendienst BBC sagte Stella Assange kurz nach der Freilassung ihres Mannes: "Ehrlich gesagt, es ist einfach unglaublich. Es fühlt sich an, als wäre es nicht real." Ihre Kinder hätte sie noch nicht darüber aufgeklärt, sondern ihnen nur eine große Überraschung angekündigt. Unter dem Vorwand, ihre Großeltern in Australien zu besuchen, seien sie von London nach Down Under geflogen. Darüber, was sie machen werden, sollte ihr Mann tatsächlich bald zurück in seinem Heimatland sein, habe sie sich aber noch keine Gedanken gemacht.

Auch Assanges Mutter Christine und sein Vater John Shipton äußerten sich zu seiner Freilassung. Sie sei froh, dass das "Martyrium meines Sohnes endlich ein Ende findet", zitiert ABC sie. Shipton sagte dem australischen Sender zudem: "So weit ich es verstehe, wird Julian ein normales Leben mit seiner Familie und seiner Frau Stella führen können."

Video | Hier verlässt Julian Assange Großbritannien
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Quelle: dpa

Bitte um finanzielle Hilfe

In einem voraufgezeichneten YouTube-Video, das zum Zeitpunkt der Nachricht von der Freilassung veröffentlicht wurde, bittet Stella Assange um finanzielle Unterstützung: "Wir beabsichtigen, einen Notfallfonds einzurichten für Julians Gesundheit und Genesung. Ich bitte euch, wenn ihr könnt, einen Beitrag zu leisten und uns beim Übergang in diese neue Phase der Freiheit von Julian zu helfen."

Wie die US-amerikanische Zeitung "International Business Times" im Jahr 2020 berichtete, besitzt Assange ein Vermögen durch Bitcoin-Spenden. Wikileaks habe 2010 4.043 Bitcoin erhalten, welche im Jahr 2020 37 Millionen US-Dollar wert gewesen seien. Nach der Verhaftung im Jahr 2019 seien zudem 372.000 Euro über Bitcoin-Spenden an die Plattform übermittelt worden, schreibt das Portal unter Berufung auf die Bitcoin-Webseite. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, hat 2010 zudem die Berliner Wau-Holland-Stiftung 1,3 Millionen Euro für das Enthüllungsportal gesammelt, 400.000 Euro davon habe die Stiftung selbst gespendet.

Aufgrund seiner juristischen Probleme hatte Assange in den vergangenen Jahren jedoch hohe Anwaltskosten, die unabhängig von den Wikileaks-Spenden zu sehen seien. Das hatte "The Guardian" noch vor seiner Inhaftierung berichtet. Zudem seien damals die Bankkonten des Whistleblowers eingefroren worden. Wie hoch sein Vermögen aktuell ist, ist nicht bekannt.

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