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MeToo-Anklägerin Asia Argento soll 17-jährigen Jimmy Bennett missbraucht haben

Schauspielerin Asia Argento  

MeToo-Anklägerin soll 17-Jährigen missbraucht haben

20.08.2018, 21:10 Uhr | AFP

MeToo-Anklägerin Asia Argento soll 17-jährigen Jimmy Bennett missbraucht haben. Die Schauspielerin Asia Argento in Cannes: Auf dem Filmfestival hatte Argento eine emotionale Ansprache gegen Weinstein gehalten. (Archivbild) (Quelle: AP/dpa/Vianney Le Caer/Invision)

Die Schauspielerin Asia Argento in Cannes: Auf dem Filmfestival hatte Argento eine emotionale Ansprache gegen Weinstein gehalten. (Archivbild) (Quelle: Vianney Le Caer/Invision/AP/dpa)

Unter dem Hashtag MeToo traten die Missbrauchsopfer von Harvey Weinstein eine Kampagne gegen sexualisierte Gewalt los. Nun steht eine der Frauen, die Schauspielerin Asia Argento, im Verdacht, selbst Täterin zu sein.

Die italienische Schauspielerin Asia Argento, eine der führenden Stimmen der #MeToo-Debatte, hat nach Presseinformationen einem Mann Schweigegeld bezahlt, den sie sexuell belästigt haben soll. Wie die "New York Times" berichtete, erhielt der Schauspieler und Rockmusiker Jimmy Bennett 380.000 Dollar (333.000 Euro) von Argento.

Die Zeitung beruft sich auf die ihr vorliegenden Unterlagen, deren Herkunft sie nicht benennt. Argento war eine der ersten Frauen gewesen, die den Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein der Vergewaltigung beschuldigten.

Bennett zufolge erfolgte der sexuelle Übergriff 2013 in einem Hotel in Kalifornien. Argento war damals 37 Jahre alt, Bennett war zwei Monate zuvor 17 geworden. Das gesetzliche Mindestalter für einvernehmlichen Sex liegt in Kalifornien bei 18 Jahren. Die Zeitung versuchte nach eigenen Angaben wiederholt vergeblich, eine Stellungnahme von Argento oder ihren Vertretern zu bekommen.

Die Echtheit der Unterlagen wurde mehrmals bestätigt

Den von der Zeitung eingesehenen Dokumenten zufolge kam der Deal zwischen Argento und Bennett im April zustande. Drei mit dem Fall vertraute Persönlichkeiten bestätigten der "New York Times" die Echtheit der Unterlagen.

Argentos Anwältin Carrie Goldberg sagte, mit dem Geld habe Bennett "geholfen" werden sollen. Für Bennetts Anwälte war der Vorfall in dem Hotel eine "sexuelle Nötigung", durch das der einstige Kinderdarsteller traumatisiert wurde – mit Folgen für seine geistige Gesundheit und sein Einkommen. Der Zeitung zufolge beabsichtigen Bennetts juristische Berater, Argento wegen sexualisierten Angriffs und Nötigung auf Schadenersatz in Höhe von 3,5 Millionen Dollar zu verklagen.

Argento trat die Kampagne gegen Weinstein los

Sie berichtete öffentlich, dass Weinstein sie 1997 während des Filmfestivals von Cannes in seinem Hotelzimmer vergewaltigte, als sie 21 Jahre alt war. Der Hashtag #MeToo wurde später unter ihrer Mitwirkung zum Sammelruf für den Kampf gegen sexualisierte Gewalt. Beim diesjährigen Festival von Cannes hielt Argento eine emotionale Ansprache, in der sie ankündigte, dass Weinstein "niemals mehr in Cannes willkommen sein" werde.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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