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Micaela Schäfer: "Corona-Krise hat mich extrem getroffen"

Von Janna Halbroth

Aktualisiert am 20.05.2020Lesedauer: 3 Min.
Micaela Schäfer: Auch die Entertainerin leidet unter der Corona-Krise.
Micaela Schäfer: Auch die Entertainerin leidet unter der Corona-Krise. (Quelle: imago images / Future Image)
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Micaela Schäfer arbeitet als DJane und lebt von öffentlichen Auftritten. Momentan fällt das alles weg. Nur ihr zweites Standbein rettet die Entertainerin jetzt vor dem finanziellen Ruin, wie sie t-online.de verrät.

Seit Mitte März steht die Welt gewissermaßen still. Veranstaltungen oder gar durchtanzte Nächte in Clubs gibt es nicht mehr. Für Entertainerin Micaela Schäfer gleicht das einer wirtschaftlichen Katastrophe, wie sie im t-online.de-Interview erklärt.


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"Die Corona-Krise hat mich wirtschaftlich extrem getroffen", verrät die 36-Jährige. "Mein Haupteinkommen besteht aus den Einnahmen von DJ-Bookings und öffentlichen Auftritten, wie zum Beispiel Autogrammstunden. Seit Mitte März bin ich da nicht mehr tätig."

All ihre Aufträge wurden storniert, dabei sei sie sehr gut gebucht worden. "Mit dem Geld habe ich natürlich auch gerechnet", erzählt Schäfer. "Seit zwei Monaten habe ich keine Einnahmen mehr durch Auftritte. Ich rechne auch nicht mehr damit, dass sich das dieses Jahr noch ändern wird." Selbst wenn es in 2020 noch geöffnete Clubs geben sollte, so fürchtet die DJane, dass für sie dann kein Geld mehr zur Verfügung stehen könnte. "Ich muss vor allem darauf hoffen, dass sich die Clubs wieder finanziell erholen und Budget dafür haben, sich einen Promi-Act zu leisten", so das einstige GNTM-Model.

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Zweites Standbein als Webcam-Girl

Doch Micaela Schäfer hat vorgesorgt, droht vorerst nicht in den finanziellen Ruin zu gleiten: "Ich bin froh, dass ich ein zweites Standbein habe", erklärt sie t-online.de. "Ich bin ja noch Webcam-Girl. Das mache ich seit zwei, drei Jahren. Da sende ich drei bis vier Mal im Monat eine Stunde live. Das macht mir richtig viel Spaß und ich bin froh, dass ich mir dieses zweite Standbein aufgebaut habe. Ohne das wäre ich wahrscheinlich pleite."

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Sie habe eine Firma, die ohne die Einnahmen aus der Webcam-Beschäftigung nicht überleben würde. "Ich habe meine eigene GmbH und bin mir sicher, dass diese hätte Insolvenz anmelden müssen, definitiv." Micaela Schäfer hat sogar noch weitere berufliche Projekte, doch auch diese müssten derzeit pausieren. "Parallel habe ich noch an meiner eigenen Modekollektion gearbeitet. Die ist allerdings auch ins Stocken geraten, weil die in Istanbul produziert wird, die Fabrik dort hat geschlossen. Also auch das läuft gerade nicht rund. Das ärgert mich sehr."

"Ich habe viele Kredite zu bedienen"

Auch eine Investition, die sie vor wenigen Monaten erst tätigte, wird während der Coronavirus-Pandemie eher zum Schrecken als zum Segen. "Anfang diesen Jahres habe ich auch noch eine Wohnung gekauft. Hätte ich das gewusst, hätte ich diese Immobilie natürlich nicht gekauft. Ich habe auch viele Kredite zu bedienen. Ich bin die ganze Zeit nur am Geld rumschieben."

Verzicht auf Kosmetik- und Friseurbesuche

Um nicht auf die Hilfe vom Staat angewiesen zu sein, schränke sich die ehemalige Dschungelcamp-Teilnehmerin extrem ein. "Ich spare gerade. Ich gebe nichts mehr aus. Ich habe meinen Lebensstandard komplett zurückgeschraubt. Ich mache kein Personaltraining mehr, ich gehe nicht mehr zur Kosmetik. Ich reduziere komplett die Friseurbesuche, mache keine Massage. Alles, was ich für Beauty und das Wohlbefinden gemacht habe, habe ich komplett gecancelt, damit ich einfach ein paar Hundert Euro mehr im Monat in der Tasche habe", schildert sie ihre aktuelle Lage. "Ich tue alles dafür, keine Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen zu müssen."

Alles andere könne sie im Moment nicht beeinflussen. Sie hoffe derzeit, wie wohl die meisten Menschen, dass sich die Lage bald wieder normalisiert. "Mir tun natürlich auch meine Kollegen leid, die jetzt wirklich nur die Einnahmen durch die öffentlichen Auftritte haben und davon leben. Hätte ich mein zweites Standbein nicht, würde es sehr düster aussehen", versichert sie.

Einen Antrag auf Hartz IV habe sie bisher nicht gestellt. Sie gehe auch nicht davon aus, dass sie darauf in Zukunft zurückgreifen müsse. Micaela Schäfer stellt trotzdem klar: "Ich würde mich allerdings auch nicht dafür schämen, es zu beantragen, wenn ich darauf angewiesen wäre. Das ist ja gerade eine Ausnahmesituation, die jeder durchlebt. Da muss man sich nicht schämen." Dennoch tue sie alles dafür, um nicht in diese Lage zu kommen.

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