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Xavier Naidoo durfte als Antisemit bezeichnet werden

Von afp, t-online, dpa, mbo

Aktualisiert am 23.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Xavier Naidoo: Er darf als Antisemit bezeichnet werden.
Xavier Naidoo: Er darf als Antisemit bezeichnet werden. (Quelle: IMAGO / Revierfoto)
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Das Bundesverfassungsgericht hat einen Beschluss ver├Âffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass der Musiker Xavier Naidoo als Antisemit bezeichnet werden darf. Zuvor hatte der Ex-DSDS-Juror noch Recht bekommen. Nun gibt es ein neues Urteil.

Der Pops├Ąnger Xavier Naidoo hatte 2017 gegen eine Referentin der Amadeu Antonio Stiftung geklagt, die ihn in auf eine Frage hin in einem Vortrag ├╝ber "Reichsb├╝rger" als Antisemit bezeichnet hatte. Zun├Ąchst hatte er Recht bekommen. Jetzt hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt. Demnach durfte er in einem wissenschaftlichen Vortrag sehr wohl als Antisemit bezeichnet werden.


Die Verschw├Ârungstheorien der Stars

Xavier Naidoo: Der S├Ąnger verbreitet verschiedenste Corona-Verschw├Ârungstheorien vor allem in dem Messengerdienst Telegram. Besonders auff├Ąllig seine widerspr├╝chlichen Behauptungen. Mal soll die Regierung das Virus als Waffe gegen alte Menschen nutzen, mal zweifelt er die Existenz des Coronavirus insgesamt an. Knapp zwei Millionen Menschen folgen ihm aktuell auf Facebook, Instagram und Telegram.
Til Schweiger: Der Schauspieler outete sich inzwischen als "Team Xavier" und empfahl seinen Instagram-Followern den Arzt Bodo Schiffmann als Informationsquelle. Dieser protestiert mit der Partei "Widerstand2020" gegen die Corona-Ma├čnahmen. Schweiger selbst war zu Beginn der Pandemie noch strikt f├╝r die Einschr├Ąnkungen, doch mittlerweile scheint er sich vermehrt mit der Gegenseite zu besch├Ąftigen. Zuletzt machte er sich mit einem Instagram-Posting ├╝ber das Robert Koch-Institut lustig.
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OLG-Entscheidungen fehlerhaft

Die Referentin hatte 2017 gesagt: "Er ist Antisemit, das darf ich, glaub ich, aber gar nicht so offen sagen, weil er gerne verklagt. Aber das ist strukturell nachweisbar." Sie hatte sich auf seine Songtexte bezogen, berichtet der "Tagesspiegel". Das Landgericht Regensburg und das Oberlandesgericht N├╝rnberg hatten der Frau die Behauptung verboten. Die Begr├╝ndung lautete damals, dass sie ihren Vorwurf nicht ausreichend habe belegen k├Ânnen. Die ├äu├čerungen beeintr├Ąchtigten die personale W├╝rde Naidoos und h├Ątten eine Prangerwirkung. Au├čerdem sei die objektive Richtigkeit der Aussage nicht hinreichend belegt, hie├č es damals vom OLG.

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Diese Urteile sind nach der Karlsruher Entscheidung in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft. Das OLG habe die Bedeutung und Tragweite der Meinungsfreiheit unzureichend ber├╝cksichtigt. Naidoo habe sich "mit seinen streitbaren politischen Ansichten freiwillig in den ├Âffentlichen Raum begeben" und beanspruche "f├╝r sich entsprechend ├Âffentliche Aufmerksamkeit". Ihm deshalb einen "besonderen Schutz zuteilwerden zu lassen, hie├če, Kritik an den durch ihn verbreiteten politischen Ansichten unm├Âglich zu machen", schreiben die Verfassungsrichterinnen und -richter.

Rauswurf aus DSDS-Jury wegen Videos mit rassistischen Inhalten

Heutzutage ├Ąu├čert sich Naidoo weit weniger getarnt antisemitisch und rassistisch. Er wurde etwa im M├Ąrz 2020 von RTL aus der Jury von "Deutschland sucht den Superstar" geworfen, weil im Internet Videos aufgetaucht waren, in denen zu sehen ist, wie er ein Lied mit umstrittenen Textzeilen singt.

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Dazu sagte Naidoo wenig sp├Ąter laut "DWDL", er k├Ânne dies nachvollziehen: "Ich denke, die m├╝ssen einfach nur tun, was sie tun m├╝ssen, um die Show weiterzumachen. Da kann man dann, glaube ich, mit so einer Meinung, die ich da vertrete, wahrscheinlich nicht so gut agieren. Aber das nehme ich niemandem ├╝bel. Ich muss aber trotzdem einfach weiterhin zu meiner Meinung stehen und meine Meinung sagen k├Ânnen. Und wenn ich dadurch Nachteile habe, dann ist das halt so." Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie teilt der 50-J├Ąhrige regelm├Ą├čig verschw├Ârungstheoretische Inhalte ├╝ber die Plattform Telegram.

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