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"Gefühle zu zeigen, fällt mir ab und zu schwer"

Von Maria Bode

Aktualisiert am 16.04.2022Lesedauer: 5 Min.
Kerstin Ott: Die Sängerin spricht über Gefühle und schlechte Angewohnheiten.
Kerstin Ott: Die Sängerin spricht über Gefühle und schlechte Angewohnheiten. (Quelle: IMAGO / Kirchner-Media)
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Sie zählt zu Deutschlands gefragtesten Schlagerstars. Mit t-online spricht Kerstin Ott über persönliche Veränderungen, den Wandel ihres Genres und schlechte Angewohnheiten.

Kerstin Ott stößt mit ihren Songs auf Anklang, die Schlagersängerin hat sich in den vergangenen sechs Jahren eine große Fangemeinde aufgebaut. Mit t-online blickt sie zurück und spricht über private Entwicklungen und eine anstrengende Angewohnheit. Auch offenbart sie, warum es ihr schwer fällt, einen Gang zurückzuschalten.


Die Karriere von Kerstin Ott

Kerstin Ott zählt zu Deutschlands beliebtesten Schlagersängern. So startete sie ihre Karriere...
2016 kehrte Kerstin Ott der Malerei den Rücken und stieg ins Showbusiness ein.
+8

Auf ihrer Deluxe Version des Albums "Nachts sind alle Katzen grau" präsentiert Kerstin Ott sechs neue Songs. In "Ich will alles" geht es um Gefühle und Gewohnheiten. Eine Steilvorlage für eine Einstiegsfrage an die 40-Jährige.

t-online: Frau Ott, fällt es Ihnen schwer, Gefühle zu zeigen?

Kerstin Ott: Gefühle zu zeigen, fällt mir schon ab und zu schwer. Aber es kommt natürlich darauf an, in welcher Umgebung ich mich befinde. Wenn ich mit meiner Frau zusammen bin, gelingt mir das problemlos.

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Haben Sie anstrengende Angewohnheiten?

Oh Gott, ja: Ich habe Tausende.

Was ist auf Platz eins?

Meine nervigste Angewohnheit: Ich bin eine schreckliche Autofahrerin. Ich fahre gut Auto, aber ich habe eine extrem kurze Zündschnur. Auch als Beifahrerin mache ich keine gute Figur. Ich kralle mich fest, bremse mit und erschrecke mich sehr oft.

Und wenn Sie am Steuer sitzen, schimpfen Sie und wüten?

Ja, meine Frau hat herausgefunden, dass ich dabei viele Aggressionen abbaue und das wohl als Ventil nutze.

Schauen wir mal in die Vergangenheit: Vor sechs Jahren hatten Sie Ihren Durchbruch. Wie blicken Sie auf diese Zeit zurück?

Ich blicke mit warmen Gefühlen zurück. In diesem Business folgt Ereignis auf Ereignis und plötzlich ist schon wieder ein Jahr rum. Es war sehr, sehr schnelllebig.

Das hat sich durch Corona in den vergangenen beiden Jahren verändert. Zu Beginn der Pandemie war von der Schnelllebigkeit gar nichts mehr zu spüren.

Corona hat einen Schnitt gemacht. Im ersten halben Jahr fand ich es nach dem pausenlosen Arbeiten wunderbar, einfach mal zu Hause zu sein und das Tempo rauszunehmen.

Nehmen Sie etwas mit aus der Zeit, wenn Ihnen das so guttat?

Mein Team und ich haben uns in der Pandemie neu aufgestellt und werden für die Zukunft einiges beibehalten. Wir wollen nicht durchweg noch schneller, noch weiter, noch höher springen, sondern auch langsame Phasen einlegen, um wieder Energie für den nächsten Anlauf zu tanken.

Was heißt das konkret?

Dass ich beispielsweise mal einen Termin nicht wahrnehme. Ich muss mir Freiräume schaffen. Zeit zum Runterkommen ist mindestens so wichtig, wie Zeit zum Arbeiten. Ich merke manchmal gar nicht, wie viel ich arbeite und muss mich zu Pausen zwingen. Ich neige dazu, in die Workaholic-Schiene abzudriften. Da muss ich vorsichtig sein.

Was macht das so schwierig für Sie?

Ich bin immer voller Emotionen, weil ich mich auf einer Achterbahn der Gefühle befinde: Ich bin vor dem Gang auf die Bühne so aufgeregt, dass ich fast umkippe und wenn ich oben stehe, will ich gar nicht mehr runter, weil es so toll ist. Danach kann ich stundenlang nicht schlafen und am nächsten Tag geht der Wahnsinn wieder von vorne los. Das ist nicht zu unterschätzen. Die Corona-Zeit hat mir jetzt gezeigt: Es ist auch schön, ein Wochenende komplett zu Hause zu verbringen.

Noch einmal zu Ihren Anfängen. Sie hatten es nicht leicht, wurden nicht direkt in der Schlagerwelt akzeptiert. Einladungen blieben aus, Absagen von TV-Shows kamen. Warum haben Sie nicht aufgehört zu kämpfen?

Das war gar nicht so ein Kampf für mich: Das war eine Klarstellung meinerseits, dass ich mich für eine Karriere nicht verändern werde. Ich habe weitergemacht, wie ich es richtig fand. Wenn das nicht auf Gegenliebe gestoßen ist, habe ich das Format nicht mitgemacht. Das war gar nicht so dramatisch. Aber für mich war es sehr wichtig, mich zu positionieren, immerhin verbringe ich in diesem Job einen großen Teil meines Lebens. Wenn ich da Dinge machen würde, die nicht zu mir passen, wäre das nicht von Dauer.

Wayne Carpendale und Kerstin Ott: Auch Duette mit alteingesessenen Schlagerstars gab es schon.
Wayne Carpendale und Kerstin Ott: Auch Duette mit alteingesessenen Schlagerstars gab es schon. (Quelle: IMAGO / Eventpress)

So sind Sie als Schlagersängerin groß rausgekommen. Wollten Sie Schlagerstar werden?

Ja, das habe ich mir ausgesucht. Die Plattenfirma hatte damals gefragt, wo ich mich sehe, und ich habe zwischen Singer-Songwriter und Schlagersänger hin und her überlegt. Letztlich war es eine Bauchentscheidung: Ich singe deutsche Texte und ich habe rein gar nichts dagegen, Schlagersängerin zu sein.

Wieso sollten Sie etwas dagegen haben?

Es gab viele Vorurteile gegen den Schlager. Inzwischen bewegen wir uns aber immer mehr dahin, dass Deutschsingen cool und modern ist. Das war zu Beginn meiner Karriere noch nicht ganz der Fall. Aber alles kann sich verändern.

Kann man sagen, dass die Genres inzwischen verschwimmen?

Ja, und gerade das finde ich super, man muss nicht immer alles in eine Schublade einsortieren.

Inwiefern ist der Schlager moderner geworden?

Vor zehn Jahren war der Schlager noch sehr volkstümlich. Logisch, dass es bei der Jugend nicht ankam, wenn ihnen jemand stundenlang mit einer Trompete ins Ohr trötete. Aber schaut man sich heute eine Show von Helene Fischer an, gibt es Bass und Beats, man kann darauf tanzen. Da hat in den letzten Jahren eine Revolution stattgefunden.

Bei Ihnen dürfen Beats auch nicht fehlen. Ab dem 19. April stehen Nachholtermine Ihrer "Ich geh' meinen Weg"-Tour an. Juckt es schon in den Fingern?

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Absolut, ich freue mich riesig. Wir hatten 2021 Glück, dass wir viele Termine spielen konnten, nun holen wir vier nach. Die ganze Band freut sich wie verrückt auf diese atemberaubende Atmosphäre auf der Bühne. Bei den vier Terminen lassen wir es noch mal ordentlich krachen.

Sind Sie ein anderer Mensch, wenn Sie auf der Bühne stehen?

Nein, ich bin kein anderer Mensch auf der Bühne. Manchmal wünschte ich, es wäre so. Aber dann denke ich wieder, es ist alles richtig und gut so. Die Leute wollen genau das, was ich ihnen auf der Bühne gebe. Sonst würden sie nicht die Konzerte besuchen.

Ihr Album "Nachts sind alle Katzen grau" wurde jetzt, nur wenige Monate nach Release, als Deluxe Version veröffentlicht. Warum?

Das Album soll den Fans etwas Positives mitgeben. Bei den sechs neuen Songs habe ich darauf geachtet, dass Themen überwiegen, die nicht so schwer sind. Ich behandle gerne Sozialkritisches oder hinterfrage Dinge. Aber jetzt wollte ich ein bisschen Dampf rausnehmen, denn es ist genug in der Welt los, gerade mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Diese ständige Negativität ist nur schwierig zu ertragen.

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