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Abschied von Prinz Harry und Herzogin Meghan: "Danke für die Fehltritte"

MEINUNGTschüss, Harry und Meghan!  

Zum Abschied ein letzter sanfter Knicks

Von Janna Halbroth, Maria Holzhauer & Steven Sowa

01.04.2020, 21:25 Uhr
Abschied von Prinz Harry und Herzogin Meghan: "Danke für die Fehltritte". Prinz Harry und Herzogin Meghan: Die beiden starten einen neuen unabhängigen Lebensabschnitt. (Quelle: AP/dpa)

Prinz Harry und Herzogin Meghan: Die beiden starten einen neuen unabhängigen Lebensabschnitt. (Quelle: AP/dpa)

Da ist er, der "Megxit": Harry und Meghan sind ab heute keine Senior Royals mehr. Ein neues Leben beginnt. Wir sagen Adieu, lebt wohl, auf wiedersehen – und vor allem: herzlich willkommen!

Herzlich willkommen in einem unabhängigen Leben ohne royale Regeln. Ab sofort sind Prinz Harry und Herzogin Meghan keine arbeitenden Mitglieder der britischen Königsfamilie mehr. Die beiden müssen nun selbst für ihre Sicherheit sorgen und sich um Jobs kümmern, da es unter anderem ihr Wunsch war, finanziell unabhängig zu sein.

Janna Halbroth, Maria Holzhauer und Steven Sowa sagen "Tschüss" – mit Vorfreude, etwas Wehmut, schönen und lustigen Erinnerungen.

Janna Halbroth: "Sie taten den britischen Royals gut"

Der Abschied von Harry und Meghan ist ein guter Abschied. Aber auch bei diesem Lebwohl schwingt ein bisschen Wehmut mit. Denn wer wird jetzt für frischen Wind im Buckingham-Palast sorgen? Wer wird nun ständig gegen die Etikette verstoßen, wieder und wieder das Protokoll brechen und damit das Fenster zum Lüften ein klein wenig zu lang geöffnet lassen? 

Meghan und Harry in Kapstadt im September 2019: Die beiden zeigen sich vorzugsweise Händchenhaltend und dicht an dicht – von Royals kannte man das bis dato nicht. (Quelle: imago images / PPE)Meghan und Harry in Kapstadt im September 2019: Die beiden zeigen sich vorzugsweise Händchenhaltend und dicht an dicht – von Royals kannte man das bis dato nicht. (Quelle: imago images / PPE)

Harry und besonders Meghan waren die Rebellen im Königshaus, die es für ein gesundes Gleichgewicht aus alt und neu braucht. Wenn Meghan mit den falschen Schuhen über das Parkett flanierte, ihre Röcke zwei, drei Zentimeter zu kurz waren, oder die beiden sich ein mal zu lange an den Händen hielten, dann tat das den britischen Royals gut. Auch wenn sie das vielleicht erst zu spät bemerken werden.

Maria Holzhauer: Danke für bekräftigende Worte und kleine Fehltritte

Die Liebe von Harry und Meghan wurde von außen schon in den Anfangszeiten nur so auseinandergenommen. Dass sie dem Dasein als Royals und dem dazugehörigen Protokoll nun entfliehen, ist gut für die beiden. Sie starten in ein neues Leben. Weit weg von der königlichen Familie und gehässigen Schlagzeilen.

Die las man nämlich häufig über die beiden. Dabei sorgten Meghan und Harry nicht nur für frischen Wind, sondern auch für besondere Momente. Ich denke da an die Royal Wedding am 19. Mai 2018, bei der sich der englische Adel mit Hollywoods Elite vermischte, an Turteleien und liebevolle Blicke, wie man sie von keinem anderen royalen Paar kannte oder an diesen rührenden Moment im Mai 2019, als Harry voller Stolz die Geburt von Söhnchen Archie verkündete. Man sah dem früheren Skandalprinzen einfach an, dass er in Meghan und mit Gründung der eigenen kleinen Familie sein Glück gefunden hat.

19. Mai 2018: Prinz Harry und Herzogin Meghan bei ihrer Hochzeit in Windsor. (Quelle: AP/dpa)19. Mai 2018: Prinz Harry und Herzogin Meghan bei ihrer Hochzeit in Windsor. (Quelle: AP/dpa)

Unvergessen sind auch Meghans selbstbewusste Reden, die sie während ihrer Zeit als Senior Royal hielt und in denen sie sich zum Großteil für die Gleichberechtigung von Frauen und Empowerment einsetzte. Sie – aber auch Prinz Harry am Rednerpult – wurde dabei oft persönlich. Während der Südafrikareise im Herbst 2019 besuchte sie beispielsweise eine Organisation im Township Nyanga, die die Schwächeren in der Gesellschaft unterstützt. "Ich bin hier mit euch – als eine Mutter, eine Ehefrau, eine Frau, eine Woman of Colour und als eure Schwester." Vermutlich wird sich Meghan weiterhin für die Themen einsetzen, die ihr am Herzen liegen. Und das ist auch gut so.

Umso schlimmer, dass die vielen Boulevardblätter kaum etwas anderes für Meghan übrig hatten als hämische Schlagzeilen. Überall fand sich ein Fitzelchen, an dem man sich aufhängen konnte. Beispielsweise an nicht richtig positionierten Beinen bei einem Auftritt mit der Queen, obwohl Meghan die über 90-jährige Monarchin im selben Moment allem Anschein nach aber herzlich zum Lachen gebracht hatte.

Kurz vergessen, dann doch wieder dran gedacht: Herzogin Meghan bei einem Termin mit der Queen im Juni 2018. (Quelle: imago images)Kurz vergessen, dann doch wieder dran gedacht: Herzogin Meghan bei einem Termin mit der Queen im Juni 2018. (Quelle: imago images)

Und nicht nur sie. Über kleine Tritte ins Fettnäpfchen – wie beispielsweise ein vergessenes Preisschild am Kleid – musste auch ich schmunzeln. Einfach sympathisch und vor allem: menschlich. Grund für böse Worte sollte so etwas nicht sein. Bleibt den beiden zu wünschen, dass sie in Zukunft wirklich mehr Privatsphäre genießen können und weniger intensiv von der Presse beäugt werden. 

Steven Sowa: "Ich werde ihren Willen zur Veränderung vermissen"

Zugegeben: So ein richtiger Royal-Fan war ich nie. Verstaubte alte Strukturen, hierarchisch organisiert und teuer, verdammt teuer. Doch dann kam Meghan Markle. Was war ich für ein vernarrter "Suits"-Fan und die bedingungslose Liebe von Mike zu dieser schönen, so nach Selbstständigkeit strebenden Rachel Zane hat mich später, als die Schauspielerin dann in der Rolle der royalen Ehefrau wirklich der ganzen Welt bekannt wurde, an die Herzogin von Sussex erinnert.

Auch in der Welt der Royals wurde sie von den etablierten Kräften – von dubiosen "Palast-Insidern" bis hin zur Queen herself – nie ernst genommen. Und doch behauptete sie sich. Sie war der frische Anstrich auf der bröckelnden Fassade des Buckingham-Palasts, der Lichtblick für eine junge, britische Generation, die längst mit der veralteten Monarchie abgeschlossen hatte.

Meghan Markle mit Patrick J. Adams als Rachel Zane und Mike Ross in "Suits": Werden wir Harry und Meghan in ähnlichen Rollen wiedersehen? (Quelle: imago images / ZUMA Press)Meghan Markle mit Patrick J. Adams als Rachel Zane und Mike Ross in "Suits": Werden wir Harry und Meghan in ähnlichen Rollen wiedersehen? (Quelle: imago images / ZUMA Press)

Ich werde ihr Lächeln, ihren Stolz, ihren Willen zur Veränderung vermissen. Auf dass sie bald wieder im Fernsehen auftritt – gerne als Anwältin für die Benachteiligten in dieser Welt. Es würde passen. Und Harry? Er wäre der perfekte Mike.

Was kommt jetzt?

Harry und Meghan verzichten nun auf die Anrede "Königliche Hoheit" und nehmen keine offiziellen Aufgaben mehr für die Royals wahr. Inzwischen sollen die beiden mit ihrem Sohn Archie von Vancouver Island in Kanada nach Los Angeles gezogen sein.

Unklar ist, wie Harry, der weiterhin Sechster in der britischen Thronfolge bleibt, und die ehemalige US-Schauspielerin in Zukunft ihren Lebensstil finanzieren wollen. Die Marke "Sussex Royal", die sie nicht mehr benutzen dürfen, hätte ihnen stattliche Einnahmen garantiert. Ihren neuen Markennamen haben sie noch nicht verraten. Sie wollten während der Corona-Pandemie nicht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sagte ihre Sprecherin der Nachrichtenagentur PA.

Fest steht hingegen schon, dass Meghan als Sprecherin für eine neue Doku auf Disney+ über Elefanten fungierte, die bereits ab dem 3. April gestreamt werden kann. Auch weiterhin wird vermutet, dass die Herzogin von Sussex wieder in der Unterhaltungsbranche Fuß fassen wird. Jedoch eher nicht als Schauspielerin sondern eben für derartige Voice-over-Rollen. Welchen neuen Weg Harry einschlagen wird, sorgt aktuell noch für mehr Fragezeichen. Doch es wird davon ausgegangen, dass er Geld mit Reden verdient und durch diverse lukrative Verträge.

Übrigens: Harry und Meghan haben noch die Chance, zurück in das royale Leben zu gelangen. Ein Jahr nach ihrem "Megxit" soll ihre Situation neu bewertet werden. Die Tür soll den beiden dann wieder offen stehen, so hat es die Queen offiziell bekannt gegeben.

Verwendete Quellen:

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