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Vorzeitige Corona-Impfung: Spanische Königsschwestern massiv in der Kritik

"Abstoßend"  

Corona-Eklat im spanischen Königshaus sorgt für massive Kritik

03.03.2021, 18:10 Uhr | dpa, t-online

Vorzeitige Corona-Impfung: Spanische Königsschwestern massiv in der Kritik. Cristina und Elena: Die beiden Schwestern von König Felipe VI. stehen massiv in der Kritik. (Quelle: AP/dpa/Daniel Ochoa de Olza)

Cristina und Elena: Die beiden Schwestern von König Felipe VI. stehen massiv in der Kritik. (Quelle: Daniel Ochoa de Olza/AP/dpa)

Das spanische Königshaus hat in der Vergangenheit für so manchen Skandal gesorgt – und wird von der Bevölkerung seither kritisch beäugt. Jetzt sorgen die Schwestern von König Felipe VI. für einen Corona-Eklat.

Die beiden Schwestern des spanischen Königs Felipe VI. haben sich im Golfemirat Abu Dhabi vorzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen – und damit dem ramponierten Image des Königshauses neuen Schaden zugefügt. Denn: Das Verhalten der 57-jährigen Elena und der zwei Jahre jüngeren Cristina wurde unter anderem von Medien und auch von mehreren Ministern der linken Regierungskoalition heftig kritisiert. Beide Frauen wären laut Impfreihenfolge in Spanien noch nicht dran gewesen.

Sogar die als eher konservativ geltende Wirtschaftsministerin Nadia Calviño betonte, vor allem "öffentliche Bezugspersonen" wie die Royals müssten in der Pandemie die "Protokolle respektieren". Die Arbeitsministerin Yolanda Díaz bezeichnete das Verhalten der Infantinnen als "abstoßend" und wies darauf hin, dass in Spanien zahlreiche Angehörige des medizinischen Personals noch nicht geimpft seien "und sich trotzdem jeden Tag für uns einsetzen".

König Felipe und seine Frau Letizia: Das Paar hat mit einem ramponierten Image des spanischen Königshauses zu kämpfen. (Quelle: Ian Waldie/Getty Images)König Felipe und seine Frau Letizia: Das Paar hat mit einem ramponierten Image des spanischen Königshauses zu kämpfen. (Quelle: Ian Waldie/Getty Images)

Die Digitalzeitung "El Confidencial" hatte enthüllt, dass die Frauen im Februar bei einem Besuch ihres Vaters, des 83 Jahre alten Altkönigs Juan Carlos, geimpft worden seien. Das in Spanien von Korruptionsvorwürfen und Justizermittlungen bedrängte frühere Familienoberhaupt hatte vor sieben Monaten seine Heimat verlassen und lebt seitdem im Wüstenemirat im Exil.

König Felipe schiebt Verantwortung von sich

In einem Brief an verschiedene Medien bestätigte Elena unterdessen den Bericht. Sie rechtfertigt darin ihr Verhalten. Sie und ihre Schwester hätten in Abu Dhabi das "Angebot" einer Impfung "angenommen", um "einen Gesundheitspass zu bekommen", der ihnen gestatten werde, Juan Carlos regelmäßig zu besuchen.

Das Königshaus wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben. Die Zeitung "El Mundo" zitierte aber einen Sprecher der "Casa Real" mit den Worten, Felipe sei für das Verhalten seiner Schwestern "nicht verantwortlich". Der Monarch, seine Ehefrau Letizia sowie auch die beiden Töchter, die 15 Jahre alte Kronprinzessin Leonor und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Sofía, wurden bisher so weit bekannt nicht geimpft. Sie wollen laut Medien warten, bis ihre jeweilige Altersgruppe an der Reihe ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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