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Prinz Harry über Frau: "Meghan begann zu weinen, als das Licht ausging"

Erneute Vorwürfe gegen Royals  

Prinz Harry: "Meghan begann zu weinen, als das Licht ausging"

21.05.2021, 16:19 Uhr | mbo, t-online

Prinz Harry über Frau: "Meghan begann zu weinen, als das Licht ausging". Herzogin Meghan und Prinz Harry: Das royale Leben hat den beiden seelische Leiden bereitet. (Quelle: Dominic Lipinski - Pool/Getty Images)

Herzogin Meghan und Prinz Harry: Das royale Leben hat den beiden seelische Leiden bereitet. (Quelle: Dominic Lipinski - Pool/Getty Images)

Nach Jahren des seelischen Schmerzes begann Prinz Harry eine Therapie, um den Tod seiner Mutter zu verarbeiten. Nun berichtet er davon, dass seine Ehefrau darüber nachdachte, sich das Leben zu nehmen.

Herzogin Meghan sprach bereits im Anfang März ausgestrahlten Interview mit Oprah Winfrey darüber, dass sie so sehr unter der Verfolgung durch Paparazzi, der negativen Presseberichterstattung sowie dem Hass in den sozialen Netzwerken litt, dass sie Suizidgedanken hegte. Ihrem Ehemann, Prinz Harry, habe sie im Januar 2019 davon berichtet, kurz bevor das Paar zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung in der Royal Albert Hall in London aufbrechen musste.

In der neuen Dokumentation "The Me You Can't See" von Apple TV+ spricht der 36-Jährige noch einmal ausführlich über diesen Moment und die Konsequenzen, die er aufgrund des seelischen Befindens seiner Frau für sich und seine Familie zog. 

Harry und Meghan am 16. Januar 2019 in der Royal Albert Hall: Kurz vor diesem Termin erzählte sie ihm von ihren Suizidgedanken, für die Kameras musste dann wieder gelächelt werden. (Quelle: IMAGO / i Images)Harry und Meghan am 16. Januar 2019 in der Royal Albert Hall: Kurz vor diesem Termin erzählte sie ihm von ihren Suizidgedanken, für die Kameras musste dann wieder gelächelt werden. (Quelle: IMAGO / i Images)

Harry erzählt in der Dokuserie auch von seinem eigenen Weg hin zu einer Therapie. Erst durch Meghan habe er sich dazu durchgerungen, den Schritt zu gehen und sich Hilfe zu suchen. Zuvor ertränkte er seinen Seelenschmerz unbewusst mit Alkohol, nahm Drogen. Doch kaum war die Beziehung der beiden publik geworden, begann ein regelrechter Psychoterror für Meghan. 

"Jede Bitte stieß auf Grabesstille und absolute Gleichgültigkeit"

Der Fakt, dass die Mutter der früheren US-Schauspielerin schwarz ist, war gewissermaßen ein gefundenes Fressen für die britischen Boulevardblätter. Ihre "Exoten-DNA" würde das königliche Blut verdicken, wurde getitelt – um hier nur ein Beispiel zu nennen. "Wir wurden verfolgt, fotografiert und belästigt. Kameras und Blitzlichtgewitter bringen mich in Rage", berichtet Harry.   

Die Geräusche und die blitzenden Lichter erinnern ihn an das Schicksal seiner Mutter, betont er, "doch das erreichte eine neue Dimension". Eben weil es sowohl traditionelle Medien als auch User in den sozialen Netzwerken auf das Paar und insbesondere auf die heute 39-jährige Meghan abgesehen hatten. 

"Ich fühlte mich total hilflos, dachte, meine Familie würde mir helfen. Aber jede Bitte, Aufforderung, Warnung stieß auf Grabesstille und absolute Gleichgültigkeit. Wir haben es vier Jahre lang versucht. Wir taten, was wir konnten, um zu bleiben und unsere Rolle und Aufgabe zu erfüllen. Aber Meghan hatte zu kämpfen", fasst Harry erst zusammen. Auch innerhalb der Royal Family habe es rassistische Äußerungen gegeben, wie das Paar schon früher öffentlich machte. 

"Nachts weckten sie diese Gedanken"

Schließlich spricht Harry über Meghans Suizidgedanken. Als er und die damals im sechsten Monat schwangere Meghan am 16. Januar 2019 die Royal Albert Hall für eine Wohltätigkeitsveranstaltung betraten, sah niemand, was die beiden innerlich durchmachten.

"Während meine Frau und ich uns auf diesen Stühlen an der Hand hielten, begann Meghan zu weinen, als das Licht ausging." Doch das Ehepaar Sussex musste so tun, als sei alles in Ordnung, das war alternativlos, dabei hat Meghan "mir zuvor ihre Selbstmordgedanken samt konkreter Ausführung erklärt", sagt Harry. "Das Erschreckendste für sie war die Klarheit ihrer Gedanken. Sie war nicht am Durchdrehen. [...] Sie war absolut nüchtern und klar bei Verstand. Aber nachts, wenn alles ruhig war, weckten sie diese Gedanken." Harrys Schicksal als Kind und Baby Archie in ihrem Bauch hätten Meghan davon abgehalten, den unwiderruflichen Schritt tatsächlich zu gehen. 

Harry, Archie und Meghan: Die kleine Familie lebt inzwischen in Kalifornien und erwartet bald wieder Nachwuchs. (Quelle: Toby Melville - Pool/Getty Images)Harry, Archie und Meghan: Die kleine Familie lebt inzwischen in Kalifornien und erwartet bald wieder Nachwuchs. (Quelle: Toby Melville - Pool/Getty Images)

"Sie tat mir leid, aber ich war auch wütend auf mich, dass wir in dieser Lage waren. Ich schämte mich, dass es so schlimm war. Und ich wusste, dass ich von meiner Familie nicht das bekommen würde, was ich brauche", erinnert sich Harry zurück. Er habe sogar darüber nachgedacht, ob er seinen Sohn wohl ohne Mutter großziehen müsse.

Inzwischen leben die Sussexes und Söhnchen Archie seit über einem Jahr in Kalifornien, im Sommer bekommt das Paar eine Tochter. Dem royalen Dasein haben Meghan und Harry den Rücken gekehrt. "Das war einer der Hauptgründe zu gehen. Dieses Beherrschtsein von Angst, diese Kontrolle vonseiten der Medien und vom System selbst, das nie offen war für ein Gespräch über diese Art Trauma. Ich lasse mir gewiss nie wieder einen Maulkorb verpassen."

Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe. 

Verwendete Quellen:
  • "The Me You Can't See": Dokumentation bei Apple TV
  • eigene Recherchen

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