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"Tagesthemen"-Legende Ulrich Wickert kritisiert ARD: "Es fällt mir langsam schwer"


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Ulrich Wickert kritisiert ARD: "Es fällt mir langsam schwer"

Von t-online, mbo

Aktualisiert am 27.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Ulrich Wickert: Der frühere "Tagesthemen"-Moderator äußert sich kritisch zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Ulrich Wickert: Der frühere "Tagesthemen"-Moderator äußert sich kritisch zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. (Quelle: Jonas Walzberg/dpa)
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Kommende Woche feiert er seinen 80. Geburtstag. Vorab teilt Ulrich Wickert gegen seinen früheren Arbeitgeber aus: den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

15 Jahre lang, von 1991 bis 2006, war Ulrich Wickert Moderator der "Tagesthemen". Erst in diesem September trat er noch einmal überraschend in der ARD-Nachrichtensendung auf. Jetzt übt er Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen und seinen Formaten.


Erinnern Sie sich noch an diese "Tagesschau"-Sprecher?

1959 bis 1987: Karl-Heinz Köpcke
1966 bis 1994: Werner Veigel
+9

Zunächst erklärt Wickert der "Bild am Sonntag", dass die derzeitige Krise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks "in dieser Form nicht absehbar" gewesen sei. Der Skandal um die Ex-RBB-Intendantin und Ex-ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger (Details lesen Sie hier noch einmal nach) habe, so Wickert, "das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht". Er findet: "Das ist auch gut so."

"Den Mut, Tabula rasa zu machen"

Dennoch sehe er noch mehr Diskussionsbedarf. Wickert meint: "Die Politik müsste den Mut haben, Tabula rasa zu machen und meinetwegen Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk abschaffen und eine ganze Reihe von anderen Dingen reduzieren." So verstehe er etwa nicht, dass das Orchester der Elbphilharmonie vom NDR bezahlt wird, "obwohl die Elbphilharmonie der Stadt Hamburg gehört".

Wickert fordert, dass die Intendanten mutiger über das Programm nachdenken sollen. "Vor allem bei Dingen, die gefühlt automatisch laufen. Jeden Tag ein Krimi oder die Wiederholung eines Krimis muss doch nicht sein. Es fällt mir langsam schwer, mir das immer wieder angucken zu sollen", erklärt er. Auch könne er nicht nachvollziehen, warum ein Format wie der "Weltspiegel", der einmal wöchentlich läuft, vier Redaktionen benötigt.

Ulrich Wickert 1994 als "Tagesthemen"-Moderator
Ulrich Wickert 1994 als "Tagesthemen"-Moderator (Quelle: IMAGO / United Archives)

Ulrich Wickert begann 1969 beim WDR-Politmagazin "Monitor". 1977 ging er als ARD-Korrespondent nach Washington, D.C. und wechselte 1991 als Erster Moderator der "Tagesthemen" nach Hamburg. Bis 2006 moderierte er im Wechsel mit Sabine Christiansen, später mit Gabi Bauer und Anne Will. Wickert schreibt auch Bücher. Gerade hat er seinen siebten Frankreich-Krimi "Die Schatten von Paris" vorgelegt. Er lebt mit seiner dritten Ehefrau, der Verlagsmanagerin Julia Jäkel, und seinen zehnjährigen Zwillingen in Hamburg und Südfrankreich. Aus erster Ehe hat er noch eine Tochter. Am 2. Dezember wird er 80 Jahre alt.

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Verwendete Quellen
  • bild.de "'Tagesthemen'-Legende kritisiert Wiederholungen und sinnlose Ausgaben: Die Politik müsste bei der ARD Tabula rasa machen" (kostenpflichtig)
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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