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Ruby O. Fee in Das Geheimnis der Hebamme

Hauptrolle in "Das Geheimnis der Hebamme"  

Shootingstar Ruby O. Fee: "Das O bleibt mein Geheimnis"

21.03.2016, 19:51 Uhr | Lars Schmidt, t-online.de

Ruby O. Fee in Das Geheimnis der Hebamme. Ruby O. Fee als Marthe in "Das Geheimnis der Hebamme". (Quelle: ARD Degeto/Bavaria/Roland Suso Richter)

Ruby O. Fee als Marthe in "Das Geheimnis der Hebamme". (Quelle: ARD Degeto/Bavaria/Roland Suso Richter)

Sie ist der Shooting-Star der deutschen Filmszene: Ruby O. Fee. Als Jugendliche spielte sie in Filmen wie "Bibi & Tina", "Löwenzahn" oder der Kika-Serie "Allein gegen die Zeit". Zuletzt begeisterte die 20-Jährige als Gangsterbraut im Kölner "Tatort: Kartenhaus". Am Karfreitag (20.15 Uhr, ARD) wird sie in einer völlig anderen Rolle zu sehen sein.

In einem grauen Kittel, das Gesicht mit Dreck verschmiert, so erscheint Ruby O. Fee in "Das Geheimnis der Hebamme" auf der Bildfläche. Und spricht von einer tollen Erfahrung: "Ich habe mich riesig gefreut, mal in einer ganz anderen Zeit und eine ganz andere Rolle zu spielen", sagt sie im Interview mit t-online.de.

Zwei Wärmflaschen für Ruby

Dafür nahm sie Kälte, Schnee und Matsch bei den Dreharbeiten gerne in Kauf und erzählt: "Wir haben oft gefroren. Aber in den Drehpausen gab es Wärmflaschen. Ich hatte immer gleich zwei."

Der dreistündige Film entführt den Zuschauer ins 12. Jahrhundert in die Mark Meißen - damals der östlichste Zipfel des Römisch-Deutschen Reiches unter Kaiser Barbarossa. Es geht um einen Treck fränkischer Siedler, die von Markgraf Otto angeworben wurden, um das Land im heutigen Sachsen urbar zu machen. Doch dann finden die Siedler unter ihrem neuen Dorf Silbererz. 

Ruby O. Fee ist kein Mittelalter-Fan

Das Wort Hebamme im Titel ist dabei etwas irreführend. Ruby O. Fee spielt im "Geheimnis der Hebamme" die Heilerin und Kräuterkundige Marthe, die sich auch auf die Geburtskunde versteht. Auf ihre Rolle bereitete sich der Jungstar akribisch vor: "Ich habe mich über die verschiedenen Kräuter schlau gemacht und selber Tinkturen und Salben hergestellt", berichtet sie.

Ein Mittelalter-Fan sei sie aber nicht. Einmal erst war sie auf einem Mittelaltermarkt. Dafür hat sie in ihrem Leben schon umso mehr von dieser Welt gesehen. In Costa Rica geboren, reiste und lebte ihre Mutter mit ihr unter anderem in Indien, Thailand und Mexiko. Als Ruby in die Schule kam, wurde die Familie in Brasilien sesshaft. Im Alter von zwölf Jahren zog sie nach Berlin.

Die Neue in der Klasse

"Ich bin dadurch vielleicht kommunikativer als andere", sagt sie, auf dieses Leben angesprochen. Ruby O. Fee spricht neben Deutsch fließend Englisch und Portugiesisch. Trotzdem sei es für sie immer gewöhnungsbedürftig gewesen, als Neue in eine Schulklasse zu kommen. Vielleicht lag das ja auch an ihrem ungewöhnlichen Namen. Was bedeutet denn eigentlich das "O"? "Das bleibt mein Geheimnis", sagt sie und lacht.

Der Rummel um ihre Person macht sie trotz aller Erfolge und guter Kritiken immer noch etwas verlegen. Um den Sprung vom Kinder- und Jugend-Star ins Erwachsenenfach zu schaffen, müsse sie hart kämpfen, verrät sie. Sich auf den Lorbeeren des Erfolges auszuruhen, kann sich auch Ruby O. Fee nicht leisten.

"Liebesbriefe? Eher Schwärmereien"

Ihre Fans aber halten der 20-Jährigen die Treue. Bergeweise trudelt die Fanpost bei ihr ein - ganz klassisch per Brief. Beantwortet wird natürlich alles persönlich. Auch wenn das manchmal länger dauert. Und es sind längst nicht mehr allein die Mädchen, die Ruby O. Fee aus den "Bibi & Tina"-Filmen kennen. Immer mehr männliche Verehrer schreiben ihr. Auf die Frage, ob auch Liebesbriefe darunter sind, antwortet sie diplomatisch: "Ich weiß nicht, ob das Liebesbriefe sind. Es sind Fanbriefe. Schwärmereien vielleicht."

Damit die männlichen Zuschauer auch am Karfreitag einschalten und sich nicht vom Titel "Das Geheimnis der Hebamme" abschrecken lassen, weil sie denken, es gehe darin um Frauenprobleme, hat die Schauspielerin eine klare Botschaft. "Es geht nicht nur um Hebammen. Es gibt Ritter, Schwerter, Kämpfe, Pferde. Es ist ein spannender und actionreicher historischer Film. Auch für Männer sehenswert."

Starbesetzte Romanverfilmung

"Das Geheimnis der Hebamme" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sabine Ebert. Neben Ruby O. Fee als Marthe spielen Steve Windolf (Ritter Christian), Franz Xaver Kroetz (Markgraf Otto), Sabin Tambrea (Ritter Randolf) und Susanne Wuest (Markgräfin Hedwig). Regie führte Roland Suso Richter ("Die Spiegel-Affäre", "Grzimek")  

Das Buch hat vier Fortsetzungen, die den Bogen von der Besiedlung der Mark Meißen durch fränkische Siedler im Jahr 1168, über die Gründung der Stadt Freiberg und den Dritten Kreuzzug bis zum Kampf der Wettiner gegen die Habsburger zu Beginn des 14. Jahrhunderts schlagen. Vor dem Hintergrund wahrer historischer Ereignisse erzählen die Bücher die Geschichte der Heilerin Marthe und ihrer Nachfahren. Dabei geht es um die klassischen Stoffe wie Liebe, Intrige, Treue und Verrat.

Am Donnerstag, den 24.3., 11 Uhr, können Sie hier mit Sabine Ebert, der Autorin des Buches "Das Geheimnis der Hebamme", zum Thema "Faszination Mittelalter" chatten. Ihre Fragen können Sie schon jetzt stellen. 


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