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"Tatort" heute aus Saarbrücken: So ist der neue Fall "Väter und Söhne"

So wird der "Tatort" heute  

Saarbrücker verabschieden sich von ihrem Klamauk-Trip

29.01.2017, 13:22 Uhr | Sabine Gültekin, t-online.de

Bisher bester "Tatort" der Saarbrücker Ermittler. (Screenshot: Bit Projects)
Bisher bester "Tatort" der Saarbrücker Ermittler

Drei Berufsschüler brechen in ein Bestattungsinstitut ein, um die Leiche ihres Lehrer mit einem Schweineschwanz zu schänden. Dabei bricht einer der völlig betrunkenen Jungs zusammen. Die anderen lassen ihn liegen. Am nächsten Morgen wird der Junge erfroren in der Kühlkammer gefunden. Die Kommissare Stellbrink und Marx ermitteln: Wer hat den Jungen in die Kühlkammer gelegt? Und ist der Lehrer wirklich an einem Herz-Kreislauf-Versagen gestorben? Der Tatort "Söhne und Väter" ist der sechste Krimi mit dem Ermittlerteam aus Saarbrücken - und er ist der bislang Beste. Das Erfolgsgeheimnis: Man verzichtet auf schlechten Klamauk, achtet vermehrt auf authentische Charaktere und eine clevere Story. Die Spannung lässt im Tatort zwar zu wünschen übrig, doch man ist ganz klar auf dem richtigen Weg. So darf es im Saarland gerne weitergehen.

Bisher bester "Tatort" der Saarbrücker Ermittler. (Quelle: Bit Projects)


Lange gab es keinen "Tatort" aus Saarbrücken mehr - ganze zwölf Monate ist es her, dass Hauptkommissar Stellbrink (Devid Striesow) seinen letzten Fall löste. Jetzt melden sich die Saarländer mit einem Kurswechsel zurück.

In dem Krimi "Söhne und Väter" setzt Drehbuchautor und Regisseur Zoltan Spirandelli stärker auf Sozialdrama statt auf Klamauk - und verleiht seinem Hauptcharakter dadurch mehr Authentizität und Tiefe. Endlich kann Devid Striesow auch mal im "Tatort" zeigen, dass er ein Top-Schauspieler ist.

Ein makabrer Scherz und zwei Morde

Und darum geht es: Die drei Berufsschüler Karim (Emilio Moutaoakkil, "Bibi und Tina"), Pascal (Emil Reinke) und Enno (Filip Januchowski) dringen in ein Beerdigungsinstitut ein und treiben einen makabren Scherz mit einer Leiche. Sie stecken der toten Radsportlegende Dirk Rebmann (Crisjan Zöllner) einen Schweineschwanz zwischen die Pobacken. Der volltrunkene Enno bricht neben der Leiche zusammen. Seine Freunde lassen ihn zurück. Am nächsten Morgen wird er erfroren in der Kühlkammer gefunden. Als Hauptkommissar Jens Stellbrink die verunstaltete Leiche von Dirk Rebmann untersucht, fällt ihm auf, dass auch dieser keines natürlichen Todes gestorben ist.

Für Saarbrücker Verhältnisse sehenswert

Für Saarbrücker Verhältnisse ist dieser "Tatort" absolut sehenswert: Ein klassischer Krimi, in dem viele falsche Fährten gelegt werden und der am Ende mit einer unerwarteten Auflösung verblüfft. Der Film erzählt traurige Geschichten darüber, was in den Beziehungen zwischen Söhnen und Vätern so alles schief gehen kann. Bei diesem ernsten Thema verzichten die Saarländer fast gänzlich auf ihren bisher sehr penetranten Klamauk - ein echter Gewinn.

"Tatort: Söhne und Väter", ARD, 20.15 Uhr, 29.01.2017. 

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