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"Die Höhle der Löwen": Carsten Maschmeyer spricht über seine Kindheit

Carsten Maschmeyer über seine Kindheit  

"Meinen leiblichen Vater habe ich nie kennengelernt"

12.09.2018, 09:35 Uhr | elli, t-online.de

"Die Höhle der Löwen": Carsten Maschmeyer spricht über seine Kindheit. Carsten Maschmeyer: Bei "Die Höhle der Löwen" verriet er Intimes aus seiner Kindheit. (Quelle: imago)

Carsten Maschmeyer: Bei "Die Höhle der Löwen" verriet er Intimes aus seiner Kindheit. (Quelle: imago)

Nach außen ist er der toughe Geschäftsmann, der Millionen auf dem Konto hat. Doch das Leben von Carsten Maschmeyer war in der Vergangenheit alles andere als glamourös, wie er jetzt bei "Die Höhle der Löwen" erzählt.

Viele Zuschauer kennen ihn als schwer reichen Investor, als erfolgreichen Buchautor und als Ehemann von Schauspielerin Veronica Ferres. Wie hart Carsten Maschmeyer für seinen Erfolg kämpfen musste und wie sein Leben als kleiner Junge war, wissen viele dagegen nicht. Zu sehr blendet die Fassade, zu sehr genießt der Unternehmer das, was er heute ist und vor allem hat. Gerade deshalb sind Einblicke wie jene, die er jetzt bei "Die Höhle der Löwen" gegeben hat, so überraschend und höchst emotional.

Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer: ein echte Powerpaar.  (Quelle: imago/Agentur Baganz)Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer: ein echte Powerpaar. (Quelle: imago/Agentur Baganz)

Plötzlich stehen nicht mehr die Deals im Vordergrund, nicht mehr Carsten Maschmeyer als Investor und Mentor. Viel mehr dafür der Weg, den er zurücklegen musste, um heute der Mensch zu sein, der er ist. "Ich bin in Bremen geboren und meine Mutter war Schreibkraft, zunächst bei der Polizei in Bremen, später am Schulamt in Hildesheim", erinnert sich der 59-Jährige. "Meinen leiblichen Vater habe ich nie kennengelernt."

"Eine kleine Wohnung für sozial schwache Familien"

Die ersten zwei Jahre seines Lebens hat er in einem Mutter-Kind-Heim gelebt. "Dann sind wir umgezogen in eine umgebaute Kaserne. Da war dann ein Mannschaftszimmer jeweils eine kleine Wohnung für sozial schwache Familien", erzählt Carsten Maschmeyer ganz offen. "Ich habe das aber gar nicht als so klein und beengend empfunden. Erst als ich zur Schule ging und vergleichen konnte, merkte ich, dass das alles sehr traurig war."

Doch sich dem Schicksal hingeben oder Trübsal zu blasen, kam für den heute millionenschweren Unternehmer nie infrage. "Als ich dann so in der siebten oder achten Klasse war und auch kein Taschengeld bekam, habe ich mir etwas dazu verdient. Ich habe Plakate geklebt an Bauzäune und bekam 50 Pfenning pro Plakat", so Carsten Maschmeyer.

"Das hat mir den Weg gezeigt, da rauszukommen"

Danach ging es für den gebürtigen Bremer aufwärts. "Mein Selbstbewusstsein nahm zu und ich bekam die ersten Bestätigungen durchs Laufen. Ich war ein ganz guter Mittelstreckler. Ich habe einfach mehr trainiert und öfter trainiert und wurde besser", erzählt er. "Dann gewann ich die ersten Pokale, die ersten Titel, Bezirksmeisterschaften, Landesmeisterschaften und auch 'Jugend trainiert für Olympia'. Und dann kam die Bestätigung: Wenn man viel tut, dann passiert auch was. Und das hat mir den Weg gezeigt, da rauszukommen und die Hoffnung zu haben, irgendwann besser leben zu können."

Doch so große Erfolge er auch hatte, ein Traum blieb trotz allem auf der Strecke. Denn was viele wohl ebenfalls nicht wissen: Carsten Maschmeyer wollte eigentlich immer Medizin studieren. "Einmal, weil meine Mutter wollte, dass ich Arzt werde – und ich wollte Sportmediziner werden. Ich habe ja den ganzen Tag Sport gemacht. Das war mein Ziel", betont der Ehemann von Veronica Ferres.

"Meine Mutter blieb immer skeptisch"

Um das Studium zu finanzieren, begann er mit Finanzberatung. "Und weil das so erfolgreich war und ich immer mehr getan habe, hatte ich gar nicht mehr genug Zeit zum Studieren. Ich bin immer weniger hingegangen und dann wurde ich exmatrikuliert", gesteht Carsten Maschmeyer. "Ich bin also rausgeflogen."

Obwohl er sich fortan komplett auf die Finanzberatung konzentrierte und damit riesige Erfolge verbuchen konnte, war seine Mutter nie ganz zufrieden mit der Entscheidung ihres Sohnes. "Meine Mutter blieb skeptisch, schließlich war es ja ihr Ziel, dass ich Arzt werde und egal, welche Erfolge ich hatte, was ich verdient habe oder was ich mir schon leisten konnte – sie war immer in Sorge, dass ich dann scheitere und ohne Berufsausbildung auf der Straße bin."



Bewahrheitet hat sich diese Angst nie. Ganz im Gegenteil sogar. Vor zehn Jahren verkaufte Carsten Maschmeyer sein erstes Unternehmen für eine Milliarde Euro.

Verwendete Quellen:
  • "Die Höhle der Löwen"-Folge vom 11. September 2018

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