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Abschied von Jan Hofer: Wovor der neue "Tagesschau"-Sprecher Angst hat

Constantin Schreiber  

Wovor der neue "Tagesschau"-Sprecher Angst hat

13.12.2020, 12:59 Uhr | sow, AFP, t-online

Abschied von Jan Hofer: Wovor der neue "Tagesschau"-Sprecher Angst hat. Constantin Schreiber: Neben seiner Kollegin Julia-Niharika Sen rückt er nach dem Abschied von Jan Hofer ins 20-Uhr-Team der "Tagesschau". (Quelle: NDR/Thorsten Jander)

Constantin Schreiber: Neben seiner Kollegin Julia-Niharika Sen rückt er nach dem Abschied von Jan Hofer ins 20-Uhr-Team der "Tagesschau". (Quelle: NDR/Thorsten Jander)

Constantin Schreiber rückt nach dem Abschied von Jan Hofer neu ins Team der 20-Uhr-"Tagesschau". Wie er jetzt in einem Interview verrät, sei er mit Bick auf die Herausforderung furchtlos – bis auf eine Ausnahme.

Der 41-jährige Schreiber wird ab dem kommenden Jahr einer der Sprecher der Nachrichtensendung um 20.00 Uhr, aus der der langjährige Chefsprecher Jan Hofer am Montag ausscheidet. Neben Schreiber rückt künftig auch Julia-Niharika Sen ins 20-Uhr-Team, die bereits im Gespräch mit t-online über die neue Herausforderung sprach und meinte: "Für die 'Tagesschau' braucht man wirklich starke Nerven".

Nun meldet sich auch Constantin Schreiber in einem Interview zu Wort und erklärt, dass er sich eigentlich vor nichts fürchte – mit einer Ausnahme: Er habe Angst vor einem Schluckauf während der Nachrichtensendung. Doch Schreiber ist zuversichtlich, ohne Schluckauf durch die Hauptnachrichten zu kommen. Ein Arzt habe ihm einmal versichert, dass "der Körper in einer angespannten Situation den Schluckauf unterdrückt".

"Ein Patzer ist keine totale Katastrophe"

Vor anderen Pannen, die während der Moderation passieren können, habe er weniger Angst. "Wenn mal ein Patzer passiert, ist das keine totale Katastrophe." Natürlich versuche er, Versprecher und andere Fehler zu vermeiden. Zugleich fasziniere dies die Zuschauer auch: "Videos mit Patzern im Internet haben vielleicht auch deshalb so hohe Abrufzahlen."

Schreiber arbeitet seit 2017 für ARD-aktuell, dort ist er bisher etwa im "Nachtmagazin" und in anderen Ausgaben der "Tagesschau" zu sehen. Die Frage, ob mit der Moderation der 20-Uhr-"Tagesschau" nun ein Kindheitstraum in Erfüllung gehe, verneint er – aber nicht, weil er die Sendung nicht moderieren wollte. Er habe es schlicht "nie für möglich gehalten, dort zu landen".

"Meine Haare sitzen nicht immer so perfekt"

Denn die "Tagesschau" erreiche, trotz des digitalen Wandels, unvergleichlich viele Menschen. Das habe allerdings auch zur Folge, dass er einer "sozialen Kontrolle jenseits des Studios" unterliegt: Menschen geben ihm teils Feedback auf der Straße oder wollen ein gemeinsames Foto schießen.

Dass seine Zuschauer ihn im Alltag wiedererkennen, überraschte Schreiber in der Vergangenheit häufig: "Ich denke immer: Der Mensch im Anzug, ordentlich frisiert, sieht doch ganz anders aus als ich im täglichen Leben." Da trage er weder Anzug noch Krawatte, sagt Schreiber und gesteht: "Meine Haare sitzen auch nicht immer so perfekt wie im Fernsehen." Wann Schreiber das erste Mal in der 20-Uhr-"Tagesschau" zu sehen sein wird, ist noch unklar.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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